Die Woche begann mit 40.000 US-Soldaten im Persischen Golf — die größte Militärkonzentration seit dem Irak-Einmarsch 2003. Die USS Abraham Lincoln mittendrin, der Atlantic Council bezifferte die Wahrscheinlichkeit kinetischer Aktionen auf neunzig Prozent. Trump sagte drei Wörter: Ich erwäge das.

Am Dienstag attackierten Kanonenboote der Revolutionären Garden einen US-Tanker. Außenminister Rubio flog nach Tel Aviv. Am Donnerstag dann die dritte Verhandlungsrunde in Genf — Iran legte erstmals einen schriftlichen Vorschlag vor: Anreicherung reduzieren, aber auf iranischem Boden behalten. Die USA forderten null Anreicherung. Kein Deal, aber beide Seiten sprachen von Fortschritten. Am Freitag flogen technische Teams nach Wien, Omans Außenminister nach Washington.

Am Samstag, dem 28. Februar, haben die USA und Israel den Iran angegriffen. Die Diplomatie der Woche — weggefegt in einer einzigen Nacht. Was als Verhandlungsposition getarnt war, entpuppte sich als Ultimatum mit Verfallsdatum. Die Straße von Hormuz, durch die täglich ein Fünftel des weltweiten Öls fließt, wird zum Minenfeld. Die selbstgesetzte Frist Mitte März hat sich in Rauch aufgelöst.