Micron Technology hat die Erwartungen pulverisiert: 23,9 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Halbleiterhersteller profitiert massiv vom KI-Boom — seine HBM-Chips (High Bandwidth Memory) sind die Grundlage für jede GPU-basierte KI-Infrastruktur. Nvidia, AMD, Google — sie alle brauchen Micron-Speicher. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem kräftigen Plus.

Auf der Übernahmeseite sorgt der EA-Deal für Aufsehen: 55 Milliarden Dollar. Hinter dem Leveraged Buyout stehen Jared Kushner und saudische Investoren — eine Kombination, die sofort Fragen aufwirft. Kushner, Schwiegersohn des ehemaligen und möglicherweise zukünftigen Präsidenten, kauft sich mit Geld aus Riad in einen der größten Spielekonzerne der Welt ein. Die Vermischung von politischem Einfluss und Golfstaat-Kapital erreicht eine neue Dimension.

Die Rohstoffmärkte zeigen ein gespaltenes Bild. Kakao ist um 58 Prozent eingebrochen — nach dem Rekordlauf des vergangenen Jahres eine massive Korrektur, ausgelöst durch eine bessere Ernte in Westafrika. Kupfer dagegen legt 40 Prozent zu und notiert auf Allzeithochs, getrieben durch den KI-Rechenzentrum-Boom und Elektrifizierung. Ein Rohstoff fällt, der andere explodiert — je nachdem, ob er in der alten oder neuen Wirtschaft gebraucht wird.

Dazu kommen zwei weitere Megadeals: IBM kauft Confluent für 11 Milliarden Dollar und verstärkt damit seine Dateninfrastruktur-Sparte. Und aus Argentinien kommt eine Überraschung: Präsident Mileis radikale Kürzungspolitik zeigt erste Früchte — die Inflation ist auf den niedrigsten Stand seit Jahren gefallen, der Peso stabilisiert sich. Was die westlichen Ökonomen als unmöglich bezeichneten, funktioniert offenbar doch.