Der Ölmarkt steht im Zeichen des Krieges. Brent notiert bei 83,68 Dollar pro Barrel, ein Plus von 2,8% allein am Mittwoch und plus 20% seit Kriegsbeginn. WTI liegt bei 76,47 Dollar. Die Analysten überbieten sich mit Prognosen: JP Morgan und Bernstein sehen den Ölpreis in Kürze dreistellig, die UBS rechnet in ihrem Worst-Case-Szenario mit 120 bis 150 Dollar pro Barrel. Der Irak hat bereits begonnen, die Produktion im Mega-Feld Rumaila herunterzufahren — ein Zeichen, dass auch neutrale Produzenten Angst vor einer Eskalation haben.

Der Gasmarkt zieht kräftig mit: Henry Hub steht bei 3,05 Dollar, doch das europäische Pendant TTF liegt bereits bei 65 Euro pro Megawattstunde. Goldman Sachs sieht den TTF im Eskalationsszenario bei 74 bis über 100 Euro — ein Niveau, das die energieintensive Industrie in Europa in existenzielle Nöte stürzen würde.

Die Edelmetalle bestätigen ihren Status als Krisenwährung. Gold klettert auf 5.182 Dollar je Feinunze, ein Plus von 1,1%. Silber springt auf 85,17 Dollar, plus 2%. Platin legt mit plus 4% auf 2.159 Dollar am stärksten zu — getrieben auch durch industrielle Nachfrage. Der EUR/USD-Kurs steht bei 1,1613, was den starken Kapitalfluss in Dollar-Anlagen widerspiegelt. Wer nicht in Rohstoffe und Edelmetalle investiert ist, verliert gerade in Echtzeit an Kaufkraft.