Eine Meldung, die unter dem Radar fliegt, aber das Potenzial hat, diesen Konflikt auf eine völlig neue Eskalationsstufe zu heben: Russland liefert dem Iran Aufklärungsdaten zur Lokalisierung amerikanischer Stellungen. Moskau hilft Teheran, US-Ziele zu treffen. Zwei Nuklearmächte, die eine offiziell neutral, arbeiten zusammen gegen das amerikanische Militär.

Der siebte gefallene US-Soldat, Sergeant Benjamin Pennington, sechsundzwanzig Jahre alt, starb in Saudi-Arabien durch iranischen Drohnenbeschuss. Sechs demokratische Senatoren verurteilten den Angriff auf die Madschare-Taijebe-Schule in Minab — Satellitenbilder deuten darauf hin, dass der Einschlag von einem US-Marschflugkörper stammt. Das Pentagon schweigt.

Außenminister Araghchi stellte auf NBC klar: Kein Waffenstillstand, keine Verhandlungen, solange die Bombardierung anhält. Der neue Oberste Führer Mojtaba Khamenei — Sohn des beim Erstschlag getöteten Ali Khamenei — hat als erste Amtshandlung den fortgesetzten Widerstand proklamiert. Ein dynastischer Erbe an der Spitze einer Republik, die sich auf die Abschaffung der Monarchie gründet.

Wer hier noch an ein schnelles Ende glaubt, ignoriert die Realität von elf Tagen Krieg, über 1.200 toten Zivilisten und einer iranischen Führung, die sich verhärtet statt nachgibt.