Heute ist Triple Witching — und was für einer. 5,7 Billionen Dollar an Optionen und Futures laufen aus, verteilt auf 4,1 Billionen Index-Optionen, 772 Milliarden ETF-Optionen und 875 Milliarden in Einzelaktien. Citi spricht vom größten März-Verfallstag aller Zeiten. Wer glaubt, das sei nur eine technische Zahl, täuscht sich: Die Neupositionierung nach einem solchen Verfall setzt Trends für Wochen.
Was die Lage besonders brisant macht: Vier Notenbanken — Fed, EZB, BoJ und BoE — stehen gleichzeitig eingefroren. Keine bewegt sich, keine gibt Orientierung, keine traut sich, den ersten Schritt zu machen. Die Fed hält bei 3,50-3,75%, die EZB bei 2,65%, die BoJ bei 0,50% und die BoE bei 3,75%. Es ist, als hätten sich alle vier abgesprochen, gleichzeitig nichts zu tun — während die Märkte unter Rekord-Volumen zusammenzucken.
Die Volatilität wird heute durch die Decke gehen. Market Maker müssen Positionen rollen, Hedgefonds ihre Gamma-Exposure anpassen, und Retail-Trader werden wie immer die Letzten sein, die verstehen, was passiert. Die Gamma-Squeeze-Gefahr ist real: Wenn sich genug Open Interest um wenige Strikes konzentriert, können selbst kleine Bewegungen eine Lawine auslösen.
Historisch folgen auf Triple-Witching-Tage dieser Größenordnung heftige Anschlussbewegungen. Die kommende Woche wird zeigen, ob die Märkte nach dem Verfall Luft holen — oder ob das Vakuum der eingefrorenen Notenbanken die nächste Abwärtswelle einleitet. 5,7 Billionen Dollar suchen ein neues Zuhause.
