Am Sonntag steht die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an, und sie wird zum Stimmungsbarometer für die Ampel-Nachfolgeregierung. CDU und SPD liegen Kopf an Kopf — ein Ergebnis, das vor wenigen Monaten noch undenkbar gewesen wäre. Die CDU unter Merz sollte eigentlich triumphieren, doch der Kanzler hat es geschafft, in Rekordzeit das Vertrauen zu verspielen.
Die AfD hat sich auf 19 Prozent verdoppelt — ein Ergebnis, das die Kartellparteien panisch nach Ausreden suchen lässt. Die Bürger haben die Nase voll von steigenden Energiepreisen, Deindustrialisierung und einer Außenpolitik, die Deutschlands Interessen Washington und Brüssel unterordnet. Merz selbst hat 34 Punkte in den Umfragen verloren — eine historische Enttäuschung für einen frisch gewählten Kanzler.
Das Thema ReArm Europe schwebt über allem: 800 Milliarden Euro sollen in die europäische Aufrüstung fließen. Geld, das für Schulen, Infrastruktur und die kollabierende Industrie fehlen wird. Die deutsche Chemieindustrie — einst das Rückgrat der Wirtschaft — ist auf das Niveau von 1996 zurückgefallen. 30 Jahre Wachstum ausradiert, und Berlin diskutiert über Panzer statt über Pipelines.
Die Wahl am Sonntag wird zeigen, ob die Wähler diesen Kurs weiter mittragen oder ob die Protestwelle weiter anschwillt. Die Deindustrialisierung Deutschlands ist keine Zukunftsprognose mehr — sie ist Realität. Und während die Regierung 800 Milliarden für Waffen ausgibt, schließen Chemiewerke und Automobilfabriken die Tore. Das ist die Bilanz von Merz nach wenigen Wochen im Amt.
