Die deutsche Industrieproduktion ist im Februar erneut um 0,3 Prozent zum Vormonat gesunken, minus 0,6 Prozent im Jahresvergleich. Pharma minus 4,4 Prozent, Elektronik minus 3,9 Prozent, Bau minus 1,2 Prozent. Der einzige Lichtblick: Die Autoindustrie schaffte plus 1,7 Prozent — auf einem Niveau allerdings, das so niedrig liegt, dass jedes Plus nach Selbstbetrug klingt.
Die Gemeinschaftsdiagnose der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute hat ihre Wachstumsprognose für 2026 glatt halbiert: 0,6 Prozent, mehr ist nicht drin. Die Institute erwarten für das 2. Quartal eine Inflationsrate von 2,9 Prozent, Energie plus 7,2 Prozent.
Politik in der Dauerstarre
Die deutsche Wirtschaftspolitik reagiert wie ein Kaninchen vor dem LKW: Tourismusförderung, Digitalisierungszuschüsse und Kommuniqués aus dem Kanzleramt, während der produktive Kern des Landes wegbricht. Statt über Energiepreise und Industriepolitik zu reden, debattiert die Politik über Gendersternchen und die juristische Entsorgung unliebsamer Parteien.
