Auf der Prognoseplattform Polymarket wurden insgesamt 529 Millionen Dollar auf einen militärischen Angriff auf den Iran platziert — ein beispielloser Betrag für eine einzelne geopolitische Wette. Besonders brisant: Mindestens sechs der beteiligten Wallets wurden erst im Februar 2026 erstellt und setzten gezielt auf den 28. Februar als Angriffsdatum. Ein Nutzer mit dem Alias „Magamyman“ strich allein 553.000 Dollar mit einer Wette auf den Tod von Ayatollah Khamenei ein. Die zeitliche Präzision dieser Positionen legt nahe, dass hier kein Zufall am Werk war.

Die personellen Verflechtungen zwischen Polymarket und dem Trump-Universum sind dabei kaum zu übersehen. Donald Trump Jr. berät die Plattform offiziell, während Trumps Investmentvehikel 1789 Capital Millionenbeträge in Polymarket investiert hat. Gleichzeitig stoppte die Trump-Administration zwei laufende Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen — ein Vorgang, der angesichts der aktuellen Datenlage neue Fragen aufwirft.

Senator Chris Murphy brachte die Brisanz des Falls auf den Punkt: Menschen im direkten Umfeld des Präsidenten verdienten am Krieg und am Tod anderer. Die On-chain-Analyse liefert überprüfbare Belege für koordiniertes Handeln mit mutmaßlichem Insiderwissen. Was auf der Blockchain steht, lässt sich nicht löschen — und genau das könnte für einige Beteiligte zum Problem werden. Die Frage ist nicht mehr, ob Insiderhandel stattgefunden hat, sondern wie weit die Verstrickungen reichen.