United-Airlines-CEO Scott Kirby hat bei einem Treffen mit Trump im Februar eine Fusion mit American Airlines vorgeschlagen. Die 2 größten Fluggesellschaften der USA — zusammen kontrollieren sie über ein Drittel des amerikanischen Marktes — würden zur größten Airline der Welt verschmelzen.

Transportminister Duffy sagte, man würde die Fusion prüfen, die Airlines müssten aber Teile abgeben, um kartellrechtliche Bedenken auszuräumen. Die Pikanterie am Rande: Kirby war früher Präsident bei American Airlines, wurde dort übergangen und wechselte zur Konkurrenz. Jetzt will er seinen alten Laden schlucken.

In einer Branche, die durch den Ölpreisschock am Rande der nächsten Krise steht — RBC warnte vor schwierigen Ergebnissen bei Fluggesellschaften wegen der hohen Treibstoffkosten —, ist eine Megafusion entweder genialer Schachzug oder größenwahnsinnige Verzweiflung. Für den Verbraucher heißt es in jedem Fall: weniger Wettbewerb, höhere Preise.

Kernfakten: United + American = größte Airline der Welt | Über 1/3 US-Marktanteil | Kirby: ex-Präsident bei American | Duffy: Kartellprüfung nötig | Ölpreisschock belastet Branche