Chinas Handelsbilanzdaten für März sind ein Erdbeben. Der Handelsüberschuss schrumpfte auf 51,13 Milliarden Dollar — die Erwartung lag bei 107,5 Milliarden, also beim Doppelten. Die Exporte stiegen nur um 2,5 Prozent im Jahresvergleich, erwartet waren 8,3 Prozent — der langsamste Anstieg seit Anfang 2025, ein brutaler Absturz von den 21,8 Prozent im Januar und Februar.
Die Importe dagegen explodierten um 27,8 Prozent, mehr als doppelt so viel wie die erwarteten 11,1 Prozent. Peking kauft massiv ein — KI-Chips, Halbleiter, Infrastruktur, Rohstoffe —, während die Abnehmer chinesischer Waren durch den Ölpreisschock und steigende Transportkosten gebremst werden.
Für die Weltkonjunktur ist das ein Warnsignal: Wenn Chinas Exportmotor stottert, fehlt dem globalen Wachstum der größte Einzelantrieb. Gleichzeitig zeigt die Importseite, dass Peking sich auf einen längeren Konflikt vorbereitet — man hortet, was man kriegen kann, solange die Lieferketten noch funktionieren.
Wer sich fragt, warum China die US-Blockade einfach ignoriert, hat hier die Antwort: Die Chinesen brauchen das iranische Öl nicht nur, sie brauchen es dringend, und sie werden sich von einer amerikanischen Fregatte nicht daran hindern lassen.
