In Genf ist das 6. Verhandlungstreffen zum sogenannten PABS-Annex gescheitert. PABS steht für Pathogen Access and Benefit Sharing System — ein System, das jeden Staat verpflichtet, bei der nächsten Pandemie unverzüglich sämtliche Erregerdaten und Gensequenzen in eine WHO-verwaltete Datenbank einzuspeisen. Im Gegenzug müssen Pharmaunternehmen 20 Prozent ihrer Echtzeitproduktion an die WHO abtreten.

Der gesamte Pandemievertrag, der im Mai 2025 verabschiedet wurde, kann nicht in Kraft treten, solange dieser PABS-Annex nicht steht. Ohne die Erreger-Börse kein Vertrag, ohne Vertrag keine globale Pandemie-Governance. 6 Verhandlungstage bleiben, die nächste Runde läuft vom 27. April bis zum 1. Mai.

Transparenz stillschweigend eingeschränkt

Die Transparenz, die man Öffentlichkeitsvertretern anfangs gewährte, wurde im Januar 2026 stillschweigend auf virtuelle Beobachtung reduziert. Man diskutiert hinter verschlossenen Türen über die Architektur der nächsten Gesundheitskontrolle und lässt dabei nicht einmal mehr Zuschauer in den Saal. Wer die Erregerdaten kontrolliert, kontrolliert die Erzählung — und wer die Verteilung von Impfstoffen bestimmt, bestimmt, wer gehorcht und wer bestraft wird.

Parallel dazu haben die USA bilaterale Deals mit 15 afrikanischen Ländern geschlossen: Hilfsgelder gegen Erregerproben, Handelsabkommen gegen Gesundheitsdaten. Ein Parallelsystem neben der WHO, gesteuert aus dem Weißen Haus, profitabel für die amerikanische Pharmaindustrie.

Kernfakten: 6. PABS-Verhandlung gescheitert | Staaten müssen Erregerdaten liefern | 20% Pharma-Produktion an WHO | Pandemievertrag blockiert | Transparenz seit Januar 2026 eingeschränkt | Nächste Runde: 27. April – 1. Mai