Die dritte Genfer Verhandlungsrunde brachte keinen Durchbruch. Am militärischen Tisch einigte man sich „fast“ auf alles — doch das „fast“ ist das Entscheidende. Russland fordert den vollständigen Rückzug aus dem Donbas. Kiew will eingefrorene Frontlinien. Die USA schlugen eine freie Wirtschaftszone vor — beide Seiten lehnten ab. Drei Runden, drei Sackgassen.

Am Montag jährt sich der Kriegsbeginn zum vierten Mal. Von der Leyen und Costa besuchten Kiew, eine 35-Länder-Koalition wurde geschmiedet. Großbritannien und Frankreich signalisierten die Bereitschaft, Truppen zu stationieren. Die USA hingegen zogen sich aus der Finanzierung zurück.

Die Frage, die niemand stellt: Cui bono? Wem nützt ein endloser Krieg in Europa? Die europäische Rüstungsindustrie boomt, die USA verkaufen LNG und Waffen, die Ukraine verblutet, und Russland wird in eine langfristige Konfrontation gedrängt, die den Kontinent für Generationen spaltet. Europa steht allein — militärisch, finanziell und strategisch. Washington hat längst andere Prioritäten.