Bitcoin notiert bei 72.700 Dollar und hat im Wochenhoch die Marke von 74.000 Dollar berührt — ein Wochengewinn von 8 Prozent. Bemerkenswert ist die Entkopplung vom Tech-Sektor: Während der Nasdaq neue Jahrestiefs markiert, zeigt Bitcoin relative Stärke. Die ETF-Zuflüsse belaufen sich auf 1,3 Milliarden Dollar, und die Zahl der Whale-Wallets mit mehr als 1.000 BTC ist auf über 20.000 gestiegen. Großes Geld akkumuliert, während die Märkte wanken.
Ethereum steht bei 2.150 Dollar und bekommt institutionellen Rückenwind: BlackRock hat den iShares Staked Ethereum Trust (ETHB) lanciert — mit 107 Millionen Dollar Startvolumen. Das ist ein Paradigmenwechsel: Der größte Vermögensverwalter der Welt bietet nicht nur einen Ethereum-ETF, sondern einen, der Staking-Erträge einschließt. Damit wird ETH für institutionelle Anleger erstmals als zinstragendes Asset zugänglich.
Bei den Altcoins sticht XRP bei 1,45 Dollar hervor — Goldman Sachs hat eine Position von 154 Millionen Dollar aufgebaut. Polkadot steht vor dem Halving: Die Emission sinkt von 120 Millionen auf 55 Millionen DOT — eine massive Angebotsverknappung, die sich mittelfristig im Preis widerspiegeln dürfte.
Die vielleicht wichtigste Nachricht für den Kryptomarkt kommt aus Washington: Der US-Senat hat mit 89 zu 10 Stimmen ein Verbot von CBDCs (Central Bank Digital Currencies) beschlossen. Keine digitale Zentralbankwährung für die USA — eine klare Absage an staatliche Überwachungswährungen und ein massiver Sieg für den Kryptosektor. Während die USA CBDCs verbieten, treiben andere Länder ihre Projekte voran: Die VAE arbeiten am digitalen Dirham, China expandiert den digitalen Yuan.
Die Botschaft ist eindeutig: Die USA setzen auf private Kryptowährungen und gegen staatliche Kontrollwährungen. Für Bitcoin und den gesamten Sektor ist das ein historisches Signal — auch wenn man sich darüber im Klaren sein muss, dass die Motivlage in Washington weniger mit Freiheit als mit politischem Kalkül zu tun hat.
