Nach neun blutigen Tagen im Abverkauf melden sich die Edelmetalle kraftvoll zurück. Gold feierte am Mittwochmorgen ein Comeback und kletterte auf 4.549 Dollar die Feinunze (+1,7%). Silber legte sogar um fast drei Prozent auf 73,20 Dollar zu. Besonders bemerkenswert ist dieser Rebound angesichts der massiven Liquidierungswelle der letzten Woche.

Experten deuten diese Entwicklung als technisches Snap-Back, das zeigt, dass der physische Markt unter dem Papierpreis einen festen Boden gefunden hat. Viele Anleger, die durch Margin-Calls zur Schließung ihrer Positionen gezwungen waren, kommen nun zu günstigeren Kursen zurück in den Markt.

CME-Silberverfall am Donnerstag

Der Fokus richtet sich nun auf den großen Silber-Kontraktverfall an der CME am Donnerstag. Die registrierten Bestände bei der COMEX liegen bei mickrigen 107 Millionen Unzen, während offene Kontrakte über 760 Millionen Unzen existieren. Das entspricht einer Deckungsrate von nur 14 Prozent.

Sollten mehr als 16 Prozent der Kontrakthalter auf physischer Lieferung bestehen, hat die Börse ein massives Problem. Die CME hat die Sicherheitsleistungen (Margins) bereits zweimal drastisch erhöht, um Spekulanten aus dem Markt zu drängen, doch der physische Hunger scheint ungebrochen.

Blick auf die Charts

Die technische Analyse auf elliottwaver.live zeigt klare Retracement-Zonen auf. Ein dauerhaftes Halten der aktuellen Niveaus könnte den Weg für eine nachhaltige Trendwende ebnen, sofern der Energieschock und die geopolitischen Spannungen am Golf keine neuen Verkaufswellen auslösen.

Marktdaten: Gold 4.549$ | Silber 73,20$ | COMEX-Deckung 14% | CME Margin +30%