Die Lage am Ölmarkt ist derweil so angespannt, dass man die Elektrizität förmlich spüren kann. Brent Crude steht bei 112,57 Dollar, WTI kratzt an der Hunderter-Marke. Das Ultimatum von Trump an den Iran läuft am sechsten April ab — das ist nächsten Montag. Wir haben also noch genau eine Woche, bis die nächste Eskalationsstufe gezündet wird.
Der Iran hat mittlerweile eine Art "Yuan-Maut" in der Straße von Hormuz etabliert: Wer in Peking oder Moskau auf der Freundesliste steht, darf passieren, der Rest zahlt oder bleibt draußen. Diese tektonische Verschiebung der Weltmacht weg vom Petrodollar hin zu einer multipolaren Rohstoff-Welt passiert gerade in Echtzeit.
Die USA und ihre Verbündeten haben bereits hunderte Millionen Barrel aus den strategischen Reserven freigegeben, aber die Wirkung verpufft. Der Markt erwartet, dass Erdgas zum Jahresende hin deutlich teurer wird — getrieben durch steigende LNG-Exporte und die simple Tatsache, dass Gas als Öl-Substitut immer relevanter wird, je länger die Energiekrise andauert.
