Am Mittwoch stoppte die CME um 12:15 Uhr Chicagoer Zeit den gesamten Metallhandel, als Silber die Marke von 91 Dollar durchbrach. Ein 90-minütiger Blackout folgte. In dieser Zeit wurden 31.828 Kontrakte — das entspricht 159 Millionen Unzen — im Dunkeln gehandelt. Als der Handel wieder aufgenommen wurde, stand Silber plötzlich 4 Dollar tiefer. Peter Schiff kommentierte trocken: Die COMEX spielt nicht mehr mit offenen Karten.
Der First Notice Day am Freitag offenbarte das wahre Ausmaß der Krise: 10.526 Kontrakte stehen zur Lieferung — das sind 52,63 Millionen Unzen, oder 61,1 Prozent des gesamten registrierten Bestands. Die Lieferungen von Januar und Februar zusammen: 74,38 Millionen Unzen, das entspricht 86,4 Prozent des registrierten Bestands — die höchste Zwei-Monats-Rate aller Zeiten.
Die Bestände sind auf 86 Millionen Unzen geschrumpft — ein Rückgang von 64 Prozent seit 2020. Die Leaseraten liegen bei 35 bis 39 Prozent, Silber befindet sich in Backwardation: Der Spotpreis liegt über dem Futurepreis — ein klares Zeichen, dass physisches Metall knapp ist und der Markt die sofortige Lieferung höher bewertet als zukünftige Versprechen.
Am Freitag schloss Silber bei 93,47 Dollar, ein Wochenplus von 5,86 Prozent. Die COMEX steht vor einem Glaubwürdigkeitsproblem, das mit Papierkontrakten nicht mehr zu lösen ist.
