Wer heute Morgen um sechs Uhr die Bildschirme eingeschaltet hat, den hat ein Schlachtfeld begrüßt. Der Nikkei verlor sieben Prozent und fiel unter 52.000. Softbank minus zehn Prozent, Advantest minus zehn, Lasertec minus neun — der gesamte japanische Halbleitersektor im freien Fall.

Der KOSPI in Seoul stürzte 7,6 Prozent ab — der zweite erzwungene Handelsstopp in vier Sitzungen. Südkorea importiert praktisch sein gesamtes Öl aus dem Nahen Osten. Der Hang Seng minus drei Prozent, Shanghai minus 1,7, Taiwan minus fünf, der indische Sensex verlor 2.400 Punkte.

Die europäischen Märkte sind tief ins Minus gestartet — der DAX fällt, weil Deutschland als Nettoimporteur zu den Hauptverlierern eines Ölpreisschocks gehört. Die US-Futures: Dow minus 1.026, S&P minus zwei Prozent, Nasdaq minus 2,3.

Gold steht stabil bei 5.172 Dollar als sicherer Hafen. Silber bei 84. Der VIX steuert auf die Dreißig. Am zehnten Kriegstag tun die Märkte, was Märkte tun, wenn die Angst das Ruder übernimmt: Sie fliehen.