Rheinland-Pfalz hat gewählt, und nach 35 Jahren SPD-Herrschaft ist Schluss. Die CDU gewinnt mit 31 Prozent, Gordon Schnieder wird neuer Ministerpräsident. Alexander Schweitzer muss räumen.

Die Ergebnisse im Überblick

CDU: 31,0% — stärkste Kraft nach 35 Jahren Opposition
SPD: 25,9% — historisches Tief in Rheinland-Pfalz
AfD: 19,5% — Verdoppelung, stärkstes Ergebnis in einem westdeutschen Bundesland
Grüne: ~8% — deutlich geschwächt
FDP: 2,1% — fliegt aus dem Landtag
Wahlbeteiligung: 68,5% — plus vier Punkte, die Leute rennen zu den Urnen

Was das bedeutet

FDP klinisch tot: Mit 2,1 Prozent nicht nur aus dem Landtag geflogen, sondern als politische Kraft endgültig marginalisiert — nicht nur in Mainz, sondern bundespolitisch.

AfD wächst im Westen: Die Partei wächst im Westen mittlerweile schneller als im Osten. Deindustrialisierung, Energiepreise und Kontrollverlust sind keine ostdeutschen Phänomene mehr.

Signal nach Berlin: Die Koalition hat acht Wochen nach Amtsantritt bereits die Hälfte ihres Vertrauens verbraucht. Merz hat 34 Punkte Zustimmung verloren. Jede Landtagswahl bestätigt den Abwärtstrend.

Benzin steht über 2,10 Euro, die Raffineriemargen haben sich seit Kriegsbeginn verdoppelt, und der ADAC rechnet mit weniger Osterausflügen als üblich — den Deutschen vergeht das Fahren.