Der chinesische Erzeugerpreisindex ist im März erstmals seit September 2022 wieder ins Plus gedreht: +0,5 Prozent im Jahresvergleich, Konsens war +0,4 Prozent. Der Mainstream verkauft das als gute Nachricht und Konjunkturerholung. Die Realität sieht anders aus.
Die Hormuz-Krise hat die Weltmarktpreise für Öl nach oben geprügelt — WTI bei 98,73 Dollar — und das schlägt direkt auf die Input-Kosten der chinesischen Fabriken durch. Was sich in der Statistik wie ein Aufschwung liest, ist in Wahrheit eine Kostenwelle, die von außen hineingepresst wurde.
Binnennachfrage bleibt schwach
Der Verbraucherpreisindex liegt bei +1,0 Prozent, unter der Erwartung von +1,2 Prozent. Die chinesischen Haushalte geben weiter kein Geld aus, die Binnennachfrage bleibt mickrig, der Neujahrs-Effekt ist verpufft. Peking wird mit weiteren Stimulus-Programmen reagieren müssen, die den Yuan schwächen und die globalen Rohstoffmärkte durchschütteln werden.
