Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute — ifo, DIW, IfW, IWH und RWI — haben in ihrer Frühjahrsprognose das erwartete Wirtschaftswachstum für 2026 mehr als halbiert: von 1,3 Prozent im Herbst auf jetzt 0,6 Prozent. Ohne die schuldenfinanzierte Stützung wäre Deutschland längst wieder in der Rezession.

Ifo-Konjunkturchef Wollmershäuser sagt es offen: Der Energiepreisschock durch den Irankrieg trifft die Erholung hart. Inflation bei 2,8 Prozent, Arbeitslosenquote steigt auf 6,4 Prozent, Staatsdefizit bei 3,7 Prozent des BIP, Bruttoschuldenstand bei 67,2 Prozent. 4 von 10 deutschen Industrieunternehmen planen, 2026 Stellen abzubauen.

200 Milliarden für Panzer, während Brücken verfallen

Seit dem 1. Januar gilt das neue Wehrdienstgesetz. Pflichtfragebögen per QR-Code werden an 18-jährige Männer verschickt, ab Mitte 2027 obligatorische Musterung. Ziel: 260.000 aktive Soldaten und 200.000 Reservisten bis 2035. Beim NATO-Gipfel in Den Haag wurde beschlossen, bis 2035 5 Prozent des BIP für Verteidigung auszugeben — bei knapp 4 Billionen Euro BIP wären das 200 Milliarden jährlich.

200 Milliarden für Panzer und Drohnen, während Brücken verfallen, Schulen verschimmeln und Rentner Pfandflaschen sammeln. Und wofür? Für eine NATO, deren Führungsmacht gerade überlegt, den Laden dichtzumachen. Deutschland rüstet auf für ein Bündnis, dessen Chef-Patron es für einen Papiertiger hält.

Kernfakten: Wachstum 2026: 0,6% (halbiert von 1,3%) | Inflation 2,8% | Arbeitslosenquote 6,4% | 4 von 10 Firmen bauen ab | Wehrpflicht-Fragebögen verschickt | NATO-Ziel: 5% BIP = 200 Mrd.€/Jahr | Schuldenstand 67,2%