Die großen Indizes halten sich vor dem historischen Triple Witching erstaunlich stabil. Der S&P 500 steht bei 6.606, der Dow bei 46.021, der DAX bei 23.380. Man könnte fast meinen, die Märkte hätten den größten Optionsverfall aller Zeiten bereits eingepreist. Aber die Ruhe vor dem Sturm hat schon manchen Trader in die Irre geführt.
FedEx hat die Erwartungen deutlich geschlagen und legte nachbörslich 9 Prozent zu. Das ist bemerkenswert, weil FedEx als Barometer für die Realwirtschaft gilt — wenn Pakete verschickt werden, läuft der Handel. Auf der anderen Seite steht Accenture mit einem Minus von 5 Prozent. Die IT-Beratung senkte ihren Ausblick und signalisiert damit, dass Unternehmen bei Investitionen in Digitalisierung auf die Bremse treten.
Am Ölmarkt bleiben die Preise hoch: WTI bei 93,88 Dollar, Brent bei 107,31 Dollar. Die Hormuz-Krise wirkt nach, und jede Entspannung ist bisher nur temporär. Für Verbraucher und Unternehmen bedeutet das weiter steigende Kosten, die sich durch die gesamte Lieferkette fressen.
Die positive Überraschung des Tages kommt aus Philadelphia: Der Philly Fed Manufacturing Index springt auf 18,1 — deutlich über den Erwartungen. Das steht im krassen Widerspruch zum Empire State Index, der kürzlich ins Negative rutschte. Die Regionaldaten senden widersprüchliche Signale, und genau das macht die Lage so schwer einschätzbar für die Fed.
