Hinter den Kulissen läuft eine Liquiditätsoperation, die es in sich hat: Die New York Fed hat Repo-Operationen in Höhe von 500 Milliarden Dollar durchgeführt. Allein am 30. Dezember wurden 16 Milliarden Dollar an einem einzigen Tag in den Markt gepumpt. Welche Banken das Geld erhalten haben, bleibt für zwei Jahre geheim. Transparenz sieht anders aus. Die Fed betreibt de facto ein verdecktes Rettungsprogramm, während sie gleichzeitig behauptet, die Finanzmärkte seien stabil.

Die Insider wissen offenbar mehr als der Rest. Rupert Murdoch verkauft Fox-Anteile im Wert von 65 Millionen plus 17 Millionen Dollar. Der CEO und CFO von CoreWeave — dem KI-Darling, der gerade erst an die Börse ging — verkaufen unmittelbar nach dem IPO. Bei Workday hat ein Insider 15.000 Aktien abgestoßen. Wenn diejenigen, die das Unternehmen von innen kennen, massiv verkaufen, sollte das jedem Kleinanleger zu denken geben.

Der US-Immobilienmarkt liefert unterdessen Daten, die an die dunkelsten Zeiten erinnern. Die Wohnungsverkäufe sind auf den niedrigsten Stand seit 1995 gefallen. Eigentumswohnungen verzeichnen ein Minus von 49 Prozent. Der Hausbauer Lennar meldet mit 370.000 verkauften Einheiten den schlechtesten Wert seit 2017, und die Anzahl der fertiggestellten, aber unverkauften Häuser ist auf den höchsten Stand seit 2009 gestiegen — dem Höhepunkt der letzten Immobilienkrise.

Das Bild ist eindeutig: Die Fed pumpt heimlich Liquidität, die Insider flüchten, und der Immobilienmarkt bricht ein. Wer hier keine Parallelen zu 2007/2008 sieht, der will sie nicht sehen. Die nächste Krise bahnt sich an — und diesmal ist die Fed bereits am Limit, bevor sie überhaupt offiziell begonnen hat.