Der Kryptomarkt steht am Freitag vor einer gewaltigen Zerreißprobe. Auf der Börse Deribit verfallen heute über vierzehn Milliarden Dollar an Bitcoin-Optionen sowie weitere 3,3 Milliarden Dollar an Ethereum-Optionen. Es ist der größte Quartalsverfall des Jahres, und die Auswirkungen sind bereits in den Kursen spürbar.

Der Bitcoin-Kurs rutschte in den letzten vierundzwanzig Stunden unter die Marke von 69.000 Dollar (-3,2%), während Ethereum sogar über vier Prozent verlor und bei 2.066 Dollar handelte. Auch Altcoins wie XRP und Polkadot konnten sich dem Abwärtssog nicht entziehen. Die Volatilität dürfte in den Stunden vor und nach dem Verfall ihren Höhepunkt erreichen.

"Max-Pain" und extreme Angst

Ein Blick auf die Daten zeigt das ganze Ausmaß der Nervosität: Der Fear-and-Greed-Index steht aktuell bei einem Wert von vierzehn, was "Extreme Angst" signalisiert. Der sogenannte "Max-Pain"-Punkt für Bitcoin liegt bei 75.000 Dollar — also deutlich oberhalb des aktuellen Niveaus. Market Maker müssen in solchen Phasen ihre Positionen massiv anpassen, was zu heftigen Kurssprüngen in beide Richtungen führen kann.

Neben dem Optionsverfall blickt die Branche gespannt auf die SEC, die heute über eine Vielzahl von Krypto-ETF-Anträgen entscheiden könnte. Die Kombination aus technischem Verfallstag und regulatorischen Nachrichten macht diesen Freitag zu einem der riskantesten Tage des Quartals. Langfristig orientierte Anleger nutzen solche Phasen oft zur Akkumulation, während kurzfristige Trader höchst vorsichtig agieren sollten.

Krypto-Check: 14 Mrd. $ BTC-Verfall | Max Pain 75.000 $ | Fear & Greed 14 (Extreme Angst)