Der von Donald Trump am Montag theatralisch verkündete fünfftägige Aufschub für Militärschläge gegen den Iran läuft in diesen Stunden ab. Doch statt einer Annäherung zeigt sich ein tiefer Graben. Teheran hat den 15-Punkte-Plan aus Washington als "maximalistisch" abgelehnt und stattdessen fünf eigene, knallharte Gegenforderungen gestellt.

Zu den iranischen Bedingungen gehören ein sofortiges Ende aller Kampfhandlungen, Kriegsreparationen und die Anerkennung der iranischen Souveränität über die Straße von Hormuz. Besonders letzterer Punkt gilt als völlig unannehmbar für den Westen, da er die Kontrolle über eine der wichtigsten Öl-Wasserstraßen der Welt bedeuten würde.

Unvereinbare Positionen

Auf der anderen Seite verlangt die US-Regierung die komplette Demontage iranischer Atomanlagen wie Natanz und Fordow sowie die Übergabe allen angereicherten Urans. Die Positionen sind so weit auseinander, dass Diplomaten kaum noch Hoffnung auf eine friedliche Lösung sehen. Während verhandelt wird, gehen die Kampfhandlungen im Libanon und im Irak unvermindert weiter.

In der Nacht zum Donnerstag feuerte der Iran zudem Salven ballistischer Raketen auf Zentralisrael ab, was als deutliche Antwort auf den "Druck aus Washington" gewertet wird. Die Eskalationsspirale dreht sich weiter, während Trumps Umfragewerte in den USA auf ein Rekordtief von 36 Prozent gefallen sind.

Truppenverlegungen laufen weiter

Ungeachtet der rhetorischen Friedensbemühungen verstärkt das Pentagon seine Präsenz am Golf. Weitere Einheiten der 82. Luftlandedivision sowie Marines und Kriegsschiffe sind im Anmarsch. Die Operation "Epic Fury" geht in ihren 27. Tag, und die wirtschaftlichen Folgen der Hormuz-Blockade fressen sich weltweit durch die Lieferketten.

Status: Epic Fury Tag 27 | 1.750+ Tote im Iran | Hormuz blockiert | Trump-Zustimmung 36%