Heute Nachmittag legt Goldman Sachs seine Q1-Zahlen vor — der Startschuss der amerikanischen Banken-Berichtssaison. Die Wall Street erwartet einen Umsatz von rund 17,4 Milliarden Dollar und einen Gewinn pro Aktie von circa 16 Dollar 86. Die eigentliche Frage ist nicht, ob die Zahlen treffen, sondern was David Solomon über die Verfassung der Weltwirtschaft sagt.
Goldman hat eines der wildesten Quartale der jüngeren Geschichte navigiert — Kriegsausbruch, Ölschock, Waffenruhe, Zusammenbruch der Waffenruhe, alles innerhalb von 6 Wochen. Der Handels- und Investmentbanking-Bereich dürfte brilliert haben, denn Volatilität ist das Futter der Handelsabteilungen.
Morgen folgen JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo, am Mittwoch Bank of America. Was die Großbanken über Kreditqualität, Ausfallraten und die Bereitschaft ihrer Kunden sagen, Risiken einzugehen, wird lauter sprechen als jede Pressekonferenz der Fed. Wenn Solomon heute Abend vorsichtige Töne anschlägt, setzt das den Ton für die gesamte Berichtswoche.
