Während die globale Aufmerksamkeit fast ausschließlich auf dem drohenden Krieg im Iran liegt, hat Russland in Osteuropa eine der gewaltigsten Luftoffensiven seit Beginn des Konflikts gestartet. Innerhalb von nur 24 Stunden wurden laut ukrainischen Angaben 948 Kamikaze-Drohnen und Hunderte von Gleitbomben auf Ziele im ganzen Land abgefeuert.

Besonders heftig sind die Kämpfe in der Region Donezk, speziell bei Lyman, wo russische Verbände mit massiver Panzerunterstützung und Infanterie anrollen. Zudem wird berichtet, dass russische Truppen im Oblast Sumy die Grenze überquert und die Ortschaft Bobyliwka eingenommen haben. Es scheint der Beginn der lang erwarteten Frühjahrsoffensive zu sein.

Der Schatten des Iran-Krieges

Die Dimensionen dieser Angriffe gehen im medialen Grundrauschen des Golf-Konflikts fast unter. Russland scheint die Situation zu nutzen, um militärische Fakten zu schaffen, während der Westen durch die Energiekrise und die Spannungen mit Teheran abgelenkt ist. Friedensverhandlungen, die ursprünglich in den Emiraten geplant waren, wurden aufgrund der Lage am Golf auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die UN-Generalversammlung verabschiedete zwar eine Resolution für eine sofortige Waffenruhe, doch diese hat auf dem Schlachtfeld keinerlei Wirkung. Die Weltwirtschaft wird nun von zwei großen Kriegen gleichzeitig in die Mange genommen, was die ohnehin schon hohe Inflation und die Unsicherheit an den Märkten weiter anheizt.

Abnutzung an allen Fronten

Trotz der gewaltigen russischen Ressourcen meldet die Ukraine weiterhin heftigen Widerstand. Doch die Materialschlacht zehrt an den Kräften beider Seiten. Der Frühling 2026 könnte als einer der blutigsten Zeiträume in die Geschichte dieses Jahrzehnts eingehen, während die internationale Diplomatie völlig gelähmt scheint.

Front-Update: 948 Drohnen | 255 Gleitbomben | Kämpfe bei Lyman & Sumy | UN-Resolution wirkungslos