Gold erlebt den härtesten Monat seit Jahren. Vom Allzeithoch bei 5.408 Dollar ist der Preis auf 4.688 Dollar gefallen — ein Verlust von 850 Dollar oder rund 16 Prozent in nur drei Wochen. Das ist kein normaler Rücksetzer, das ist ein Crash. Die COMEX meldet Tiefststände bei den Kontraktvolumina, während gleichzeitig Margin-Calls durch den Markt rollen.
Silber hält sich bei 66,93 Dollar, aber auch hier läuft die Uhr. Am 27. März laufen die nächsten großen Silber-Kontrakte an der COMEX aus, und wer die Geschichte der Edelmetall-Verfallstage kennt, weiß: Vorher wird gedrückt, was das Zeug hält. Die Bullion-Banken nutzen den Verfall systematisch, um Preise nach unten zu treiben und Longpositionen aus dem Markt zu spülen.
Die Margin-Liquidationen sind der Schlüssel zum Verständnis. Wer mit Hebel auf steigende Edelmetallpreise gewettet hat, wird jetzt rasiert. Die Clearinghäuser erhöhen die Margins, die Broker liquidieren die Positionen, und der Preis fällt weiter — ein sich selbst verstärkender Abwärtszyklus. Physisches Gold und Silber verschwinden währenddessen weiter in die Tresore der Zentralbanken und Großinvestoren.
Die große Frage ist: Wo liegt der Boden? Technisch gibt es erst bei 4.400 Dollar eine massive Unterstützung im Gold. Wer physisch kauft und keinen Hebel braucht, bekommt hier möglicherweise Preise, die man in einigen Monaten nicht mehr sehen wird. Aber Vorsicht: In einem Margin-Crash kann der Preis deutlich tiefer fallen als jede Fundamentalanalyse vermuten lässt.
