Der Zirkus um die Iran-Deadlines geht in die nächste Runde. Donald Trump hat sein Ultimatum an Teheran am Donnerstagabend erneut verlängert — diesmal bis zum 6. April. Die Begründung: Man wolle der iranischen Regierung mehr Zeit geben, über das Friedensangebot nachzudenken. Doch der Ölmarkt hat das Vertrauen in diese Rhetorik längst verloren.

Statt einer Entspannung sahen wir eine massive Preisexplosion. Brent Crude schoss um fast sechs Prozent auf über 108 Dollar nach oben, WTI handelte bei 94,48 Dollar (+4,6%). Händler begreifen zunehmend, dass zwischen den offiziellen Friedens-Narrativen und der physischen Realität am Golf — verminte Wasserstraßen und zerstörte Infrastruktur — Welten liegen.

BlackRock warnt vor Jahrhundert-Energiekrise

Unterstützt wird diese Entwicklung durch düstere Warnungen großer Finanzhäuser. BlackRock erklärte öffentlich, dass die Aktienmärkte die Folgen des Iran-Konflikts massiv unterschätzen. Wir befinden uns laut den Analysten in einer Energiekrise, die schlimmer sein könnte als die Ölschocks der siebziger Jahre. Die Lieferketten sind seit Wochen unterbrochen, und ein Ende ist nicht in Sicht.

Während Trump Deadlines verschiebt, steigt der Druck auf die Weltwirtschaft. Die höheren Energiekosten wirken wie eine Steuer auf Produktion und Konsum. Solange die Straße von Hormuz de facto geschlossen bleibt, ist jedes Wort über Frieden ohne konkrete Öffnung der Wasserstraße lediglich Makulatur. Anleger sollten sich auf weiter steigende Volatilität im Energiesektor einstellen.

Energiedaten: Brent 108 $ (+5,7%) | WTI 94,50 $ | Deadline 06.04. | Hormuz-Blockade hält an