Gold handelt heute Morgen bei 4.748 Dollar, plus rund 70 Dollar oder 1,5 Prozent. Doch die eigentliche Geschichte verbirgt sich in den Zahlen der letzten 4 Wochen: Anfang März stand Gold bei über 5.400 Dollar. Am 23. März stürzte Gold untertags auf 4.100 Dollar — ein Absturz von 1.300 Dollar oder 24 Prozent vom Hoch. Der schlimmste Monat seit Oktober 2008.

Der Grund: Der Krieg hat eine Liquiditätskrise ausgelöst. Fondsmanager mussten verkaufen, was noch einen Preis hatte, um anderswo Margin Calls zu bedienen. Gold war das Opfer seiner eigenen Liquidität — es wurde verkauft, weil es wertvoll war, nicht obwohl. Die physische Nachfrage der Zentralbanken, die BRICS-Käufe, die Schmucknachfrage aus Asien — alles intakt.

Silber: 36% Absturz und 23% Erholung

Silber trifft es noch brutaler: Von knapp 96 Dollar Anfang März auf 61 Dollar am 23. März — ein Absturz von 36 Prozent. Jetzt die Rally: Vom Tief bei 61 Dollar auf 75 Dollar, 14 Dollar Plus, 23 Prozent Erholung. Allein in der letzten Woche von 67 auf 75 — 10,5 Prozent in 5 Handelstagen. Aber Silber liegt immer noch 21 Dollar unter seinem März-Hoch.

Die große Frage: Am 6. April steht die Frist für Trumps Angriff auf das iranische Stromnetz. Kommt er, fliegen die Margin Calls erneut. Kommt er nicht und tritt tatsächlich Frieden ein, steigt Gold trotzdem — denn die Inflationswelle rollt erst noch an. Eurozone 2,7 Prozent im März, Tendenz steigend.

Kernfakten: Gold 4.748$ (+1,5%) | Crash von 5.400$ auf 4.100$ im März (-24%) | Silber 75$ nach Absturz auf 61$ (-36%) | Papiermarkt-Massaker, physische Nachfrage intakt | 6. April: Frist für Iran-Stromnetz-Angriff