Blicken wir nach Deutschland, wo der wirtschaftliche Verfall mittlerweile ein Tempo aufgenommen hat, das selbst die pessimistischsten Sesselpupser in Berlin nervös machen sollte. Das ifo-Geschäftsklima ist auf 86,4 Punkte abgestürzt, die Erwartungen liegen am Boden.
Die GfK-Konsumstimmung steht bei minus 24,7 — die Deutschen sparen so viel wie seit 2008 nicht mehr, und zwar aus purer Existenzangst. Und was fällt unseren Zahlenjongleuren als Antwort ein? Gerüchte über eine Mehrwertsteuererhöhung auf 21 oder 22 Prozent zur Haushaltskonsolidierung machen die Runde.
In einer tiefen Rezession will man den Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche ziehen, um ein System zu füttern, das längst den Kontakt zur Realität verloren hat. Das ist so, als würde man einem Verdurstenden in der Wüste noch das letzte bisschen Speichel wegnehmen wollen. Der DAX kämpft heute Morgen mit der 22.300er Marke, aber das ist nur noch hohles Window-Dressing.
