WTI Crude schießt heute Morgen auf 104,98 Dollar, plus 4,85 Prozent. Gestern noch unter 100 Dollar auf den Friedenshoffnungen, heute weit darüber. Die Internationale Energieagentur hat eine Warnung herausgegeben: IEA-Chef Fatih Birol sagte, der April werde „viel schlimmer als der März“.
Im März seien noch Schiffe angekommen, die vor Kriegsbeginn die Meerenge passiert hatten. Im April — nichts. Der Verlust an Öl im April werde doppelt so hoch sein wie im März. Im März sind die Ölladungen an den Häfen westlich der Straße von Hormus bereits um 76 Prozent eingebrochen.
Globale Rezession im Schnelldurchlauf
Die Dallas Fed rechnet mit einem WTI-Durchschnittspreis von 98 Dollar fürs 2. Quartal und einem Rückgang des globalen Wirtschaftswachstums um 2,9 Prozentpunkte. Das ist keine Konjunkturabschwächung, das ist eine globale Rezession im Schnelldurchlauf, ausgelöst von einem Mann, der gleichzeitig sagt, die Welt solle sich ihr Öl gefälligst selbst besorgen.
Erdgas bei 2,87 Dollar, leicht im Plus. Die Sorge bleibt: Wenn Qatars LNG-Anlagen längerfristig beeinträchtigt sind und die Meerenge geschlossen bleibt, wird Europa im nächsten Winter ein Problem haben, gegen das der Winter 2022 ein Kindergeburtstag war.
