Gold fällt den neunten Tag in Folge — 4.372 Dollar die Feinunze, nochmals über zwei Prozent tiefer. Seit dem Monatshoch bei 5.408 Dollar sind über tausend Dollar pro Unze verdampft. Dies ist der steilste Wochenrückgang seit 1983.

Silber wird ebenfalls geschlachtet: 65,61 Dollar, fast vier Prozent tiefer. Am Monatsanfang standen wir noch bei über 80 Dollar.

Papiermarkt vs. physische Realität

Das Paradox bleibt bestehen: Die Papierpreise brechen zusammen, während die physischen Läger auf kritischen Tiefstständen verharren. Die COMEX-Bestände sind alarmierend niedrig, physische Prämien bleiben hoch, Zentralbanken kaufen weiter — allen voran China und Indien.

An der Papierbörse werden gehebelte Positionen liquidiert, weil Margin-Anforderungen hochgeschraubt wurden. Der starke Dollar durch die hawkische Fed setzt Gold zusätzlich unter Druck.

Donnerstag: Silber-Kontraktverfall an der CME

Am 27. März laufen die Silberkontrakte an der CME aus. In einem Markt mit historischer Divergenz zwischen Papier- und physischem Preis könnte dieser Verfall zeigen, ob die Papierpreise noch in irgendeinem Verhältnis zur physischen Realität stehen.

Edelmetalle: Gold 4.372 $ (-2%) | Silber 65,61 $ (-4%) | Silber-CME-Verfall: 27. März