Am Ostersonntag bombardierten israelische Streitkräfte Irans South-Pars-Petrochemieanlage — das größte Gasfeld der Welt, geteilt mit Katar, verantwortlich für 85 Prozent der iranischen Petrochemie-Exporte. Die Anlage ist nach israelischen Angaben außer Betrieb. 29 Menschen starben allein an diesem Tag, darunter 2 Kommandeure der Revolutionsgarden, einer davon der Geheimdienstchef.
Wenn man das größte Gasfeld der Erde zerstört, dann ist das keine militärische Operation mehr — das ist eine Neuzeichnung der globalen Energielandkarte. Katar, das sich dieses Feld mit dem Iran teilt, wird nervös. Die gesamte Golfregion bebt. 5 weitere Tote und 170 Verletzte durch frühere Angriffe auf Petrochemie-Anlagen im Südwesten kommen hinzu.
Die Golfstaaten — Dubai, Saudi-Arabien, Katar, Oman — stehen vor einer Zukunft, in der ihre strategische Bedeutung schrumpft, während die Bomben ihre Nachbarn treffen. Trump hat am Ostersamstag auf Truth Social den Iran aufgefordert, die Straße von Hormus sofort zu öffnen — oder man werde Kraftwerke und Brücken bombardieren. Was hier passiert, ist tektonisch, und wer es als regionale Krise abtut, hat die Tragweite nicht begriffen.
