Der S&P 500 schloss bei 5.882 Punkten mit einem minimalen Plus von 0,04 %, der Nasdaq legte 0,36 % zu und der Dow verlor 73 Punkte auf 43.905. Was auf den ersten Blick nach einem ruhigen Handelstag aussieht, verbirgt eine enorme Sektorrotation. Der VIX — das sogenannte Angstbarometer — steht bei gerade einmal 15, ein Wert, der in Friedenszeiten als normal gelten würde. Goldman Sachs sieht das intern deutlich anders und kalkuliert mit einem fairen Wert von 35.
Die Gewinner des Tages waren eindeutig im Rüstungs- und Energiebereich zu finden. Lockheed Martin und Northrop Grumman legten jeweils 6 % zu, AeroVironment sprang um 10 % nach oben und Exxon markierte mit einem Plus von 4,7 % ein neues Allzeithoch. Auf der Verliererseite standen Reise- und Transportwerte: Carnival brach um 12 % ein, American Airlines verlor 4 %.
In Europa zeichnete sich ein deutlich pessimistischeres Bild ab. Der DAX fiel um 2,3 % auf 24.695 Punkte. Die US-Futures deuten für den Folgetag auf weitere Verluste hin: S&P -0,75 %, Nasdaq -0,9 %. Japan gab 1,35 % ab. Einzig China zeigte Stärke: Der Hang Seng stieg 1,7 %, Sinopec legte 9 % zu und PetroChina sogar 10 % — die Energiekrise als Wachstumstreiber für chinesische Staatskonzerne.
