Bitcoin notiert bei 67.750 Dollar mit einem Plus von 1,5 % — eine bemerkenswerte Stabilität angesichts der geopolitischen Lage. Hinter den Kulissen vollzieht sich eine massive Akkumulation: Großinvestoren haben in den vergangenen 30 Tagen insgesamt 270.000 BTC im Wert von rund 23 Milliarden Dollar aufgekauft. Der Fear-and-Greed-Index steht bei 14 — der zweitniedrigste Wert in der Geschichte des Index. Allein bei Binance flossen 8,8 Milliarden Dollar an sogenannten Wal-Zuflüssen ein. Die großen Spieler kaufen exakt dann, wenn die Masse in Panik verkauft.

Gleichzeitig steht Binance im Zentrum einer brisanten Senatsermittlung. Die Plattform soll 1,7 Milliarden Dollar an Organisationen mit Iran-Verbindungen abgewickelt haben — darunter die Houthis und die Iranischen Revolutionären Garden. Senator Blumenthal hat Binance eine Frist bis zum 6. März gesetzt, sämtliche relevanten Unterlagen vorzulegen. Die Verschränkung von Kryptohandel und Kriegsfinanzierung wirft fundamentale Fragen über die Regulierung des Sektors auf.

Abseits von Bitcoin liefert Polkadot eine interessante Sondersituation. DOT notiert bei 1,53 Dollar, doch in elf Tagen steht ein Halving an, das die jährliche Neuausgabe von 120 auf 57 Millionen DOT reduziert. Zusätzlich sinkt am 12. März die Unbonding-Zeit von 28 Tagen auf nur noch 48 Stunden — ein radikaler Einschnitt, der die Liquiditätsdynamik grundlegend verändern dürfte. Grayscale und 21Shares haben bereits ETF-Anträge eingereicht. Am Rande der Kryptowelt sorgen derweil die freigegebenen Epstein-Akten für Aufsehen: 3 Millionen Seiten, Männergesichter systematisch geschwärzt. Larry Summers hat alle öffentlichen Auftritte abgesagt.