Ein Deal, der die Fintech-Landschaft komplett umkrempeln würde: Stripe erwägt, PayPal zu kaufen — ganz oder in Teilen. Bloomberg brachte die Meldung gestern Nachmittag, und die PayPal-Aktie reagierte mit einem Sprung von 13 Prozent innerhalb von zwei Tagen.
Stripe ist mit 159 Milliarden Dollar bewertet und verarbeitete im letzten Jahr Zahlungen im Volumen von 1,9 Billionen Dollar. PayPal, einst Börsenliebling, notiert 80 Prozent unter seinem Allzeithoch. Die Logik hinter dem Deal: Stripes Infrastruktur plus PayPals Konsumenten-Netzwerk mit Venmo und seinen 100 Millionen Nutzern.
Besonders brisant: Beide Unternehmen investieren massiv in Stablecoins. PayPal hat seinen eigenen Stablecoin PYUSD lanciert. Stripe hat im vergangenen Jahr die Bridge-Übernahme für 1,1 Milliarden Dollar abgeschlossen. Die Konsolidierung im Zahlungsverkehr mit Blockchain-Ambitionen könnte eine neue Ära im digitalen Bezahlen einläuten.
Noch ist nichts unterschrieben, die Gespräche befinden sich in einem frühen Stadium. Aber allein die Tatsache, dass ein privates Unternehmen einen ehemaligen Börsenliebling für einen Bruchteil seiner Hochbewertung einsammeln könnte, sagt alles über den Zustand der Fintech-Branche.
