Mark Zuckerbergs Meta-Konzern setzt seinen massiven Investitionskurs im Bereich der künstlichen Intelligenz fort. Wie gestern bekannt wurde, verdreifacht der Konzern sein Investment in El Paso, Texas, von ursprünglich anderthalb auf nunmehr zehn Milliarden Dollar. Dort soll ein Rechenzentrum der Gigawatt-Klasse entstehen, das im Jahr 2028 ans Netz gehen wird.
Diese astronomische Summe für ein einzelnes Projekt unterstreicht den aktuellen Rüstungs-Wettlauf im Silicon Valley. Die gesamte Branche plant für das Jahr 2026 Investitionen von über 630 Milliarden Dollar allein für KI-Infrastruktur. Das entspricht mehr als den Staatshaushalten von Portugal, Griechenland und Irland zusammen.
Wo bleibt der Umsatz?
Doch hinter den Milliarden-Summen mehren sich kritische Stimmen. Die Meta-Aktie verlor gestern acht Prozent an Wert, was zum Teil auch auf die Unsicherheit der Anleger bezüglich der langfristigen Rentabilität solcher Projekte zurückzuführen ist. Die Frage, die sich derzeit niemand im Silicon Valley laut zu stellen traut, lautet: Welcher konkrete Umsatz soll die gewaltigen Kosten jemals rechtfertigen?
Neben den wirtschaftlichen Aspekten gerät Meta auch juristisch unter Druck. Ein US-Gericht befand den Konzern kürzlich für schuldig, zur Suchtentwicklung bei Minderjährigen beigetragen zu haben — ein Urteil, das eine Klagewelle auslösen könnte. Die Kombination aus gigantischen Ausgaben und rechtlichen Risiken macht die Meta-Aktie zu einem volatilen Investment, das derzeit siebzehn Prozent im Minus steht.
