Bitcoin steht bei 67.500 Dollar — fast 50 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.000 Dollar aus dem Oktober. Der Fear-and-Greed-Index erreichte diese Woche 5 — den niedrigsten Wert in der Geschichte des Index, tiefer als während des COVID-Crashs und des Krypto-Winters 2022. Inzwischen hat er sich auf 16 erholt, liegt damit aber weiterhin in der Zone extremer Angst. Die Spot-ETFs verzeichneten im Februar Abflüsse von 3,8 Milliarden Dollar, obwohl am Dienstag 500 Millionen Dollar zurückflossen — der erste nennenswerte Zufluss seit Wochen.

Die Geschichte der Woche ist die Jane-Street-Klage. Eine Bundesklage wirft dem Market Maker, der als Authorized Participant für BlackRocks Bitcoin-ETF fungiert, systematische Kursmanipulation vor: Tägliche Verkäufe um 10 Uhr New Yorker Zeit, um den Kurs zu drücken und ETF-Anteile billiger aufzukaufen. Die Klage spricht von einem geheimen Chatroom, in dem Insiderinformationen geteilt wurden. Und seit die Klage öffentlich wurde, sind zwei Dinge passiert: Bitcoin ist 10 Prozent gestiegen, und die täglichen Zehn-Uhr-Einbrüche — die monatelang wie ein Uhrwerk kamen — sind verschwunden. Korrelation ist nicht Kausalität, aber das Timing ist bemerkenswert.

Polkadot explodierte um 30 Prozent. Zwei Katalysatoren: Grayscale hat einen Antrag für einen Polkadot-ETF eingereicht, und am 14. März steht das Polkadot-Halving an — die jährliche Token-Emission wird von 120 Millionen auf 57 Millionen DOT reduziert. Das ist ein harter Angebotsschock, kombiniert mit der Aussicht auf institutionellen Zugang über einen ETF. Eine Kombination, die historisch zuverlässig Preisbewegungen auslöst.

Die Exchange Whale Ratio liegt bei 0,64 — dem höchsten Wert seit über einem Jahrzehnt. Das bedeutet: Die größten Wallets auf den Börsen verkaufen aggressiv, während Retail in Panik verfällt. Große Spieler laden ihre Bestände ab, bevor die nächste Phase beginnt — oder sie positionieren sich für einen erneuten Einstieg auf niedrigerem Niveau. In jedem Fall zeigt die Metrik, dass die Marktstruktur von den großen Akteuren dominiert wird, nicht von der Stimmung der Kleinanleger.