Tag acht des Iran-Krieges, und das Pentagon verkauft Erfolgsmeldungen: 60 Prozent der Raketenrampen zerstört, 80 Prozent der Luftabwehr ausgeschaltet. Doch die Gegenseite erzählt eine andere Geschichte. Iran hat über 500 ballistische Raketen und über 2.000 Drohnen auf militärische Ziele abgefeuert.
Die Schäden sind real: Das Hauptquartier der Fünften Flotte in Bahrain zeigt zerstörte Gebäude. Die AN/FPS-132-Frühwarnradaranlage auf Al-Udeid in Katar — ein 1,1-Milliarden-Dollar-System — getroffen. Eine THAAD-Radarkomponente in den Emiraten im Wert von 500 Millionen Dollar zerstört. Die amerikanische Botschaft in Riad — zwei Drohnentreffer, einer auf den CIA-Komplex. Drei F-15E-Kampfjets in Kuwait durch Friendly Fire vernichtet — 282 Millionen Dollar. Gesamtschaden laut Anadolu: 1,9 Milliarden Dollar.
Die Kosten-Asymmetrie macht diesen Krieg zum finanziellen Albtraum: Eine iranische Shahed-Drohne kostet 20.000 Dollar, ein THAAD-Abfangkörper 15 Millionen. Die USA haben in 72 Stunden 400 Tomahawk-Marschflugkörper verschossen — zehn Prozent des Gesamtbestands. Produktion: 90 bis 100 pro Jahr. Iran produziert über 100 Raketen im Monat.
Kein Kriegsziel ist erreicht: Das Nuklearprogramm ist intakt — die IAEA bestätigt, keine einzige Nuklearanlage wurde getroffen. Das Regime funktioniert weiter unter Mojtaba Khamenei. Die unterirdischen Anlagen in bis zu 500 Meter Tiefe haben die Bombardierung überstanden. Das Pentagon plant bereits für einen Krieg bis September — 50 Milliarden Dollar Notausgaben. Nur jeder vierte Amerikaner unterstützt diesen Krieg.
Und der Krieg begann auf einer Lüge: Einen Tag vor den ersten Bomben hatte Omans Außenminister einen diplomatischen Durchbruch verkündet. Iran hatte volle IAEA-Kontrolle akzeptiert. Senator Warner bestätigte: Es gab keine Geheimdiensterkenntnisse über einen bevorstehenden iranischen Angriff. Die zivilen Opfer: über 1.000 Tote, davon 190 Kinder, 6.000 Verletzte.
