Der südkoreanische KOSPI ist am Mittwochmorgen um volle 12 Prozent eingebrochen — ein Ausverkauf historischen Ausmaßes. Die Schwergewichte des Index wurden regelrecht zerstört: Samsung verlor 10%, SK Hynix gab 11,5% ab und Hyundai stürzte um 12% ab. Der Crash in Seoul strahlte auf ganz Asien aus: Der japanische Nikkei verlor 3,6%, der Hongkonger Hang Seng gab 2,15% nach.
Die Schockwellen erreichten auch die europäischen und amerikanischen Märkte. Der DAX eröffnete bei 24.207 Punkten deutlich unter den Vortagesschlusskursen. Die S&P-500-Futures notierten bei 6.809, ein Minus von 0,2%. Der Volatilitätsindex VIX kletterte auf 23,57 — ein klares Signal für zunehmende Nervosität an den Märkten.
Besonders hart traf es den globalen Halbleitersektor. Neben den massiven Verlusten bei Samsung und SK Hynix geriet auch TSMC mit minus 4,3% unter Druck. In den USA verlor Micron vorbörslich 8%. Nvidia notiert bei 180 Dollar — die gesamte Chip-Branche steht angesichts der geopolitischen Spannungen und der Kriegsangst unter enormem Verkaufsdruck. Anleger fliehen aus zyklischen Werten und suchen Schutz in sicheren Häfen wie Gold und Staatsanleihen.
