Am fünften Tag des Krieges hat der Iran einen neuen Obersten Führer: Mojtaba Khamenei, 56 Jahre alt und Sohn des bei den ersten Angriffen getöteten Ayatollah Ali Khamenei, wurde unter massivem Druck der Revolutionären Garden (IRGC) in das höchste Amt des Landes berufen. Die Ernennung erfolgte im Schnellverfahren — ein klares Zeichen dafür, dass die Hardliner im Machtapparat die Kontrolle übernommen haben und jede Form von Verhandlungen ablehnen.

Israel hat die Eskalation weiter vorangetrieben und die Expertenversammlung in Qom bombardiert — jenes Gremium, das den Obersten Führer wählt und überwacht. Der Angriff auf das religiöse und politische Machtzentrum des Iran dürfte die Wut im Land weiter anheizen. Die IAEA bestätigte unterdessen, dass die Urananreicherungsanlage Natanz schwer beschädigt wurde — ein zentrales Ziel der Operation, das die nuklearen Ambitionen Teherans um Jahre zurückwerfen könnte.

Die menschlichen Kosten steigen auf beiden Seiten: Sechs US-Soldaten sind bisher gefallen. Die wirtschaftlichen Konsequenzen werden immer dramatischer: Große Versicherer haben angekündigt, ab dem 5. März sämtliche Kriegsrisikodeckungen für die Straße von Hormuz zu stornieren. Ohne Versicherungsschutz wird kein Tanker und kein Containerschiff mehr durch die Meerenge fahren — selbst wenn die militärische Lage es zuließe. Die Epstein-Verbindung zu einigen der beteiligten Entscheidungsträger bleibt ein brisantes Randthema, das in Washington hinter vorgehaltener Hand diskutiert wird.