Die Straße von Hormuz ist Irans wirksamste Waffe — und sie funktioniert. Ein paar gezielte Drohnenangriffe genügten, und die Versicherer zogen ihre Deckungen zurück. Ein versicherungsgetriebener Shutdown: elegant, billig, verheerend.
Der Tankerverkehr ist um 90 Prozent eingebrochen. 150 Schiffe treiben fest. Maersk, MSC, Hapag-Lloyd, CMA CGM — alle haben den Transit eingestellt. VLCC-Frachtraten auf Allzeithoch: 423.736 Dollar pro Tag, plus 94 Prozent.
QatarEnergy hat die gesamte LNG-Produktion eingestellt — 20 Prozent der globalen Flüssiggasversorgung, einfach vom Netz. Saudi-Arabiens Ras-Tanura-Raffinerie mit 550.000 Barrel pro Tag ist heruntergefahren. In Dubai wurden Wahrzeichen getroffen, ein AWS-Rechenzentrum beschädigt — das erste Mal, dass ein Cloud-Rechenzentrum in einem Krieg getroffen wurde.
WTI steht bei 79,55 Dollar, Brent bei 84,50 — 20 Prozent im Plus seit Kriegsbeginn. Europäisches Erdgas am TTF über 50 Euro, fast verdoppelt seit Februar. Putin droht, russisches Gas komplett abzustellen. Das europäische Gasimportverbot tritt am 18. März in Kraft. Deutschlands Gasspeicher bei 30 Prozent, dem niedrigsten saisonalen Stand seit der letzten Krise.
Hormuz zu, Katar offline, Russland abgedreht — drei Versorgungslinien gleichzeitig bedroht. Während die westliche Welt verblutet, kassiert Peking billiges russisches Pipeline-Öl und schaut zu.
