Die Earnings-Saison hat ihren ersten Knaller geliefert: Delta Air Lines. Der bereinigte Gewinn lag bei 64 Cent pro Aktie — leicht über den Erwartungen. Umsatz: 14,2 Milliarden Dollar, plus 9,5 Prozent zum Vorjahr. Klingt gut. Aber nach GAAP hat Delta 289 Millionen Dollar Verlust gemacht — minus 44 Cent pro Aktie —, weil 550 Millionen an Investitionsverlusten durch die Bücher rauschten.

CEO Bastian hat die Kapazitätssteigerungen gestrichen: Im 2. Quartal bleibt die Kapazität flach zum Vorjahr. Die eigene Raffinerie soll im nächsten Quartal 300 Millionen Dollar einsparen — gegenüber 60 Millionen im ersten. Bastian sprach von strukturellen Veränderungen für die gesamte Branche.

Wenn der größte Flugkonzern der Welt von Strukturwandel durch Treibstoffkosten spricht, ist das kein Quartalsproblem — das ist ein Regimewechsel. Wenn die Waffenruhe hält, sinkt Kerosin. Wenn sie platzt, verbrennt Delta Bargeld. Nächste Woche dann das große Kino: Goldman Sachs am Montag, JPMorgan, Citigroup und Wells Fargo am Dienstag, Bank of America am Mittwoch.

Kernfakten: Delta bereinigt +64 Cent/Aktie | GAAP-Verlust 289 Mio.$ | Umsatz 14,2 Mrd.$ (+9,5%) | Kapazität Q2 flach | Raffinerie spart 300 Mio.$ | Nächste Woche: Banken-Earnings