Am Samstagabend, 19:44 Uhr New Yorker Zeit, hat Donald Trump auf Truth Social das schwerste Ultimatum seiner bisherigen Amtszeit veröffentlicht: Der Iran hat 48 Stunden, um die Straße von Hormuz vollständig zu öffnen — andernfalls werde Washington sämtliche iranischen Kraftwerke „auslöschen“.

Die Antwort Teherans kam binnen Stunden und lässt keinen Spielraum für Interpretation: Sollte auch nur ein iranisches Kraftwerk angegriffen werden, werde Hormuz nicht nur blockiert, sondern „komplett und dauerhaft versiegelt“. Zusätzlich würden Energie- und Entsalzungsanlagen in der gesamten Golfregion — Saudi-Arabien, Emirate, Kuwait — unter Beschuss genommen.

Die Uhr tickt: Die 48-Stunden-Frist läuft am Dienstagabend ab. Was danach kommt, entscheidet möglicherweise über den Rest des Jahres an den globalen Märkten.

Raketen auf Diego Garcia — Reichweite bis europäische Hauptstädte

Am Freitag feuerte der Iran zwei Mittelstrecken-Raketen auf die gemeinsame US-UK-Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean ab — rund 4.000 Kilometer von Teheran entfernt. Eine Rakete versagte im Flug, die andere wurde von einem US-Abfangjäger zerstört. Kein Schaden an der Basis.

Der strategische Schock liegt nicht im Ergebnis, sondern in der Reichweite: Jahrelang behauptete der Iran, seine selbstauferlegte Raketengrenze liege bei 2.000 Kilometern. Diese Lüge ist explodiert. Israels Generalstabschef Eyal Zamir sagte am Samstag: „Berlin, Paris und Rom liegen in direkter Reichweite.“

Parallel dazu trafen iranische Raketen zwei israelische Städte nahe Dimona — 180 Verletzte. Die IAEA bestätigte, dass das nahegelegene Atomforschungszentrum nicht beschädigt wurde. Drei ballistische Raketen zielten auf Riad, sechs Drohnen flogen Richtung saudische Ostküste.

Marktreaktion: WTI über 100 Dollar

WTI Öl schoss am Montagmorgen über die 100-Dollar-Marke — zwischenzeitlich 99,67 Dollar, auf dem Weg Richtung dreistellig. Brent bei 106,41 auf der Eröffnung, Tendenz 114. UBS-Chefökonom Arend Kapteyn warnt: Dieser Energieschock treffe die Verbraucher härter als alles seit 2008.

Die asiatischen Märkte reagierten mit blanker Panik: Nikkei minus fünf Prozent, Kospi minus sechs Prozent mit Handelsaussetzung, Hongkong minus drei Prozent.

Marktdaten: WTI ~100 $ | Brent 106+ $ | Nikkei -5% | Kospi -6% | S&P-Futures -0,58%