Trading lernen. Richtig.
Ein bewährtes System. 13 Märkte. 24/7 Livestream. Tägliche Analysen. Und die ehrlichste Trading-Ausbildung, die du finden wirst.
Willkommen bei ElliottWaver.live
Dein Weg zum profitablen Trading – ehrlich, strukturiert und ohne leere Versprechen.
1.1 Willkommen & Übersicht
Wer ist Frank Schuh?
Mein Name ist Frank Schuh. Ich bin seit über 35 Jahren an den Börsen aktiv – und ich habe in dieser Zeit so ziemlich alles erlebt, was man an den Märkten erleben kann. Ich war Börsenmakler bei einem renommierten Börsenhaus in Düsseldorf, London und Dublin. Ich war Vorstandsvorsitzender eines innovativen Technologieunternehmens. Ich war Geschäftsführer und IT-Projektmanager für Banken und Versicherungen. Und seit über 20 Jahren bin ich leidenschaftlicher Elliott-Wellen-Analyst – mit einem Fokus, der sich über die Jahre immer weiter geschärft hat.
Was du hier findest, ist kein Marketing-Versprechen. Es ist das Ergebnis von Jahrzehnten an Erfahrung, tausenden Trades, und ja – auch von schmerzhaften Verlusten im sechsstelligen Bereich. Ich habe Geld verloren, bevor ich gelernt habe, wie man es richtig macht. Und genau deshalb kann ich dir heute zeigen, wie du die Fehler vermeidest, die ich gemacht habe.
„Wissen ist eine Holschuld. Die Verantwortung dafür, dass du erfolgreich bist, kannst du nicht delegieren – die liegt bei dir. Das Schlimmste sind die Dinge, die wir nicht tun."— Frank Schuh
Was macht ElliottWaver.live anders?
Das Internet ist voll von Trading-Gurus, die dir das Blaue vom Himmel versprechen. „1.000 € am Tag", „Finanzielle Freiheit in 3 Monaten", „Passives Einkommen im Schlaf". Das ist Quatsch. Und jeder, der dir das verspricht, lügt – oder hat keine Ahnung. ElliottWaver.live ist anders. Hier gibt es keine leeren Versprechen. Hier gibt es Bildung, Struktur und Ehrlichkeit. Ich sage dir, was funktioniert, was nicht funktioniert, und warum die meisten Trader scheitern.
Warnung
Trading ist kein Schnell-reich-Schema. 70–90 % aller privaten Trader verlieren Geld. Das ist eine Tatsache, keine Panikmache. Wenn du nicht bereit bist, 6–12 Monate zu investieren, bevor du konsistent profitabel wirst, dann ist Trading vielleicht nicht das Richtige für dich. Aber wenn du bereit bist, den Weg zu gehen – dann bist du hier genau richtig.
Was ich dir versprechen kann: Wenn du den Weg gehst, wenn du die Disziplin aufbringst, wenn du lernst und übst – dann kannst du konsistent profitabel werden. Das ist kein Traum. Das ist ein Handwerk. Wie Klavier spielen – nur dass du damit Geld verdienst.
Das System in 60 Sekunden
Das ElliottWaver-System basiert auf einer 4-Signale-Konfluenz: Vier unabhängige Signale müssen gleichzeitig in dieselbe Richtung zeigen, bevor ein Trade eingegangen wird. Kein einzelnes Signal reicht aus. Erst wenn alle vier zusammenkommen – Wellenzählung, TK-Cross, Supertrend-Pfeil und Heikin-Ashi durch die Wolke – entsteht ein valides Handelssignal.
Dazu kommen tägliche handgemachte Analysen für 13 Märkte und ein 24/7-Livestream mit automatischer Wellenzählung in Echtzeit. Die Analyse sagt dir, WOHIN der Markt gehen soll. Der Livestream zeigt dir, WANN das Signal kommt. Zusammen ergibt das: „Achtung – Fertig – Los!"
Dieses Kompendium
Dein kostenloser Leitfaden. Von den Grundlagen über Elliott-Wellen bis zur Trading-Psychologie. Alles, was du wissen musst – strukturiert und ehrlich.
Der 24/7 Livestream
Vollautomatische Wellenzählung für alle 13 Märkte in 4 Zeitebenen mit Echtzeit-Kauf- und Verkaufssignalen. Rund um die Uhr, 7 Tage die Woche.
Die tägliche Analyse
Handgemachte Elliott-Wellen-Analyse von Frank Schuh. Primäres und sekundäres Szenario, Kursziele, Make-or-Break-Linien und konkrete Tradingvorschläge.
Für wen ist das?
Anfänger
Du hast noch nie getradet? Perfekt. Dieses Kompendium führt dich Schritt für Schritt von Null zum funktionierenden System. Keine Vorkenntnisse nötig. Wir fangen ganz vorne an – bei der Frage „Was ist Trading überhaupt?"
Fortgeschrittene
Du tradest bereits, aber nicht profitabel? Dann fehlt dir wahrscheinlich ein System. Hier findest du eines, das funktioniert – mit klaren Regeln und objektiven Signalen. Kein Bauchgefühl, keine Hoffnung, nur Struktur.
Umsteiger
Du hast andere Methoden probiert und suchst etwas Besseres? Die Kombination aus Elliott-Wellen und technischen Indikatoren bietet dir einen einzigartigen Vorteil, den kein einzelner Indikator allein liefern kann.
Realistische Erwartungen
70–90 % aller privaten Trader verlieren Geld. Das ist eine Tatsache, keine Panikmache. Rechne mit 6–12 Monaten Lernzeit, bevor du konsistent profitabel wirst. Kapitalerhalt geht immer vor Gewinn. „Das Schlimmste, was man sagen kann: Es hätte sein können." – Lass es nicht so weit kommen. Nimm dir die Zeit, lerne das Handwerk.
Dein Weg durch das Kompendium
- Grundlagen – Was ist Trading, Broker, CFDs, Risikomanagement
- Das System – Die 4-Signale-Konfluenz, Livestream, Analyse, Verzahnung
- Elliott-Wellen – Die komplette Theorie von Impulswellen bis Fibonacci
- Indikatoren – Ichimoku, TK-Cross, Supertrend, Heikin-Ashi
- Trading-Praxis – Zeitebenen, erster Trade, Stop-Management, Testballon
- Märkte – Alle 13 Märkte im Detail mit Korrelationen
- Psychologie – Emotionen, FOMO, Disziplin, mentale Stärke
- Ressourcen – Glossar, Checklisten, Plattform-Setup, FAQ
Bereit?
Dann lass uns anfangen. Klicke auf „Weiter" und starte mit dem ersten Kapitel: Was ist Trading?
Grundlagen
Bevor wir in die Welt der Elliott-Wellen eintauchen, legen wir das Fundament. Hier lernst du die essenziellen Grundlagen, die jeder Trader beherrschen muss – egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener.
2.1 Was ist Trading?
2.1.1 Definition: Spekulation auf Preisbewegungen
Trading bedeutet Handeln. Genauer: Spekulieren auf Kursbewegungen. Du versuchst vorherzusagen, ob der Kurs eines Marktes steigt oder fällt – und setzt dein Geld darauf. Klingt simpel. Die Umsetzung ist es nicht. Denn zwischen der Idee und dem profitablen Trade liegen Analyse, Disziplin, Risikomanagement und eine Menge Erfahrung.
Wenn du einen Trade eröffnest, gehst du eine Position ein. Du sagst: „Ich glaube, der DAX steigt" – und kaufst. Oder: „Ich glaube, Gold fällt" – und verkaufst. Wenn du recht hast, verdienst du Geld. Wenn du falsch liegst, verlierst du Geld. So einfach ist das Prinzip. Und so schwer ist die Umsetzung.
2.1.2 Trading vs. Investieren
Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Trading und Investieren, und es ist wichtig, dass du diesen Unterschied verstehst:
| Merkmal | Investor | Trader |
|---|---|---|
| Zeithorizont | Jahre bis Jahrzehnte | Minuten bis Wochen |
| Fokus | Unternehmenswert, Dividenden | Kursbewegung |
| Richtung | Nur Long (steigende Kurse) | Long UND Short (steigende und fallende Kurse) |
| Analyse | Fundamentalanalyse | Technische Analyse (Elliott-Wellen, Indikatoren) |
| Haltedauer | Kaufen und Halten | Aktives Ein- und Aussteigen |
Ein Investor kauft Anteile an Unternehmen, glaubt an langfristiges Wachstum und hält seine Positionen über Jahre oder Jahrzehnte. Ein Trader interessiert sich nicht für das Unternehmen hinter dem Kurs. Ihn interessiert nur die Kursbewegung selbst. Und er kann sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse setzen – das ist ein entscheidender Vorteil.
2.1.3 Deine Gegner: Wer handelt an den Märkten?
Wenn du einen Trade machst, sitzt auf der anderen Seite nicht irgendein Hobby-Trader. Deine Gegner sind:
- Institutionelle Anleger – Hedgefonds, Investmentbanken, Pensionsfonds. Sie verwalten Milliarden und haben Teams aus Analysten, Algorithmen und Millisekunden-Handel.
- Market Maker – Sie stellen Kauf- und Verkaufskurse und verdienen am Spread. Sie haben einen strukturellen Vorteil.
- Retail Trader – Wir. Die privaten Anleger. Die Kleinen im Spiel.
Die Großen haben Teams, Algorithmen, Millisekunden-Handel. Sie sehen Dinge, die wir nicht sehen. Sie reagieren schneller, als wir klicken können. Das klingt entmutigend – aber es gibt eine gute Nachricht.
2.1.4 Mit den Großen schwimmen, nicht gegen sie
Du musst nicht gegen Hedgefonds „gewinnen". Du musst ihre Bewegungen erkennen und mitreiten. Das große Geld bewegt die Märkte – wir lesen die Spuren, die es hinterlässt. Die Elliott-Wellen-Theorie ist genau dafür gemacht: Sie zeigt uns, wo das große Geld einsteigt und aussteigt.
„Wir sammeln die Brotkrumen auf – und davon lässt sich verdammt gut leben."— Frank Schuh
Wenn ein Hedgefonds eine Milliarde in den Nasdaq investiert, bewegt das den Kurs. Diese Bewegung erzeugt eine Welle. Und diese Welle können wir lesen. Wir müssen nicht die Ersten sein – wir müssen nur erkennen, wann die Welle anfängt, und mitreiten. Das ist unser Vorteil: Wir sind klein, flexibel und schnell.
2.1.5 Realistische Erwartungen
Das Internet ist voll von Lamborghini-Screenshots und „1.000 € am Tag"-Versprechen. Das ist Quatsch für 99 % der Menschen. Trading ist ein Handwerk, ein Beruf, eine Kunst. Erwarte 6–12 Monate intensives Lernen und Üben, bevor du konsistent profitabel wirst.
Das ist okay. Denn wenn du es einmal kannst, kannst du es für immer. Wie Klavier spielen – nur dass du damit Geld verdienst. Niemand würde erwarten, nach einer Woche Klavierunterricht in der Carnegie Hall aufzutreten. Aber beim Trading glauben viele, nach ein paar YouTube-Videos den Markt schlagen zu können.
2.1.6 Warum 70–90 % der Trader scheitern
CFD-Broker sind gesetzlich verpflichtet, ihre Verlustquoten zu veröffentlichen. Bei IG Markets zum Beispiel verlieren 74 % der privaten Anleger Geld. Diese Verlierer sind nicht dumm – oft sind sie hochintelligent. Das Problem ist ein anderes: Sie behandeln Trading wie ein Casino.
Der typische Ablauf: Ein paar Gewinne führen zu Selbstüberschätzung. Größere Positionen folgen. Dann kommt der eine Verlust, der alles auslöscht. Zu viel Risiko, kein Plan, Emotionen steuern die Entscheidungen. Genau das werden wir in diesem Kompendium vermeiden.
2.1.7 Die Klavier-Analogie: Warum Geduld entscheidend ist
Stell dir vor, du willst Klavier spielen lernen. Du fängst mit einzelnen Tasten an, dann kommt „Fuchs, du hast die Gans gestohlen". Niemand gibt nach einer Woche Konzerte in der Carnegie Hall. Beim Trading glauben viele, nach ein paar YouTube-Videos den Markt schlagen zu können. Das ist genauso absurd.
Gib dir die Zeit. Lerne die Grundlagen. Übe auf dem Demokonto. Und dann – Schritt für Schritt – wirst du besser. Jeden Tag ein bisschen. Jeden Monat ein bisschen mehr. Und irgendwann wirst du Dinge sehen, die du heute noch nicht siehst.
2.1.8 Kapitalerhalt vor Gewinn
Die wichtigste Lektion, die du aus diesem Kompendium mitnehmen wirst: Dein Kapital zu erhalten ist wichtiger als Gewinn zu machen. Ohne Kapital kein Trading – Game Over.
Die Mathematik ist gnadenlos: Wenn du 50 % deines Kontos verlierst, brauchst du 100 % Gewinn, nur um wieder auf Null zu kommen. Verluste sind exponentiell schwerer aufzuholen. Deshalb ist Risikomanagement nicht optional – es ist die Grundlage von allem.
Merke dir das
„Kapitalerhalt geht immer vor Gewinn." – Schreib dir das auf. Kleb es an deinen Bildschirm. Vergiss es nie.
Du verstehst jetzt, was Trading ist. Als Nächstes: Wie wählst du den richtigen Broker?
2.2 Der Broker
2.2.1 Was ist ein Broker?
Ein Broker ist der Vermittler zwischen dir und dem Markt. Du kannst nicht direkt an der Börse handeln – du brauchst jemanden, der deine Orders ausführt. Das ist der Broker. Vergleich: Wie eine Hausbank für Überweisungen – du brauchst sie, um am System teilzunehmen.
Der Broker stellt auch die Handelsplattform (Software), über die du deine Trades platzierst. Du zahlst Geld auf dein Brokerkonto ein – das ist dein Handelskapital. Von diesem Konto werden Gewinne gutgeschrieben und Verluste abgezogen.
2.2.2 Kriterium 1: Regulierung & Sicherheit
Absolut wichtigstes Kriterium!
Finger weg von unregulierten Brokern! Keine Broker von Karibikinseln, keine dubiosen Offshore-Anbieter. Wenn dein Geld weg ist, ist es weg – und niemand hilft dir.
Für Deutschland relevant ist die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Ein BaFin-regulierter Broker unterliegt strengen Auflagen: Kundengelder werden getrennt vom Firmenvermögen verwahrt (Segregated Accounts), es gibt eine Einlagensicherung, und der Broker wird regelmäßig geprüft.
Weitere seriöse Regulierungsbehörden sind die FCA (Financial Conduct Authority, Großbritannien) und die CySEC (Cyprus Securities and Exchange Commission). Ein Broker, der von mindestens einer dieser Behörden reguliert wird, bietet dir ein hohes Maß an Sicherheit.
2.2.3 Kriterium 2: Automatische Steuerabführung
In Deutschland fällt auf Kapitalerträge die Abgeltungssteuer an (25 % + Soli + ggf. Kirchensteuer). Bei einem deutschen Broker (oder einem Broker mit deutscher Niederlassung) wird diese Steuer automatisch abgeführt. Das ist ein enormer Vorteil:
- Du musst dich nicht selbst um die Steuer kümmern
- Kein kompliziertes Ausfüllen der Steuererklärung
- Kein Risiko, etwas zu vergessen oder falsch zu machen
- Der Broker erstellt eine Jahresbescheinigung für dich
Bei ausländischen Brokern (z.B. aus Zypern) musst du die Steuer selbst berechnen und abführen. Das ist aufwendig und fehleranfällig. Für Anfänger ist ein Broker mit automatischer Steuerabführung die klare Empfehlung.
2.2.4 Kriterium 3: Kosten (Spread, Swaps, Gebühren)
Jeder Trade kostet dich Geld – auch wenn du gewinnst. Die wichtigsten Kostenfaktoren:
| Kostenart | Was ist das? | Typisch |
|---|---|---|
| Spread | Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs | DAX: 1–2 Punkte, Nasdaq: 1–2 Punkte |
| Swap / Finanzierungskosten | Übernacht-Gebühr für gehebelte Positionen | Variabel, täglich berechnet |
| Kommission | Feste Gebühr pro Trade (nicht bei allen Brokern) | 0 € bei den meisten CFD-Brokern |
| Inaktivitätsgebühr | Gebühr wenn du länger nicht handelst | Variiert, oft nach 12 Monaten |
Der Spread ist die wichtigste Kostenkomponente. Je enger der Spread, desto weniger zahlst du pro Trade. Ein Spread von 1 Punkt beim DAX bedeutet: Sobald du einen Trade eröffnest, bist du sofort 1 Punkt im Minus. Diesen Punkt musst du erst „aufholen", bevor du im Gewinn bist.
2.2.5 Kriterium 4: Plattform & Service
Die Handelsplattform ist dein Werkzeug. Sie muss zuverlässig, schnell und intuitiv sein. Wichtige Merkmale:
- Stabilität: Die Plattform darf nicht abstürzen, besonders nicht in volatilen Marktphasen
- Geschwindigkeit: Orders müssen sofort ausgeführt werden (keine Requotes)
- Charts: Gute Charting-Tools mit allen wichtigen Indikatoren
- Mobile App: Für unterwegs, um Positionen zu überwachen
- Kundenservice: Erreichbar, kompetent, auf Deutsch
2.2.6 Warum ich IG Markets nutze
Wichtiger Hinweis
Ich habe keine Affiliate-Partnerschaft mit IG Markets. Ich bekomme kein Geld dafür, dass ich sie empfehle. Das ist eine reine Erfahrungsempfehlung nach über 20 Jahren Trading.
Warum IG Markets? Weil sie alle vier Kriterien erfüllen:
- Regulierung: BaFin-reguliert, Niederlassung in Deutschland (Düsseldorf)
- Steuern: Automatische Abführung der Abgeltungssteuer
- Kosten: Enge Spreads, keine Kommission auf CFDs
- Plattform: Stabil, schnell, gute Charts, exzellenter Service
IG Markets ist einer der ältesten und größten CFD-Broker der Welt, gegründet 1974 in London. Sie sind an der Londoner Börse gelistet und verwalten Milliarden an Kundengeldern. Das gibt mir Sicherheit – und dir sollte es das auch geben.
2.2.7 Was ist ein Market Maker?
IG Markets ist ein sogenannter Market Maker. Das bedeutet: Sie stellen eigene Kauf- und Verkaufskurse. Du handelst nicht direkt an der Börse, sondern mit dem Broker als Gegenpartei. Das klingt erstmal beunruhigend – „Handelt der Broker gegen mich?"
Die kurze Antwort: Nein. Seriöse Market Maker verdienen am Spread, nicht an deinen Verlusten. Sie hedgen (sichern) ihre Positionen am echten Markt ab. Es ist in ihrem Interesse, dass du lange handelst – denn je mehr du handelst, desto mehr Spread verdienen sie.
2.2.8 Hedging: Warum seriöse Broker nicht gegen dich arbeiten
Wenn du bei IG Markets einen Long-Trade auf den DAX eröffnest, geht IG Markets nicht automatisch Short gegen dich. Stattdessen passiert Folgendes: Deine Position wird mit den Positionen anderer Kunden verrechnet (Netting). Wenn ein Kunde Long geht und ein anderer Short, heben sich die Positionen auf. Das Restrisiko wird am echten Markt abgesichert (Hedging).
Der Broker verdient am Spread – egal ob du gewinnst oder verlierst. Deshalb ist ein regulierter Market Maker kein Feind, sondern ein Dienstleister.
2.2.9 Kursdifferenzen: Future vs. Kassa
Du wirst feststellen, dass die Kurse bei deinem Broker manchmal von den Kursen im Livestream oder auf anderen Plattformen abweichen. Das liegt an der Unterscheidung zwischen Future und Kassa (Spot):
| Typ | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Kassa (Spot) | Der aktuelle Marktpreis, sofortige Abrechnung | DAX bei 21.500 |
| Future | Preis für Lieferung in der Zukunft, enthält Finanzierungskosten | DAX-Future bei 21.520 |
Die Differenz zwischen Future und Kassa nennt man Basis. Sie ist normal und kein Zeichen von Manipulation. Im Livestream siehst du möglicherweise Future-Kurse, während dein Broker Kassa-Kurse anzeigt. Die Wellenzählung und die Signale sind trotzdem identisch – nur die absoluten Zahlen unterscheiden sich leicht.
2.2.10 Andere Broker im Vergleich
Es gibt natürlich auch andere gute Broker. Hier ein kurzer Überblick:
| Broker | Regulierung | Steuer automatisch? | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| IG Markets | BaFin, FCA | Ja | Empfehlung von Frank Schuh |
| CMC Markets | BaFin, FCA | Ja | Gute Plattform, enge Spreads |
| Plus500 | FCA, CySEC | Nein | Einfache Plattform, wenig Tools |
| eToro | CySEC, FCA | Nein | Social Trading, eher für Investoren |
Letztlich ist die Broker-Wahl eine persönliche Entscheidung. Aber achte immer auf die vier Kriterien: Regulierung, Steuern, Kosten, Plattform. Und wenn du unsicher bist: IG Markets ist eine solide Wahl, die sich über Jahrzehnte bewährt hat.
2.3 Handelsinstrumente: Warum wir CFDs nutzen
2.3.1 Die verschiedenen Instrumente
An den Finanzmärkten stehen dir zahlreiche Instrumente zur Verfügung, um an Kursbewegungen zu partizipieren. Jedes hat eine eigene Mechanik, eigene Risiken und eigene Kapitalanforderungen. Bevor wir erklären, warum CFDs für unser System ideal sind, schauen wir uns jedes Instrument im Detail an – damit du verstehst, was es tut, wo seine Grenzen liegen und warum wir uns bewusst dagegen entschieden haben.
Aktien am Kassamarkt
Wenn du eine Aktie kaufst, erwirbst du einen echten Anteil an einem Unternehmen. Du handelst am Kassamarkt (auch Spotmarkt genannt) – das bedeutet: Du bezahlst den vollen Kaufpreis sofort, und die Aktie wird dir in dein Depot eingebucht. Du besitzt sie wirklich. Das klingt erstmal gut, hat für unser Trading aber entscheidende Nachteile.
Der größte: Du kannst am Kassamarkt nur Long handeln. Du kaufst eine Aktie, weil du glaubst, dass sie steigt – und wenn sie fällt, verlierst du Geld. Du kannst nicht einfach auf fallende Kurse setzen. Um Short zu gehen, müsstest du die Aktie leihen (sogenannter Leerverkauf), was für Privatanleger extrem aufwendig, teuer und bei vielen Brokern gar nicht möglich ist. Für unser Elliott-Wellen-System, das auf steigende und fallende Wellen setzt, ist das ein Ausschlusskriterium.
Hinzu kommt die Kapitalintensität: Wenn du 100 Siemens-Aktien zu 180 € kaufen willst, brauchst du 18.000 € – ohne Hebel, ohne Sicherheitsnetz. Für Diversifikation über mehrere Märkte bräuchtest du ein sechsstelliges Depot. Und schließlich: Aktien am Kassamarkt eignen sich für langfristiges Investieren (Buy & Hold), nicht für aktives, kurzfristiges Trading.
Futures (Terminkontrakte)
Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die an einer regulierten Börse gehandelt werden. Du verpflichtest dich, einen Basiswert (z.B. den DAX, Gold oder Öl) zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Futures erlauben sowohl Long als auch Short – und sie sind das Instrument der Profis.
Das Problem: Die Kapitalanforderungen sind enorm. Ein einziger DAX-Future hat einen Kontraktwert von 25 € pro Punkt. Bei einem DAX-Stand von 21.500 sind das 537.500 € Kontraktwert. Selbst die Margin (Sicherheitsleistung) beträgt mehrere Tausend Euro pro Kontrakt. Ein Mini-DAX-Future kostet 5 € pro Punkt – immer noch 107.500 € Kontraktwert. Für Privatanleger mit einem Konto von 5.000–20.000 € ist das schlichtweg unrealistisch.
Zudem haben Futures ein Verfallsdatum. Am Verfallstag muss der Kontrakt entweder geschlossen oder in den nächsten Monat „gerollt" werden – das verursacht zusätzliche Kosten und Aufwand. Für die institutionellen Händler mit Millionenbudgets sind Futures das Standardwerkzeug. Für uns nicht.
Optionen
Eine Option gibt dir das Recht – aber nicht die Pflicht – einen Basiswert zu einem bestimmten Preis (Strike) zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Optionen sind ein faszinierendes Instrument, aber sie bilden ein eigenständiges Universum mit eigener Sprache, eigenen Strategien und eigener Mathematik.
Der kritische Punkt für uns: Optionen haben einen Zeitwertverlust (Theta). Jeden Tag, den eine Option ihrem Verfallsdatum näher rückt, verliert sie an Wert – selbst wenn sich der Basiswert nicht bewegt. Du kannst die Richtung perfekt vorhersagen und trotzdem Geld verlieren, weil die Option zu langsam in die richtige Richtung läuft. Zusätzlich beeinflussen Faktoren wie die implizite Volatilität (Vega), der Abstand zum Strike (Delta/Gamma) und die Zinsen (Rho) den Preis. Das bedeutet: Du musst nicht nur die Richtung richtig einschätzen, sondern auch die Geschwindigkeit der Bewegung, das Timing und das Volatilitätsumfeld.
Optionen sind ein mächtiges Werkzeug für erfahrene Trader, die Optionsstrategien (Straddles, Strangles, Iron Condors, Butterflies) beherrschen. Für unser System, das auf klare Elliott-Wellen-Signale und direkte Kursbewegung setzt, sind sie unnötig komplex. Ein CFD bildet die Kursbewegung 1:1 ab – ohne Zeitwertverlust, ohne griechische Buchstaben.
Optionsscheine (Warrants)
Optionsscheine werden oft mit Optionen verwechselt, sind aber etwas völlig anderes. Während Optionen an einer Börse standardisiert gehandelt werden, sind Optionsscheine Bankprodukte: Eine Bank emittiert den Optionsschein, stellt den Preis und ist gleichzeitig dein Handelspartner. Du handelst nicht an einem freien Markt – du handelst mit der Bank.
Das Hauptproblem: Das Emittentenrisiko. Geht die Bank pleite (denk an Lehman Brothers 2008), ist dein Optionsschein wertlos – egal wie gut deine Analyse war. Dazu kommen die gleichen Nachteile wie bei Optionen: Zeitwertverlust, komplexe Preisbildung, abhängig von Volatilität und Restlaufzeit. Zusätzlich verdient die Bank an einem Spread, der oft deutlich höher ist als bei börsengehandelten Produkten. Die Preisstellung ist intransparent – die Bank bestimmt den Kurs, und du hast wenig Möglichkeiten, das zu kontrollieren.
Zertifikate (Knock-Out, Turbo, Faktor)
Zertifikate sind ebenfalls Bankprodukte – Schuldverschreibungen der emittierenden Bank, die die Wertentwicklung eines Basiswerts abbilden. Es gibt verschiedene Varianten, und jede hat ihre Tücken:
| Zertifikat-Typ | Mechanik | Risiko |
|---|---|---|
| Knock-Out-Zertifikate | Hebelprodukt mit K.O.-Schwelle. Wird die Schwelle berührt, verfällt das Zertifikat sofort wertlos. | Totalverlust bei Berührung der Schwelle – auch bei kurzen Intraday-Spikes |
| Turbo-Zertifikate | Ähnlich wie Knock-Outs, aber mit Restwertzahlung bei einigen Varianten | Hoher Hebel = hohes Risiko, Bank stellt Preis |
| Faktor-Zertifikate | Fester täglicher Hebel (z.B. 5×). Berechnung wird täglich zurückgesetzt. | Pfadabhängigkeit: In Seitwärtsphasen verlierst du garantiert Geld, selbst wenn der Basiswert am Ende unverändert ist |
| Discount-Zertifikate | Kaufst günstiger als den Basiswert, aber mit gedeckeltem Gewinn (Cap) | Begrenztes Gewinnpotenzial, volles Verlustrisiko |
| Bonus-Zertifikate | Bonuszahlung, solange eine Barriere nicht berührt wird | Bei Barriereverletzung: Bonus weg, voller Verlust |
Das grundsätzliche Problem bei Zertifikaten: Die Bank verdient immer. Sie verdient am Spread, an den eingepreisten Finanzierungskosten, am Aufgeld (Premium) und an der intransparenten Preisstellung. Du trägst zusätzlich ein Emittentenrisiko – das Zertifikat ist eine Schuldverschreibung der Bank, keine Einlage. Bei einer Bankinsolvenz ist dein Geld weg.
Besonders tückisch sind Faktor-Zertifikate mit ihrer Pfadabhängigkeit: Wenn der DAX an Tag 1 um 5 % steigt und an Tag 2 um 5 % fällt, steht er bei 99,75 % (also fast unverändert). Ein 5×-Faktor-Zertifikat steht dann aber bei 93,75 % – du hast über 6 % verloren, obwohl der Markt quasi auf der Stelle getreten hat. Über Wochen und Monate in einer Seitwärtsphase schmelzen Faktor-Zertifikate dahin wie Eis in der Sonne.
ETFs (Exchange Traded Funds)
ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die einen Index (z.B. den DAX oder S&P 500) passiv nachbilden. Sie sind ein hervorragendes Instrument für langfristige Investoren, die breit diversifiziert und kostengünstig anlegen wollen. Für Buy & Hold, Sparplanstrategien und Altersvorsorge sind ETFs kaum zu schlagen.
Für aktives Trading sind sie allerdings nicht geeignet: Kein Hebel (oder nur minimaler bei Leveraged ETFs, die wieder pfadabhängig sind), nur Long am Kassamarkt handelbar (Short-ETFs bilden die inverse Entwicklung ab, haben aber den gleichen Pfadabhängigkeits-Nachteil wie Faktor-Zertifikate), und die Positionsgröße lässt sich nicht feingranular an das Risikomanagement anpassen. ETFs gehören in ein anderes Regal – das der langfristigen Geldanlage, nicht des aktiven Tradings.
Warum also CFDs?
Wenn du die Vergleichstabelle anschaust, wird das Bild glasklar: Kein anderes Instrument vereint alle Eigenschaften, die wir für unser Elliott-Wellen-Trading brauchen. Aktien können kein Short. Futures erfordern Kapital, das die meisten Privatanleger nicht haben. Optionen und Warrants haben Zeitwertverlust und eine Komplexität, die vom eigentlichen Trading ablenkt. Zertifikate sind Bankprodukte mit Emittentenrisiko und intransparenter Preisbildung.
CFDs hingegen bilden den Basiswert 1:1 ab: Steigt der DAX 100 Punkte, steigt dein DAX-CFD 100 Punkte – ohne Zeitwertverlust, ohne griechische Buchstaben, ohne Pfadabhängigkeit. Du kannst mit einem Klick Long oder Short gehen. Du brauchst nur einen Bruchteil des Kontraktwerts als Margin. Und du kannst die Positionsgröße exakt an dein Risikomanagement anpassen – 0,5 Kontrakte, 1,3 Kontrakte, was immer die Berechnung ergibt.
Das Fazit in einem Satz
Für aktives, kurzfristiges Trading mit kleinem bis mittlerem Kapital, bei dem wir auf steigende UND fallende Kurse setzen und das Risiko exakt kontrollieren wollen, gibt es kein besseres Instrument als CFDs.
2.3.2 Was ist ein CFD?
CFD steht für Contract for Difference – auf Deutsch: Differenzkontrakt. Es ist ein Vertrag zwischen dir und deinem Broker. Du spekulierst auf die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Ausstieg, ohne den Basiswert tatsächlich zu besitzen.
Wenn du einen DAX-CFD kaufst, besitzt du keine DAX-Aktien. Du hast einen Vertrag mit deinem Broker, der besagt: „Wenn der DAX steigt, bekomme ich die Differenz. Wenn er fällt, zahle ich die Differenz." Das ist alles. Einfach, direkt, transparent.
2.3.3 Warum CFDs für unser System ideal sind
CFDs haben vier entscheidende Vorteile für unser Trading-System:
1. Long UND Short
Du kannst auf steigende und fallende Kurse setzen. Wenn die Elliott-Wellen-Analyse einen Abwärtsimpuls zeigt, kannst du davon profitieren – nicht nur bei steigenden Märkten.
2. Wenig Kapital nötig
Durch den Hebel brauchst du nur einen Bruchteil des Kontraktwerts als Sicherheit (Margin). Mit 1.000 € kannst du bereits sinnvoll handeln.
3. Flexible Positionsgrößen
Du kannst die Positionsgröße exakt an dein Risikomanagement anpassen. 0,5 Kontrakte, 1,3 Kontrakte, 2,7 Kontrakte – alles möglich.
4. Direkte Korrelation
Der CFD bildet den Basiswert 1:1 ab. Wenn der DAX 100 Punkte steigt, steigt dein DAX-CFD exakt 100 Punkte. Keine Zeitwertverfall, keine komplexen Berechnungen.
2.3.4 Long und Short erklärt
Long gehen bedeutet: Du kaufst, weil du steigende Kurse erwartest. Wenn der Kurs steigt, machst du Gewinn. Wenn er fällt, machst du Verlust.
Short gehen bedeutet: Du verkaufst, weil du fallende Kurse erwartest. Wenn der Kurs fällt, machst du Gewinn. Wenn er steigt, machst du Verlust.
Das Besondere an CFDs: Short gehen ist genauso einfach wie Long gehen. Du klickst auf „Verkaufen" statt auf „Kaufen". Das war's. Kein Leihen von Aktien, keine komplizierten Konstruktionen. Einfach verkaufen – und wenn der Kurs fällt, verdienst du Geld.
2.3.5 Was bedeutet „1 Kontrakt"?
Ein Kontrakt ist die Handelseinheit bei CFDs. Was ein Kontrakt wert ist, hängt vom Markt ab:
| Markt | 1 Kontrakt = | 1 Punkt Bewegung = |
|---|---|---|
| DAX | 1 € pro Punkt | 1 € |
| Nasdaq | 1 € pro Punkt | 1 € |
| S&P 500 | 1 € pro Punkt | 1 € |
| Gold | 1 € pro Punkt (0,1 Lot) | 1 € |
| EUR/USD | Variiert je nach Lotgröße | Ca. 1 € bei Mini-Lot |
| Bitcoin | 1 € pro Punkt | 1 € |
Die genauen Werte können je nach Broker variieren. Bei IG Markets ist die Standardeinheit für die meisten Märkte 1 € pro Punkt pro Kontrakt. Das macht die Berechnung einfach.
2.3.6 Margin: Die Sicherheitsleistung
Wenn du einen CFD-Trade eröffnest, musst du nicht den vollen Kontraktwert hinterlegen. Du zahlst nur eine Sicherheitsleistung – die sogenannte Margin. Der Rest wird vom Broker „geliehen" (Hebel).
Beispiel: Der DAX steht bei 21.500 Punkten. Ein Kontrakt hat einen Wert von 21.500 €. Bei einem Hebel von 1:20 brauchst du nur 1/20 als Margin = 1.075 €. Mit 1.075 € kontrollierst du also 21.500 € Marktwert.
2.3.7 Spread: Die versteckte Gebühr
Der Spread ist die Differenz zwischen dem Kaufkurs (Ask) und dem Verkaufskurs (Bid). Wenn der DAX bei 21.500/21.501 steht, ist der Spread 1 Punkt. Das bedeutet: Sobald du einen Trade eröffnest, bist du sofort 1 Punkt im Minus. Diesen Punkt musst du erst „aufholen", bevor du im Gewinn bist.
Der Spread ist die Haupteinnahmequelle deines Brokers. Je enger der Spread, desto besser für dich. Bei IG Markets liegt der DAX-Spread typischerweise bei 1–2 Punkten, der Nasdaq bei 1–2 Punkten.
2.3.8 Der Hebel: Segen und Fluch
Das Herzstück von CFDs – und das, was die meisten ruiniert!
Der Hebel ist der Grund, warum CFDs so attraktiv sind – und gleichzeitig der Grund, warum so viele Trader ihr Konto sprengen. Verstehe den Hebel, bevor du einen einzigen Trade machst!
So funktioniert der Hebel:
- DAX steht bei 18.500 Punkten
- Ohne Hebel bräuchtest du 18.500 € für einen Kontrakt
- Mit Hebel 1:20 brauchst du nur 1/20 = 925 € (= Margin)
- Mit 925 € kontrollierst du 18.500 € Kontraktwert
Die Vergrößerung:
- DAX steigt 1 % (185 Punkte) → 185 € Gewinn → Bezogen auf 925 € Einsatz = 20 % Gewinn!
Die Kehrseite:
- DAX fällt 1 % → 185 € Verlust = 20 % Verlust
- DAX fällt 5 % → 925 € Verlust = 100 % Verlust = Margin weg
Der Hebel vergrößert ALLES – Gewinne UND Verluste. Deshalb ist Risikomanagement so unglaublich wichtig. Der Hebel an sich ist nicht böse – er ist ein Werkzeug. Aber wie jedes Werkzeug kann er in den falschen Händen enormen Schaden anrichten.
2.3.9 Praktisches Beispiel: Ein CFD-Trade
📐 Dieses Beispiel im Trade-Kalkulator nachrechnen
2.3.10 Zusammenfassung: Warum CFDs für uns?
| Instrument | Für uns geeignet? | Begründung |
|---|---|---|
| Aktien (Kassa) | Nein | Viel Kapital, nur Long möglich |
| Futures | Nein | Zu hohe Kapitalanforderungen |
| Optionen | Nein | Zu komplex, eigenes Universum |
| Zertifikate | Nein | Bank verdient immer |
| CFDs | Ja! | Wenig Kapital, Long/Short, flexible Größen, direkte Korrelation |
2.4 Risikomanagement
2.4.1 Warum Risikomanagement ALLES entscheidet
Die wichtigste Lektion im Trading. Nicht die Analyse entscheidet über Erfolg. Nicht das Timing entscheidet über Erfolg. Disziplin und Risikomanagement entscheiden.
Die gleiche Analyse, der gleiche Livestream, der gleiche Markt – und trotzdem gewinnt der eine Trader und der andere verliert. Warum? Weil der eine sein Risiko kontrolliert und der andere nicht.
„Der Unterschied sitzt vor dem Bildschirm."— Frank Schuh
2.4.2 Die Mathematik des Verlustes
Verluste sind exponentiell schwerer aufzuholen. Das ist keine Meinung – das ist Mathematik:
| Verlust | Benötigter Gewinn zum Zurückkommen |
|---|---|
| 10 % | 11 % |
| 20 % | 25 % |
| 30 % | 43 % |
| 40 % | 67 % |
| 50 % | 100 % |
| 60 % | 150 % |
| 70 % | 233 % |
| 80 % | 400 % |
| 90 % | 900 % |
Bei 50 % Verlust brauchst du 100 % Gewinn – doppelt so schwer! Bei 90 % Verlust brauchst du 900 % – praktisch unmöglich. Deshalb: Große Verluste um jeden Preis vermeiden.
2.4.3 Die 1-%-Regel
Das ist die goldene Regel. Kein Wenn und Aber. Hier sind Beispiele:
| Kontogröße | Max. Risiko pro Trade (1 %) |
|---|---|
| 5.000 € | 50 € |
| 10.000 € | 100 € |
| 25.000 € | 250 € |
| 50.000 € | 500 € |
Warum 1 %? Weil du damit viele Verluste verkraften kannst. Selbst bei 10 Verlusten in Folge (was extrem unwahrscheinlich ist) hast du nur 10 % verloren – und das ist aufholbar. Du bleibst im Spiel. Und der emotionale Vorteil: Kleine Verluste schmerzen weniger. Du bleibst rational.
2.4.4 Die Positionsgrößen-Formel
Wobei: Risiko in € = 1 % vom Konto und Stop-Loss-Abstand = Differenz zwischen Einstieg und Stop.
2.4.5 Praktische Berechnung Schritt für Schritt
Beispiel 1: DAX mit normalem Stop
Beispiel 2: Nasdaq mit engerem Stop
Beispiel 3: Bitcoin mit weiterem Stop
Siehst du das Prinzip? Je weiter der Stop, desto kleiner die Position. Je enger der Stop, desto größer die Position. Das Risiko bleibt immer gleich: 100 € (= 1 %). 📐 Selbst nachrechnen im Trade-Kalkulator
2.4.6 „Bei welchem Betrag kriege ich kalte Füße?"
Franks persönlicher Ansatz zusätzlich zur 1-%-Regel: Frag dich ehrlich – bei welchem Verlustbetrag werde ich emotional? Bei 100 €? Bei 200 €? Bei 500 €? Dieser Betrag ist dein persönlicher Schmerzpunkt – und er ist mindestens genauso wichtig wie die prozentuale Regel.
In der Praxis sieht das so aus: Du hast das CRV berechnet, den Stop gesetzt und die Positionsgröße bestimmt. Im Orderticket siehst du jetzt den möglichen Verlustbetrag in Euro. Wenn dieser Betrag dich nervös macht oder dazu verleiten könnte, während des Trades emotional einzugreifen, dann ist die Position zu groß. Reduziere sie so lange, bis du dich wohl fühlst. Ein ruhiger Trader trifft bessere Entscheidungen – und genau darum geht es.
Handle nie so groß, dass ein Verlust dich aus der Bahn wirft. Wenn du nicht ruhig schlafen kannst → Position zu groß! Die 1-%-Regel ist die mathematische Grenze. Dein persönliches Empfinden kann eine noch engere Grenze setzen – und das ist völlig in Ordnung. Ein Vorteil unseres Systems: Bei hohen CRVs (10:1, 15:1 oder sogar 20:1) brauchst du keine große Position, um attraktive Gewinne zu erzielen. Qualität schlägt Quantität – immer.
2.4.7 Korreliertes Risiko: Mehrere Trades gleichzeitig
Was, wenn du 3 Trades offen hast? DAX Long, Nasdaq Long, S&P Long. Alle Indizes sind korreliert! Wenn einer fällt, fallen oft alle. Dein Risiko addiert sich: 3 × 1 % = 3 % Risiko! Und wenn du dazu noch Gold Short hast (das oft gegenläufig zu Aktien läuft), ist das Bild komplett anders – hier heben sich die Risiken teilweise auf.
Lösung: Bei korrelierten Märkten das Einzel-Risiko reduzieren. Statt 1 % pro Trade nur 0,5 % – dann bist du bei 3 Trades bei 1,5 % Gesamtrisiko. In unserem System mit 13 Märkten ist es wichtig, die Korrelationen zu kennen: Die vier US-Indizes (Nasdaq, S&P 500, Dow, DAX) bewegen sich oft synchron. Wer alle vier gleichzeitig long tradet, hat faktisch nur eine Position – mit vierfachem Risiko. Verteile dein Risiko stattdessen über unkorrelierte Märkte (z.B. ein Index + Gold + ein Forex-Paar).
2.4.8 Maximales Portfolio-Risiko
Empfehlung: Nie mehr als 3–5 % Gesamtrisiko gleichzeitig. Bei 5 offenen Trades mit je 1 % = 5 % Gesamtrisiko. Wenn alle gegen dich laufen: 5 % Verlust – verkraftbar. Regel: Lieber weniger Trades mit korrekter Größe als viele mit zu viel Risiko.
2.4.9 Drawdown-Management: Wann machst du Pause?
Drawdown = Rückgang vom Höchststand deines Kontos. Wenn dein Konto von 10.000 € auf 9.000 € fällt, hast du einen Drawdown von 10 %.
- 10 % Drawdown: Nachdenken. Was läuft falsch?
- 20 % Drawdown: Pause machen! Zurück zum Demokonto, System überprüfen.
- Niemals versuchen, Verluste mit größeren Positionen aufzuholen!
2.4.10 Franks Regeln: Was ich NIEMALS tue
- Niemals mehr als 1 % pro Trade riskieren
- Niemals einen Stop-Loss verschieben, um mehr Platz zu geben
- Niemals eine Position vergrößern, die gegen mich läuft („Nachkaufen im Verlust")
- Niemals ohne Stop-Loss handeln
- Niemals Geld einsetzen, das ich zum Leben brauche
- Niemals nach einem Verlust sofort den nächsten Trade „zur Revanche"
- Niemals übermüdet oder emotional aufgeladen handeln
Merke
Diese 7 Regeln sind nicht verhandelbar. Sie sind der Unterschied zwischen einem Trader, der langfristig überlebt, und einem, der sein Konto sprengt. Lerne sie auswendig.
Das System
Das Herzstück von ElliottWaver.live – und das, was diesen Service einzigartig macht: ein in sich geschlossenes Trading-System, bei dem jedes Element auf das andere aufbaut.
Wie das System funktioniert
Alles beginnt mit der Analyse – sie ist der Anker, der Kompass im Sturm. Jeden Tag liefert sie dir das vollständige Bild über den Markt: Wo stehen wir im übergeordneten Wellenbild? Welche Fibonacci-Retracements und Extensions sind relevant? Wo liegen die Make-or-Break-Marken, an denen sich entscheidet, ob das primäre Szenario intakt bleibt oder ob Plan B greift? Die Analyse zeigt dir den Pfeilwechsel vom Wochenchart bis runter in den Stundenchart – und damit die Richtung, in die der Markt arbeitet. Sie beantwortet die zentrale Frage: WOHIN geht die Reise?
Doch die Analyse allein liefert dir noch kein exaktes Timing. Wenn du beispielsweise erkennst, dass eine Welle 2 im Bereich der Fibonacci-Retracements enden kann – zwischen 38,2 % und 78,6 % – dann ist das eine weite Spanne. Genau hier setzt der 24/7-Livestream an. Er liefert das, was die Analyse nicht kann: das WANN. Im 15-Minuten-Chart kannst du in Echtzeit beobachten, wie die automatische Wellenzählung den exakten Abschluss einer Korrektur anzeigt. Du wartest auf die Konfluenz-Signale und findest so mit knappem Stopp den präzisen Einstieg – genau dort, wo die Analyse es vorhergesagt hat.
Damit diese Einstiege nicht auf einem einzelnen Signal basieren, kommt die 4-Signale-Konfluenz ins Spiel. Vier unabhängige Signale – Wellenzählung, TK-Cross, Supertrend-Pfeil und Heikin-Ashi durch die Wolke – müssen gleichzeitig in dieselbe Richtung zeigen, bevor ein Trade eröffnet wird. Ein einzelnes Signal kann täuschen. Aber wenn alle vier „Ja" sagen, steigt die Wahrscheinlichkeit dramatisch.
Die Verzahnung bringt alles zusammen. Die Analyse sagt dir, wohin der Markt sich bewegen wird und welche Marken entscheidend sind. Der Livestream zeigt dir in Echtzeit, wann der Markt dort ankommt – und die Konfluenz bestätigt den Einstieg. Das Ergebnis: Du tradest nicht auf Hoffnung, sondern auf Basis eines vollständigen Systems, bei dem jedes Element seinen festen Platz hat.
Wichtig: Analyse und Livestream funktionieren auch unabhängig voneinander – und viele Mitglieder nutzen bewusst nur eines von beiden. Die Analyse allein ist ideal für Swing-Trader, die auf den größeren Zeitebenen handeln und ihre Stopps ohnehin weiter setzen. Der Livestream allein liefert dir präzise Echtzeit-Signale mit knappen Stopps – allerdings fehlen dann die Kursziele und das übergeordnete Bild aus der Analyse. Die volle Kraft entfaltet das System erst, wenn beides zusammenspielt: Das Kursziel aus der Stundenchart-Analyse wird zum Take-Profit für den Einstieg im 15-Minuten-Chart des Livestreams.
3.1 Die Analyse: Tägliche Elliott-Wellen-Prognosen für 13 Märkte
Die Analyse ist das Fundament des gesamten Systems – dein Anker, dein Kompass im Sturm der Märkte. Sie liefert dir jeden Tag das übergeordnete Bild: Wo befinden wir uns im Elliott-Wellen-Zyklus? Welche Fibonacci-Retracements und Extensions definieren die nächsten Kursziele? Wo liegen die entscheidenden Make-or-Break-Marken, an denen sich das Schicksal eines Szenarios entscheidet? Die Analyse zeigt dir den Pfeilwechsel vom Wochenchart bis hinunter in den Stundenchart – und gibt dir damit die übergeordnete Marschrichtung vor.
Der große Vorteil der Analyse: Du siehst alle Kursziele, Unterstützungen und Widerstände im größeren Bild auf einen Blick – Informationen, die im Livestream aufgrund des begrenzten Platzes auf dem Bildschirm nicht dargestellt werden können. Genau diese Zielmarken brauchst du später, um im Livestream deinen Take-Profit sinnvoll zu setzen. Ohne die Analyse fehlt dir diese Information.
Die Analyse funktioniert auch eigenständig – viele Mitglieder nutzen ausschließlich sie. In diesem Fall eignet sie sich besonders für Swing-Trading auf den größeren Zeitebenen: Du identifizierst deine Szenarien, setzt deine Stopps etwas weiter (passend zur größeren Chartebene) und lässt den Trade laufen. Du brauchst dann nicht in Echtzeit vor dem Bildschirm zu sitzen – die Analyse gibt dir alles, was du für einen gut geplanten Trade benötigst.
3.1.1 Was ist die Analyse?
Die Analyse ist eine handgemachte Elliott-Wellen-Analyse von Frank Schuh – für alle 13 Märkte, die auch im Livestream gezeigt werden. Im Gegensatz zur automatischen Wellenzählung im Livestream ist die Analyse eine manuelle Top-Down-Wellenzählung. Sie enthält detaillierte Prognosen mit Kurszielen, ein primäres und ein sekundäres Szenario sowie konkrete Tradingvorschläge.
Während der Livestream dir zeigt, was JETZT passiert, zeigt dir die Analyse, was als NÄCHSTES passieren wird. Der Livestream ist das Radar – die Analyse ist der Kompass.
3.1.2 Wann erscheint sie?
Die Analyse erscheint täglich am Nachmittag, ca. 13:00–14:30 Uhr – vor Eröffnung der US-Märkte. Sie ist auf elliottwaver.live abrufbar. Manchmal wird sie aktualisiert, wenn der Markt das Bild verändert.
Wie eine Analyse konkret aussieht, kannst du dir hier an einer DAX-Beispielanalyse ansehen.
3.1.3 Die Top-Down-Methode
Die Analyse beginnt immer beim größten Zeitrahmen und arbeitet sich nach unten vor:
- Wochenchart – Das ganz große Bild: Wo stehen wir im übergeordneten Zyklus?
- Tageschart – Die mittelfristige Perspektive: Welche Welle läuft gerade?
- 4-Stunden-Chart – Die kurzfristige Einordnung: Wo endet die aktuelle Bewegung?
- Stundenchart – Das Feintuning: Wo genau sind die Einstiegspunkte?
Diese Methode stellt sicher, dass die Wellenzählung über alle Ebenen konsistent ist. Es gibt keine Widersprüche zwischen den Zeitebenen.
„Vom Hubschrauber aus das Gelände überblicken, dann reinzoomen."— Frank Schuh
3.1.4 Aufbau einer Analyse
Jede Analyse enthält diese sieben Abschnitte:
| Nr. | Abschnitt | Was er enthält |
|---|---|---|
| 1 | Rückblick | Was ist seit der letzten Analyse passiert? |
| 2 | Wellenbild | Die aktuelle Position im Elliott-Wellen-Zyklus |
| 3 | Prognose / Primäres Szenario | Das wahrscheinlichste Szenario mit Kurszielen |
| 4 | Sekundäres Szenario | Plan B – was wenn das primäre Szenario nicht eintritt? |
| 5 | Make-or-Break | Der kritische Punkt, an dem das Bild kippt |
| 6 | Risiko | Externe Faktoren, Nachrichtenrisiken |
| 7 | Tradingvorschlag | Konkreter Handlungsvorschlag mit Einstieg, Stop, Ziel |
3.1.5 Der Rückblick
Jede Analyse beginnt mit einem Rückblick: Was ist seit der letzten Analyse passiert? Wurden die Ziele erreicht? Hat sich das erwartete Szenario bestätigt? Wurden Invalidierungspunkte getroffen? Wie hat sich die Wellenzählung entwickelt? Der Rückblick schafft Kontext und zeigt dir, ob die Analyse auf dem richtigen Weg ist.
3.1.6 Das Wellenbild
Das Wellenbild zeigt die aktuelle Position im Elliott-Wellen-Zyklus. In welcher Welle befinden wir uns? Die Analyse enthält Charts für verschiedene Zeitebenen mit eingezeichneten Wellen und erklärt die Wellengrade (Primary, Intermediate, Minor). Du siehst auf einen Blick, wo der Markt steht und wohin er wahrscheinlich geht.
Ein wesentlicher Unterschied zur automatischen Zählung im Livestream: Die manuelle Wellenzählung in der Analyse ist konsistent über alle Zeitebenen hinweg. Frank beginnt im Wochen- oder Monatschart und leitet daraus die untergeordneten Wellenzählungen ab – jede Ebene baut logisch auf der darüberliegenden auf. Das ergibt ein kohärentes Gesamtbild, während die automatische Zählung im Livestream für jede Zeitebene unabhängig rechnet und dadurch gelegentlich Widersprüche zeigen kann.
3.1.7 Die Prognose / Primäres Szenario
Das Herzstück der Analyse!
Was ist das wahrscheinlichste Szenario? Konkrete Kursziele: kurzfristig (Tage), mittelfristig (Wochen), langfristig (Monate). Welche Wellen werden erwartet? In welche Richtung geht die Reise?
Das primäre Szenario ist die Hauptprognose. Es basiert auf der Elliott-Wellen-Zählung, den Fibonacci-Retracements und der Erfahrung von über 20 Jahren Analyse. Es gibt dir klare Orientierung: „Hier geht es hin."
3.1.8 Das Sekundäre Szenario
Was passiert, wenn das primäre Szenario NICHT eintritt? Das sekundäre Szenario ist der Plan B. Jeder Trader braucht einen Backup-Plan. Meist beschreibt es, was passiert, wenn die Invalidierung eintritt.
„Das sekundäre Szenario ist keine Schwäche – es ist Überlebensversicherung."— Frank Schuh
3.1.9 Die Make-or-Break-Linie
Der kritische Punkt, an dem das Bild kippt. Wenn dieser Kurs erreicht wird → primäres Szenario ungültig. Dann gilt das sekundäre Szenario.
Beispiel: „Make-or-Break bei 18.200. Darunter aktiviert sich das sekundäre Szenario."
Diese Linie ist entscheidend für dein Stop-Management! Wenn du Long bist und der Make-or-Break-Punkt unterschritten wird, musst du raus – ohne Diskussion.
3.1.10 Das Risiko
Was kann schiefgehen? Welche externen Faktoren könnten stören? Nachrichtenrisiken, Wirtschaftsdaten, politische Ereignisse, Unsicherheiten. Die Risikoeinschätzung gibt dir eine ehrliche Bewertung der Gefahren – kein Schönreden, keine falschen Versprechen.
3.1.11 Der Tradingvorschlag
Der konkrete Handlungsvorschlag – das, worauf viele warten:
Der Tradingvorschlag gibt dir Richtung, Einstiegsbereich, Stop-Loss-Niveau und Take-Profit-Ziele. Aber denke daran: Es ist ein Vorschlag, keine Garantie. Du musst immer noch dein eigenes Risikomanagement anwenden.
3.1.12 Wenn du wenig Zeit hast
Minimum: Lies nur den Stundenchart und die Prognose. Das gibt dir das Wichtigste in 2–3 Minuten.
Ideal: Alle 13 Märkte durchscannen = 30–40 Minuten. „Heiße Kandidaten" notieren: Wo steht eine Korrektur kurz vor dem Ende? Diese Märkte beobachtest du dann im Livestream besonders aufmerksam.
3.1.13 Die Trefferquote
Franks manuelle Analyse hat eine Trefferquote von über 80 %. Das bedeutet: In mehr als 8 von 10 Fällen tritt das primäre Szenario ein.
Aber: Keine Garantie!
Deshalb immer Stop-Loss! Die 20 % Fehlprognosen werden durch konsequentes Risikomanagement aufgefangen. Eine Trefferquote von 80 % bei einem CRV von 3:1 oder besser ist ein massiver Vorteil – aber nur, wenn du die Verluste klein hältst.
3.1.14 Pflicht-Video: So lesen Sie meine Analysen richtig
Dieses Video ist Pflichtprogramm für jeden Abonnenten – ob neu oder erfahren. Frank Schuh erklärt die häufigsten Missverständnisse beim Lesen seiner Analysen und gibt Ihnen das Rüstzeug, um jede Analyse nicht nur zu lesen, sondern wirklich zu verstehen.
3.1.15 Die 12 Kernregeln – Zusammenfassung aus dem Video
Wer das Video nicht schauen kann oder die wichtigsten Punkte nochmal nachlesen will – hier die zwölf Kernregeln, die Frank Schuh jedem Abonnenten mit auf den Weg gibt:
1. Welle 1 und Welle 5 sind nicht berechenbar
Die Länge einer Welle 1 und einer Welle 5 kann nicht im Voraus berechnet werden. Was in der Analyse eingezeichnet ist, ist eine Projektion – eine Orientierungshilfe, kein Kursziel mit Garantie. Wenn der Markt über das eingezeichnete Niveau hinaussteigt, bedeutet das nicht, dass die Analyse falsch ist. Die Welle dehnt sich lediglich weiter aus – und das darf sie.
2. Einer laufenden Welle 1 nicht hinterherjagen
Wenn die Welle 1 bereits weit gelaufen ist: Nicht einsteigen. Das Chance-Risiko-Verhältnis wird mit jedem weiteren Punkt schlechter. Stattdessen geduldig warten, bis die Welle 1 ihren Abschluss findet und die Korrektur in der Welle 2 einsetzt. Die Welle 2 ist Ihr Freund – hier können Sie tatsächlich rechnen.
3. Was Sie handeln wollen: Welle 3 (und ggf. Welle 5)
Die Welle 2 korrigiert typischerweise zwischen 50 % und 78,6 % der Welle 1. In diesem Bereich finden Sie Ihren klar definierten Einstiegsbereich. Stopp beim 88,7 %-Retracement setzen, Ziel ist die projizierte Welle 3. Das ist der professionelle Ansatz: Nicht dem Ball hinterherlaufen, sondern auf die Korrektur warten.
4. Welle 4 darf nicht in das Territorium von Welle 1 eindringen
Die fundamentalste Regel der Elliott-Wellen-Theorie. Wenn die Welle 4 unter das Hoch der Welle 1 fällt, ist die gesamte impulsive Zählung hinfällig und muss neu bewertet werden. Genau dafür existiert die Make-or-Break-Linie.
5. Die Alternationsregel verstehen
Wenn die Welle 2 flach und kurz ausfällt, wird die Welle 4 typischerweise tief und lang – und umgekehrt. Eine tiefe Welle 4 ist also kein Zeichen einer Fehlanalyse, sondern die Alternationsregel in Reinform. Beachten: Es ist eine Richtlinie (kann, aber muss nicht).
6. Die Make-or-Break-Linie (MOB) ist Ihre absolute Orientierungsmarke
Die MOB ist die Invalidierungsmarke für das aktuelle Wellenbild. Solange sie hält, bleibt die Zählung gültig – egal wie nervös der Markt aussieht. Wenn sie bricht, greift das sekundäre Szenario. Ein MOB-Bruch ist kein Weltuntergang, sondern eine klare Information, die Ihnen erlaubt, sich neu zu positionieren.
7. Wellenzählungen können sich ändern – und das ist richtig so
Eine Anpassung der Wellenzählung ist kein Fehler, sondern analytische Integrität. Die Elliott-Wellen-Theorie arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit Gewissheiten. Zählungen werden nur geändert, wenn es eine technische Invalidierung gibt (MOB-Bruch oder Regelverstoß). In über 80 % der Fälle bleibt die Zählung bestehen.
8. Nach großen Korrekturen ist die Gefahr nicht automatisch vorbei
Solange der Kurs nach einer großen Korrektur nicht das nächste relevante Widerstandslevel überschritten hat, befindet sich der Markt in einem Zustand erhöhter Gefahr. Das erfordert engere Stopps, kleinere Positionen und erhöhte Wachsamkeit.
9. Der Supertrendpfeil ist ein Bestätigungssignal, kein Einzelentscheidungskriterium
Ein einzelner Pfeilwechsel reicht nicht aus, um eine Welle als abgeschlossen zu betrachten. Der Supertrend ist ein nachlaufender Indikator. Warten Sie auf eine erkennbare Strukturveränderung – eine sich entwickelnde Korrekturstruktur – nicht nur auf einen einzelnen Pfeil.
10. Fibonacci-Levels sind Wahrscheinlichkeitszonen, keine exakten Wendepunkte
Ein 50 %-Retracement bedeutet nicht, der Kurs dreht exakt bei 50 %. Es ist ein Bereich mit erhöhter Umkehrwahrscheinlichkeit. Für Welle 2: 50 %, 61,8 % und 78,6 %. Für Welle 4: 38,2 % und 50 %. Stopp bei Welle 2 am 88,7 %-Level, bei Welle 4 am 61,8 %-Level.
11. Geduld ist die wichtigste Tugend
Die besten Trades entstehen nicht durch Hinterherjagen, sondern durch Warten: auf die richtige Korrektur, die richtige Bestätigung, das richtige CRV. Wenn die Situation unklar ist, ist die beste Position keine Position. Genau das unterscheidet profitable Trader von verlustreichen.
12. Der Stundenchart ist Ihr Ankerpunkt
Der Stundenchart ist die wichtigste Zeitebene – hier werden die täglichen Veränderungen eingezeichnet und hier finden die konkreten Trades statt. Der 4-Stundenchart wird bei Bedarf innerhalb der Woche aktualisiert. Tages- und Wochenchart dienen dem übergeordneten Bild und werden am Wochenende aktualisiert.
Tipp
Schauen Sie sich dieses Video an, bevor Sie Ihre erste Analyse lesen. Es wird Ihnen Stunden an Missverständnissen ersparen und Ihr Verständnis für die Methodik grundlegend verbessern. Das Video ist auch direkt in jeder Analyse als Anhang verlinkt.
3.1.16 Pakete und Preise
3.2 Der 24/7-Livestream: Dein Trading-Radar in Echtzeit
Der Livestream setzt genau dort an, wo die Analyse aufhört – er liefert das Timing. Die Analyse zeigt dir, dass eine Welle 2 beispielsweise im Bereich zwischen 38,2 % und 78,6 % Fibonacci-Retracement enden kann – aber das ist eine weite Spanne. Im Livestream kannst du im 15-Minuten-Chart in Echtzeit verfolgen, wie die automatische Wellenzählung den exakten Abschluss der Korrektur anzeigt. Du wartest auf die Konfluenz-Signale und findest so mit knappem Stopp den präzisen Einstieg. Wo die Analyse den Rahmen setzt, liefert der Livestream das exakte Wann – rund um die Uhr, für alle 13 Märkte gleichzeitig.
Auch der Livestream funktioniert eigenständig – viele Mitglieder nutzen ihn ohne die Analyse und traden erfolgreich rein auf Basis der Echtzeit-Signale und der 4-Signale-Konfluenz. Der Nachteil: Im Livestream sind aufgrund des begrenzten Bildschirmplatzes (13 Märkte × 4 Zeitebenen) die Kursziele, Unterstützungen und Widerstände aus dem übergeordneten Bild nicht sichtbar. Das bedeutet, dass du ohne die Analyse zwar hervorragende Einstiege findest, aber den optimalen Take-Profit nicht aus dem größeren Chartbild ableiten kannst. Wer beides kombiniert, nimmt sich die Zielmarke z. B. aus der Stundenchart-Analyse, steigt im 15-Minuten-Chart des Livestreams ein, setzt den Stop unter die Wolke – und hat damit Einstieg, Stop und Ziel aus einer Hand.
3.2.1 Was ist der Livestream?
Der Livestream ist ein 24/7-Livestream auf YouTube, der in Echtzeit Charts mit allen Signalen zeigt. Er enthält eine vollautomatische Elliott-Wellen-Zählung, alle vier Indikatoren unseres Systems (Ichimoku-Wolke, Supertrend, TK-Cross, Heikin-Ashi) und wechselt alle 5 Sekunden zwischen den Ansichten. Er läuft, solange die Märkte offen sind – rund um die Uhr, 7 Tage die Woche.
Der Livestream ist dein Trading-Radar. Er zeigt dir in Echtzeit, was an den Märkten passiert. Wo Signale erscheinen. Wo sich etwas tut. Du musst nicht selbst die Charts analysieren – der Algorithmus macht das für dich.
3.2.2 Die 13 Märkte im Überblick
| Kategorie | Märkte |
|---|---|
| Indizes | DAX, Nasdaq, S&P 500, Dow Jones |
| Forex | EUR/USD |
| Rohstoffe | WTI (Öl), Natural Gas, Gold, Silber |
| Krypto | Bitcoin, Ethereum, XRP (Ripple), Polkadot (alle in USDT) |
3.2.3 Die 4 Zeitebenen pro Markt
| Zeitebene | Funktion | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| 5-Minuten-Chart | Der Frühindikator | Scalping, erste Signale erkennen |
| 15-Minuten-Chart | Unser Handels-Timeframe | Hier werden die meisten Trades gemacht |
| 1-Stunden-Chart | Die Bestätigung | Übergeordnete Richtung prüfen |
| 4-Stunden-Chart | Das große Bild | Langfristige Wellenzählung |
13 Märkte × 4 Zeitebenen = 52 Ansichten. Ein kompletter Durchlauf dauert ca. 4–5 Minuten.
3.2.4 Was du im Livestream siehst
Automatische Elliott-Wellen-Zählung:
- Zahlen und Buchstaben auf dem Chart
- Impulswellen (1, 2, 3, 4, 5)
- Korrekturwellen (A, B, C)
- In verschiedenen Wellengraden (Kreis, Klammer, einfach)
Ichimoku-Wolke:
- Blaue/grüne Wolke = Support (Unterstützung)
- Rote Wolke = Widerstand
Supertrend-Pfeile:
- Grüne Pfeile = Aufwärtsmomentum
- Rote Pfeile = Abwärtsmomentum
- „Pfeilwechsel"-Markierung wo ein neuer Pfeil erscheinen würde
TK-Cross-Dreiecke:
- Grüne Dreiecke = Bullisches Signal
- Rote Dreiecke = Bärisches Signal
Heikin-Ashi-Kerzen:
- Grüne Kerzen = Aufwärtsbewegung
- Rote Kerzen = Abwärtsbewegung
3.2.5 Was du im Livestream NICHT siehst
Wichtig zu verstehen!
Der Livestream zeigt dir WANN ein Signal erscheint. Aber er zeigt dir NICHT:
- Genaue Kursziele → Dafür brauchst du die Analyse!
- Die übergeordnete, manuelle Wellenzählung → Analyse!
- Detaillierte Szenarien (primär/sekundär) → Analyse!
- Make-or-Break-Linien → Analyse!
Der Livestream ist das RADAR – die Analyse ist der KOMPASS.
3.2.6 So bedienst du den Livestream
- Pause drücken: Klick aufs Video oder Leertaste – hält das Bild an, um es in Ruhe zu analysieren
- Bildschirm maximieren: Für bessere Sicht auf die Details
- Zweiter Monitor/Tab: Livestream neben der Handelsplattform öffnen
- Wartezeit: Alle 5 Sekunden wechselt die Ansicht – ein Durchlauf dauert ca. 4–5 Minuten
3.2.7 Die „Pfeilwechsel"-Markierung
Im Chart steht manchmal „Pfeilwechsel" bei einem bestimmten Kurs. Das bedeutet: Wenn der Kurs dieses Niveau erreicht, erscheint ein neuer Supertrend-Pfeil.
Nutzen der Pfeilwechsel-Markierung
Du weißt vorher, wo ein Signal kommen wird. Du kannst einen Alarm bei diesem Kurs setzen. Du musst nicht ständig hinschauen – der Alarm benachrichtigt dich, wenn es soweit ist.
3.2.8 Smart arbeiten: Nicht den ganzen Tag starren!
Falscher Ansatz: 8 Stunden gebannt vor dem Livestream sitzen und jede Kerze beobachten.
Richtiger Ansatz:
- Nachmittags Analyse lesen (13:00–14:30 Uhr)
- „Heiße Kandidaten" identifizieren (wo endet eine Korrektur?)
- Alarme setzen bei relevanten Pfeilwechsel-Kursen
- Livestream im Hintergrund oder gelegentlich checken
- Wenn Alarm → Prüfen ob alle 4 Signale da sind
- Wenn ja → Handeln. Wenn nein → Weiter warten.
3.2.9 YouTube-Mitgliedschaft: Zugang zum Livestream
Mit der YouTube-Mitgliedschaft erhältst du Zugang zum 24/7-Livestream – deinem Trading-Radar in Echtzeit. Automatische Elliott-Wellen-Zählung für alle 13 Märkte in 4 Zeitebenen (5m, 15m, 1h, 4h). Alle Indikatoren (Ichimoku-Wolke, Supertrend, TK-Cross, Heikin-Ashi) live auf dem Chart. Pfeilwechsel-Markierungen für optimales Timing.
| Detail | Information |
|---|---|
| Kosten | 29,99 € pro Monat |
| Was du bekommst | Zugang zum 24/7-Livestream mit allen Signalen |
| Wie es funktioniert | Auf YouTube zum Kanal gehen → „Mitglied werden“ klicken |
| Bezahlung | Über Google (Kreditkarte, PayPal, etc.) |
| Kündigen | Jederzeit möglich, Zugang bis Ende des Abrechnungszeitraums |
3.2.10 So wirst du Mitglied
- Gehe zu youtube.com/@elliottwaverlive
- Klicke auf „Mitglied werden“
- Wähle die Mitgliedschaftsstufe
- Bezahlung über Google (Kreditkarte, PayPal, etc.)
- Sofortiger Zugang zum Livestream
3.2.11 Livestream + Analyse = Die Verzahnung
Der Livestream zeigt dir WANN ein Signal erscheint. Die Analyse sagt dir WOHIN der Markt gehen soll. Zusammen:
- Analyse: „Nasdaq Ziel 22.500, Korrektur bei ca. 21.200 zu Ende"
- Livestream: „Jetzt erscheint das Signal bei 21.200!"
- → Du weißt, WO du einsteigst (Livestream) und WAS dein Ziel ist (Analyse)
Das CRV berechnen: Ziel aus der Analyse, Stop aus dem Livestream (unter der Wolke). Ergebnis: Ein präzises Chance-Risiko-Verhältnis, das dir sagt, ob sich der Trade lohnt.
3.3 Überblick: Die 4-Signale-Konfluenz
Analyse und Livestream liefern dir das Wohin und das Wann – doch kein Trade wird auf Basis eines einzelnen Signals eröffnet. Die 4-Signale-Konfluenz ist der Filter, der Fehlsignale heraussiebt. Vier unabhängige Indikatoren – Wellenzählung, TK-Cross, Supertrend-Pfeil und Heikin-Ashi durch die Ichimoku-Wolke – müssen gleichzeitig in dieselbe Richtung zeigen, bevor ein Einstieg in Frage kommt. Dieses Zusammenspiel ist es, was aus einer Vermutung eine fundierte Trading-Entscheidung macht.
3.3.1 Was ist eine Konfluenz?
Konfluenz bedeutet Zusammenfluss. In unserem System heißt das: Mehrere unabhängige Signale zeigen gleichzeitig in dieselbe Richtung. Ein einzelnes Signal kann falsch sein – das passiert ständig. Aber wenn mehrere Signale zusammen „Ja" sagen, steigt die Wahrscheinlichkeit dramatisch.
„Je mehr Puzzle-Teile zusammenpassen, desto klarer das Bild."— Frank Schuh
Das ist das Grundprinzip unseres gesamten Systems: Wir handeln nicht auf Basis eines einzelnen Signals. Wir warten, bis vier unabhängige Signale zusammenkommen. Erst dann – und nur dann – eröffnen wir einen Trade.
3.3.2 Die vier Signale im Überblick
| Signal | Was es zeigt | Analogie |
|---|---|---|
| 1. Wellenzählung | Korrektur ist zu Ende | ACHTUNG! |
| 2. TK-Cross | Stimmungswechsel beginnt | FERTIG! |
| 3. Supertrend-Pfeil | Momentum bestätigt | LOS! |
| 4. Heikin-Ashi durch Wolke | Kraft im Markt | EINSTIEG! |
3.3.3 Signal 1: Wellenzählung → ACHTUNG!
Die Elliott-Wellen-Zählung zeigt: Eine Korrektur geht zu Ende. Das kann verschiedene Szenarien sein:
- Welle 2 einer Impulsbewegung endet → Welle 3 (das Filetstück!) steht bevor
- Welle 4 endet → Welle 5 steht bevor
- Welle C einer Korrektur endet → Neuer Impuls steht bevor
Das ist der erste Hinweis: „Hier könnte gleich was passieren!" Aber: Noch kein Einstieg! Nur ACHTUNG! Die Wellenzählung sagt dir, WO du hinschauen sollst – nicht WANN du einsteigen sollst.
3.3.4 Signal 2: TK-Cross → FERTIG!
Der TK-Cross (Tenkan-Sen kreuzt Kijun-Sen) erscheint. Ein grünes Dreieck signalisiert Aufwärtsstimmung, ein rotes Dreieck Abwärtsstimmung. Der TK-Cross ist der früheste Indikator in unserem System – er wechselt am häufigsten.
„Die Marktstimmung dreht sich." Aber: Immer noch kein Einstieg allein! Der TK-Cross allein hat zu viele Fehlsignale. Er sagt nur: FERTIG! – mach dich bereit.
3.3.5 Signal 3: Supertrend-Pfeil → LOS!
Der Supertrend-Pfeil wechselt die Farbe. Ein grüner Pfeil zeigt Aufwärtsmomentum, ein roter Pfeil Abwärtsmomentum. Der Supertrend bestätigt, was Wellenzählung und TK-Cross vorbereitet haben.
„Jetzt manifestiert sich das im Kursverhalten." Jetzt wird es ernst – LOS! Das Momentum ist da, die Richtung ist klar.
3.3.6 Signal 4: Heikin-Ashi durch Wolke → EINSTIEG!
Die Heikin-Ashi-Kerze bricht durch die Ichimoku-Wolke. Eine grüne Kerze durchbricht nach oben → Long-Signal. Eine rote Kerze durchbricht nach unten → Short-Signal.
Die Stärke der Kerze zählt:
- Starker Körper, keine/kleine Lunte → Viel Kraft → Gutes Signal
- Schwacher Körper, lange Lunte → Wenig Kraft → Vorsicht!
Bei starkem Durchbruch → JETZT einsteigen! Alle vier Signale sind da. Die Konfluenz ist komplett.
3.3.7 Die „Achtung – Fertig – Los!" Analogie
Wie beim Wettlauf:
„Achtung!"
Du machst dich bereit. Die Wellenzählung zeigt: Eine Korrektur endet. Etwas könnte passieren. Du schaust hin.
„Fertig!"
Du gehst in die Startposition. Der TK-Cross erscheint. Die Stimmung dreht. Du berechnest deine Positionsgröße.
„Los!"
Du rennst los. Supertrend-Pfeil + Heikin-Ashi durch die Wolke. Momentum und Kraft sind da. Du eröffnest den Trade.
Wer bei „Achtung" schon losrennt → Fehlstart, Disqualifikation. Wer auf „Los" wartet → Optimales Timing. Das ist der Kern unseres Systems.
3.3.8 Warum alle vier Signale zusammen?
Jedes Signal allein hat Fehlsignale:
- Wellenzählung allein: Kann falsch gezählt sein, alternative Zählungen möglich
- TK-Cross allein: Wechselt oft – viele Fehlsignale wenn isoliert
- Supertrend allein: Kann auch in Seitwärtsphasen wechseln
Zusammen filtert eines das andere:
- Wellenzählung sagt: „Hier ist ein guter Ort"
- TK-Cross sagt: „Die Stimmung dreht"
- Supertrend sagt: „Momentum ist da"
- Heikin-Ashi sagt: „Kraft ist im Markt"
Wenn alle vier „Ja" sagen → Hohe Wahrscheinlichkeit.
3.3.9 Die Checkliste für jeden Trade
- Wellenzählung: Korrektur zu Ende?
- TK-Cross: In die richtige Richtung?
- Supertrend-Pfeil: Richtige Farbe?
- Heikin-Ashi: Durch die Wolke mit Kraft?
- CRV: Mindestens 3:1?
- Positionsgröße: 1-%-Regel eingehalten?
Alle Haken? → Trade eingehen.
Ein Haken fehlt? → KEIN Trade! Kein Wenn und Aber. Disziplin schlägt Hoffnung.
3.3.10 Wann KEIN Trade gemacht wird
- Wenn nur 3 von 4 Signalen da sind → Warten
- Wenn die Kerze durch die Wolke geht, aber schwach ist → Warten
- Wenn das CRV unter 3:1 liegt → Kein Trade
- Wenn der Markt in der Wolke feststeckt → Kein Trade
- Wenn die Zeitebenen sich widersprechen → Vorsicht, ggf. Testballon
3.3.11 Beispiel: Long-Trade Schritt für Schritt
- Analyse lesen: Nasdaq – Welle 2 im Stundenchart zu Ende, Ziel 22.500
- Livestream beobachten:
- Wellenzählung zeigt: Welle 2 endet bei 21.200 ✓
- TK-Cross: Grünes Dreieck erscheint ✓
- Supertrend: Grüner Pfeil erscheint ✓
- Heikin-Ashi: Grüne Kerze bricht durch Wolke mit starkem Körper ✓
- Plattform öffnen:
- Kurs: 21.250
- Stop: 21.150 (unter Wolke) = 100 Punkte Risiko
- Ziel: 22.500 = 1.250 Punkte Potenzial
- CRV: 1.250 : 100 = 12,5:1 ✓
- Positionsgröße berechnen:
- Konto: 10.000 €
- 1 % Risiko: 100 €
- 100 € ÷ 100 Punkte = 1 € pro Punkt = 1 Kontrakt
- Order absenden: Long, 1 Kontrakt, Stop 21.150, Limit 22.500
- Fertig: Trade läuft, Stop-Management beginnt
3.4 Analyse + Livestream = Die perfekte Verzahnung
Hier schließt sich der Kreis. Die Analyse liefert das übergeordnete Bild mit allen Kurszielen, Szenarien und Make-or-Break-Marken. Der Livestream zeigt dir in Echtzeit, wann der Markt an genau diesen Marken ankommt – und die 4-Signale-Konfluenz bestätigt den Einstieg. Jedes Element hat seinen festen Platz – und zusammen ergeben sie ein System, bei dem Einstieg, Stop-Loss und Take-Profit klar definiert sind.
Konkret sieht das so aus: Du nimmst dir das Kursziel aus der Stundenchart-Analyse – beispielsweise das Ende einer Welle 3 bei einer bestimmten Fibonacci-Extension. Dann wechselst du in den 15-Minuten-Chart des Livestreams, wartest dort auf den exakten Abschluss der Korrektur in der automatischen Wellenzählung und auf die Konfluenz aller vier Signale. Dein Stop kommt unter die Ichimoku-Wolke im 15-Minuten-Chart – also denkbar knapp. Und dein Take-Profit ist das Ziel aus der Analyse. So entsteht ein CRV, das im Einzelfall zweistellig sein kann – weil der Stop eng ist und das Ziel aus dem übergeordneten Bild stammt.
Analyse und Livestream funktionieren auch unabhängig voneinander – und viele Mitglieder nutzen bewusst nur eines von beiden. Wer nur die Analyse nutzt, tradet als Swing-Trader auf den größeren Zeitebenen mit entsprechend weiteren Stopps. Wer nur den Livestream nutzt, findet exzellente Einstiege mit knappen Stopps – muss den Take-Profit aber ohne die Zielmarken aus dem übergeordneten Bild selbst bestimmen, da diese im Livestream aufgrund des begrenzten Platzes nicht sichtbar sind. Beides funktioniert. Aber die volle Kraft entfaltet das System erst in der Kombination.
3.4.1 Warum beides zusammen?
Die Analyse allein ist wertvoll – aber sie sagt dir nicht, WANN genau das Signal kommt. Der Livestream allein ist wertvoll – aber er sagt dir nicht, WOHIN der Markt gehen soll. Erst zusammen entfalten sie ihre volle Kraft.
Stell dir vor, du fährst Auto. Die Analyse ist deine Straßenkarte – sie zeigt dir, wohin du willst. Der Livestream ist dein Navi – er sagt dir, wann du abbiegen musst. Beides zusammen bringt dich ans Ziel.
3.4.2 Was leistet die Analyse?
- Kursziele: Wo soll der Markt hin? (z.B. Nasdaq Ziel 22.500)
- Szenarien: Was ist wahrscheinlich, was ist der Plan B?
- Make-or-Break: Wo wird das Bild ungültig?
- CRV-Grundlage: Das Ziel für die Gewinnberechnung
- Kontext: Wo stehen wir im großen Bild?
3.4.3 Was leistet der Livestream?
- Echtzeit-Signale: Wann erscheinen die 4 Signale?
- Timing: Der exakte Moment für den Einstieg
- Stop-Level: Wo liegt die Wolke? (= Stop-Loss-Niveau)
- Bestätigung: Stimmt die automatische Zählung mit der manuellen überein?
- Pfeilwechsel: Wo wird das nächste Signal erscheinen?
3.4.4 Der komplette Workflow
- Analyse lesen (13:00–14:30 Uhr): Alle 13 Märkte durchgehen, „heiße Kandidaten" identifizieren
- Alarme setzen: Bei den Pfeilwechsel-Kursen der heißen Kandidaten
- Warten: Livestream im Hintergrund laufen lassen
- Alarm geht los: Zum Livestream wechseln, alle 4 Signale prüfen
- Alle 4 Signale da? → CRV berechnen (Ziel aus Analyse, Stop aus Livestream)
- CRV ≥ 3:1? → Positionsgröße berechnen (1-%-Regel)
- Trade eröffnen: Order absenden mit Stop-Loss und Take-Profit
- Stop-Management: Breakeven setzen, Trailing-Stop nachziehen
3.4.5 CRV-Berechnung mit Analyse + Livestream
Das Gewinnpotenzial kommt aus der Analyse (Kursziel aus dem Stundenchart). Das Risiko kommt aus dem Livestream (Abstand zum Stop unter der Ichimoku-Wolke im 15-Minuten-Chart). Genau hier liegt der entscheidende Vorteil der Verzahnung: Der Stop ist denkbar knapp, weil er aus der kleinen Zeitebene stammt – aber das Ziel kommt aus dem übergeordneten Bild.
3.4.6 Beispiel: Ein Trade von A bis Z
Schritt 1 – Analyse lesen (14:00 Uhr): Die Nasdaq-Analyse zeigt: Welle 2 im Stundenchart endet bei ca. 21.200. Primäres Szenario: Welle 3 bis 22.500. Make-or-Break bei 21.050.
Schritt 2 – Alarm setzen: Im Livestream sehe ich den Pfeilwechsel bei 21.280. Ich setze einen Alarm bei 21.280.
Schritt 3 – Alarm geht los (16:30 Uhr): Der Nasdaq erreicht 21.280. Ich schaue in den Livestream. Wellenzählung: Welle 2 endet ✓. TK-Cross: Grünes Dreieck ✓. Supertrend: Grüner Pfeil erscheint ✓. Heikin-Ashi: Starke grüne Kerze bricht durch die Wolke ✓.
Schritt 4 – CRV berechnen: Ziel 22.500, Stop 21.150 (unter Wolke). CRV = 1.220 : 130 = 9,4:1 ✓
Schritt 5 – Position berechnen: Konto 10.000 €, 1 % = 100 €. 100 € ÷ 130 Punkte = 0,77 Kontrakte → 0,7 Kontrakte.
Schritt 6 – Trade eröffnen: Long, 0,7 Kontrakte, Stop 21.150, TP1 22.000, TP2 22.500.
Schritt 7 – Management: Bei +130 Punkten → Stop auf Breakeven. Bei TP1 → Hälfte schließen. Rest laufen lassen bis TP2.
📐 Diesen Trade im Trade-Kalkulator nachrechnen
3.4.7 Was du wissen solltest
Analyse und Livestream können jeweils eigenständig genutzt werden – aber du solltest die jeweiligen Einschränkungen kennen:
| Nutzung | Stärke | Einschränkung |
|---|---|---|
| Nur Analyse | Ideal für Swing-Trader: Vollständiges Bild mit allen Kurszielen, Unterstützungen, Widerständen und Szenarien | Kein exaktes Timing – Stopps müssen weiter gesetzt werden, passend zur größeren Zeitebene |
| Nur Livestream | Exzellente Echtzeit-Einstiege mit knappen Stopps dank 4-Signale-Konfluenz | Keine Kursziele aus dem übergeordneten Bild – Take-Profit muss ohne Analyse-Zielmarken bestimmt werden |
| Beides kombiniert | Volle Kraft: Ziel aus der Analyse + Einstieg & Stop aus dem Livestream = optimales CRV | Keine – das System arbeitet so, wie es konzipiert wurde |
Darüber hinaus solltest du folgende Fehler vermeiden:
- Zu früh einsteigen: Nicht handeln, bevor alle 4 Konfluenz-Signale gleichzeitig vorliegen – ein einzelnes Signal reicht nicht
- CRV ignorieren: Ohne Berechnung des Chance-Risiko-Verhältnisses weißt du nicht, ob sich der Trade lohnt
- Positionsgröße überspringen: Ohne Berechnung riskierst du zu viel pro Trade – halte dich an die 1-%-Regel
3.4.8 Warum dieses System einzigartig ist
Es gibt viele Trading-Systeme. Aber keines kombiniert diese Elemente so wie unseres:
Manuelle + Automatische Analyse
Die handgemachte Analyse von Frank Schuh (Top-Down, über 80 % Trefferquote) kombiniert mit der automatischen Echtzeit-Wellenzählung im Livestream.
4-fache Bestätigung
Kein einzelnes Signal – vier unabhängige Signale müssen zusammenkommen. Das filtert Fehlsignale drastisch heraus.
13 Märkte, 4 Zeitebenen
52 Ansichten in Echtzeit. Du verpasst keine Chance – egal in welchem Markt sie sich bietet.
Klares Regelwerk
Keine Interpretation, kein Bauchgefühl. Entweder alle Signale sind da – oder nicht. Schwarz oder weiß.
Die Indikatoren
Die vier technischen Indikatoren unseres Systems: Ichimoku Kinko Hyo, TK-Cross, Supertrend und Heikin-Ashi-Kerzen. Zusammen bilden sie die Signale 2, 3 und 4 unserer 4-Signale-Konfluenz.
4.1 Ichimoku Kinko Hyo
4.1.1 Geschichte und Herkunft
Ichimoku Kinko Hyo – auf Deutsch: „Ein Blick auf das Gleichgewicht" – wurde in den 1930er Jahren von dem japanischen Journalisten Goichi Hosoda entwickelt. Er arbeitete über 30 Jahre an diesem System, bevor er es 1969 veröffentlichte. Ichimoku ist eines der umfassendsten Indikator-Systeme der Welt – es zeigt Trend, Momentum, Support, Widerstand und Signale in einem einzigen Chart.
Was Ichimoku so besonders macht: Es ist kein einzelner Indikator, sondern ein vollständiges Handelssystem in sich selbst. Während die meisten westlichen Indikatoren nur einen Aspekt des Marktes messen (z.B. nur Momentum oder nur Trend), integriert Ichimoku mehrere Dimensionen gleichzeitig: Vergangenheit, Gegenwart und sogar die Zukunft – denn die Wolke wird 26 Perioden voraus in die Zukunft projiziert. Für unser System nutzen wir nicht alle Elemente von Ichimoku, sondern konzentrieren uns auf die für uns relevantesten Teile: die Wolke als dynamischen Support/Widerstand und den TK-Cross als frühes Richtungssignal.
4.1.2 Die fünf Linien (Überblick)
| Linie | Japanischer Name | Berechnung | Funktion |
|---|---|---|---|
| Schnelle Linie | Tenkan-Sen | Mittelwert aus Hoch und Tief der letzten 9 Perioden | Kurzfristiger Trend |
| Langsame Linie | Kijun-Sen | Mittelwert aus Hoch und Tief der letzten 26 Perioden | Mittelfristiger Trend |
| Wolke Oberkante | Senkou Span A | Mittelwert aus Tenkan + Kijun, 26 Perioden voraus | Dynamischer Support/Widerstand |
| Wolke Unterkante | Senkou Span B | Mittelwert aus Hoch und Tief der letzten 52 Perioden, 26 voraus | Dynamischer Support/Widerstand |
| Nachlaufende Linie | Chikou Span | Schlusskurs, 26 Perioden zurückversetzt | Bestätigung |
4.1.3 Tenkan-Sen (schnelle Linie)
Der Tenkan-Sen reagiert schnell auf Kursänderungen. Er zeigt den kurzfristigen Trend. Wenn der Kurs über dem Tenkan-Sen liegt, ist der kurzfristige Trend aufwärts. Wenn er darunter liegt, abwärts. Der Tenkan-Sen ist die Basis für den TK-Cross (Signal 2).
4.1.4 Kijun-Sen (langsame Linie)
Der Kijun-Sen reagiert langsamer und zeigt den mittelfristigen Trend. Er dient oft als dynamische Unterstützung oder Widerstand. Wenn der Kurs den Kijun-Sen testet und hält, ist das ein Zeichen von Stärke. Wenn er durchbricht, kann das eine Trendwende signalisieren.
4.1.5 Senkou Span A & B (die Wolke)
Die Ichimoku-Wolke (Kumo) wird aus Senkou Span A und Senkou Span B gebildet. Der Bereich zwischen den beiden Linien ist die Wolke – und sie ist das Herzstück des Ichimoku-Systems für unser Trading. Die Wolke wird 26 Perioden in die Zukunft projiziert, was bedeutet: Du siehst bereits heute, wo in der Zukunft potenzielle Support- und Widerstandszonen liegen werden. Keine andere Indikator-Komponente bietet dir diesen Vorausblick.
Im Livestream siehst du die Wolke farblich dargestellt: Grün/Blau steht für eine Support-Wolke (Kurs über der Wolke, bullisches Umfeld), Rot steht für eine Widerstands-Wolke (Kurs unter der Wolke, bärisches Umfeld). Die Wolke wechselt ihre Farbe, wenn Senkou Span A und Senkou Span B die Seiten tauschen – ein sogenannter „Kumo Twist", der oft eine Trendänderung ankündigt.
4.1.6 Chikou Span (nachlaufende Linie)
Der Chikou Span ist der aktuelle Schlusskurs, 26 Perioden in die Vergangenheit versetzt. Er dient als Bestätigung: Wenn der Chikou Span über dem Kurs von vor 26 Perioden liegt, ist das bullisch. Wir nutzen den Chikou Span in unserem System nicht aktiv – er ist eher eine zusätzliche Bestätigung.
4.1.7 Warum wir nur Wolke + TK-Cross nutzen
Das vollständige Ichimoku-System mit allen fünf Linien kann optisch überladen wirken und Einsteiger abschrecken. Für unser Trading nutzen wir deshalb nur zwei Elemente: Die Wolke (als dynamischen Support/Widerstand und für die Stop-Setzung) und den TK-Cross (als Signal 2 für die Richtungsbestätigung). Das reicht völlig aus und hält den Chart übersichtlich.
Frank blendet in seinem System die einzelnen Linien (Tenkan, Kijun, Chikou) konsequent aus – du siehst im Livestream nur die Wolke selbst und das Dreieck-Symbol für den TK-Cross. Das hat den großen Vorteil, dass der Chart nicht mit Linien überfrachtet wird und du dich auf das Wesentliche konzentrieren kannst: Wo ist die Wolke? Ist der Kurs darüber oder darunter? Wann kommt der TK-Cross? Diese Vereinfachung ist bewusst gewählt und einer der Gründe, warum das System auch für Anfänger zugänglich ist.
4.1.8 Die Ichimoku-Wolke (Kumo) im Detail
Die Wolke ist ein dynamischer Support- und Widerstandsbereich. Sie passt sich automatisch an den Markt an – im Gegensatz zu statischen Linien.
- Kurs über der Wolke: Aufwärtstrend. Die Wolke ist Support.
- Kurs unter der Wolke: Abwärtstrend. Die Wolke ist Widerstand.
- Kurs in der Wolke: Gleichgewicht. Keine klare Richtung. Kein Trade!
4.1.9 Support und Widerstand lesen
Die Dicke der Wolke zeigt die Stärke des Supports/Widerstands. Eine dicke Wolke ist schwer zu durchbrechen – starker Support/Widerstand. Eine dünne Wolke ist leicht zu durchbrechen – schwacher Support/Widerstand. Wenn die Wolke die Farbe wechselt (von grün nach rot oder umgekehrt), signalisiert das einen potenziellen Trendwechsel.
4.1.10 In der Wolke = Gleichgewicht
Wenn der Kurs in der Wolke steckt, herrscht Gleichgewicht – der Markt hat keine klare Richtung. Das ist die Zone, in der wir NICHT handeln. Wir warten, bis der Kurs die Wolke verlässt – entweder nach oben (Long-Signal) oder nach unten (Short-Signal).
4.1.11 „Sie zeigt, wie der Markt atmet"
„Die Ichimoku-Wolke zeigt, wie der Markt atmet. Sie zeigt dir, wo er Unterstützung findet und wo er auf Widerstand stößt. Sie ist nicht perfekt – aber sie ist verdammt gut."— Frank Schuh
4.1.12 Stop-Setzung mit der Wolke
Die Wolke ist unser primäres Werkzeug für die Stop-Loss-Setzung. Bei einem Long-Trade setzen wir den Stop unter die Unterkante der Wolke. Bei einem Short-Trade über die Oberkante der Wolke. Warum? Weil die Wolke ein dynamischer Support/Widerstand ist, der sich mit dem Markt bewegt. Wenn der Kurs die Wolke durchbricht, hat sich das Bild fundamental geändert – und wir wollen raus.
Ein weiterer Vorteil: Weil die Wolke dynamisch ist und sich ständig anpasst, wandert auch dein Stop mit. Im Trailing-Stop-Management ziehst du deinen Stop regelmäßig nach – und die Unterkante der Wolke gibt dir dafür eine natürliche, objektive Orientierung. So vermeidest du es, deinen Stop willkürlich zu setzen oder aufgrund von Emotionen zu verschieben.
4.1.13 Einrichtung bei IG Markets / TradingView
Bei IG Markets und TradingView kannst du Ichimoku als Indikator hinzufügen. Für unser System brauchst du nur die Wolke – die Linien (Tenkan, Kijun, Chikou) kannst du ausblenden, um den Chart übersichtlich zu halten. Die Standard-Einstellungen (9, 26, 52) sind korrekt.
4.2 Der TK-Cross
4.2.1 Was ist der TK-Cross?
Der TK-Cross ist die Kreuzung von Tenkan-Sen und Kijun-Sen – den beiden Linien des Ichimoku-Systems. Wenn der schnelle Tenkan den langsamen Kijun von unten nach oben kreuzt, ist das ein bullisches Signal (grünes Dreieck). Wenn er von oben nach unten kreuzt, ist das ein bärisches Signal (rotes Dreieck).
4.2.2 Bullischer TK-Cross (Grünes Dreieck)
Tenkan kreuzt Kijun von unten nach oben. Die kurzfristige Dynamik übersteigt die mittelfristige. Die Stimmung dreht sich aufwärts. Im Livestream erscheint ein grünes Dreieck. Das ist Signal 2 für einen Long-Trade: „FERTIG!"
4.2.3 Bärischer TK-Cross (Rotes Dreieck)
Tenkan kreuzt Kijun von oben nach unten. Die kurzfristige Dynamik fällt unter die mittelfristige. Die Stimmung dreht sich abwärts. Im Livestream erscheint ein rotes Dreieck. Das ist Signal 2 für einen Short-Trade: „FERTIG!"
4.2.4 Stärke des Signals
| Position des TK-Cross | Signalstärke |
|---|---|
| Über der Wolke (bullisch) | Stark – Trend bestätigt |
| In der Wolke | Neutral – Vorsicht, Gleichgewicht |
| Unter der Wolke (bärisch) | Stark – Trend bestätigt |
4.2.5 Warum der TK-Cross allein nicht reicht
Der TK-Cross ist der früheste Indikator in unserem System – er wechselt am häufigsten. Das bedeutet auch: Er hat die meisten Fehlsignale. In Seitwärtsphasen kann der TK-Cross mehrfach hin und her wechseln, ohne dass eine echte Bewegung folgt. Deshalb brauchen wir die Bestätigung durch Supertrend und Heikin-Ashi.
4.2.6 Der TK-Cross im Livestream
Im Livestream werden TK-Crosses als farbige Dreiecke dargestellt. Du siehst sofort, in welcher Zeitebene welches Signal aktiv ist. Ein grünes Dreieck im 15-Minuten-Chart bei gleichzeitigem grünen Dreieck im Stundenchart ist ein starkes Signal.
4.3 Der Supertrend
4.3.1 Was ist der Supertrend?
Der Supertrend ist ein trendfolgendes Indikator-System, das auf dem ATR (Average True Range) basiert. Er zeigt dir mit farbigen Pfeilen, in welche Richtung das Momentum zeigt. Grüner Pfeil = Aufwärtsmomentum. Roter Pfeil = Abwärtsmomentum.
In unserem System ist der Supertrend der Bestätigungsindikator – nicht der Signalgeber. Er sagt dir nicht, wo der Markt hinwill (das machen die Elliott-Wellen), sondern er bestätigt, dass das Momentum jetzt tatsächlich in die erwartete Richtung zeigt. Denk an die Sprinter-Analogie: Die Wellenzählung ist „Achtung!", der TK-Cross ist „Fertig!", und der Supertrend-Pfeil ist „Los!" – er gibt das Startsignal, dass die Bewegung jetzt tatsächlich in Gang kommt.
4.3.2 Berechnung
Der Supertrend berechnet sich aus dem aktuellen Kurs und dem ATR (durchschnittliche Handelsspanne). Die Parameter in unserem System: Periode 7, Multiplikator 3. Diese Einstellungen haben sich über Jahre bewährt und sind im Livestream-Algorithmus fest eingestellt.
4.3.3 Grüner Pfeil = Aufwärtsmomentum
Wenn der Supertrend einen grünen Pfeil zeigt, liegt der Kurs über der Supertrend-Linie. Das Momentum ist aufwärts gerichtet. In Kombination mit einem bullischen TK-Cross und einer bullischen Wellenzählung ist das ein starkes Long-Signal.
4.3.4 Roter Pfeil = Abwärtsmomentum
Wenn der Supertrend einen roten Pfeil zeigt, liegt der Kurs unter der Supertrend-Linie. Das Momentum ist abwärts gerichtet. In Kombination mit einem bärischen TK-Cross und einer bärischen Wellenzählung ist das ein starkes Short-Signal.
4.3.5 Die Pfeilwechsel-Markierung
Im Livestream siehst du neben den aktuellen Pfeilen auch die Pfeilwechsel-Markierung: einen Kurs, bei dem der Supertrend die Farbe wechseln würde. Das ist extrem nützlich: Du weißt vorher, wo das nächste Signal kommen wird, und kannst einen Alarm setzen.
4.3.6 Pfeile vs. Linien
Bei IG Markets und TradingView wird der Supertrend als Linie dargestellt: eine grüne Linie unterhalb des Kurses bedeutet bullisches Momentum, eine rote Linie oberhalb des Kurses bedeutet bärisches Momentum. Im Livestream hingegen wird er als Pfeil dargestellt – grüne Pfeile für Long, rote Pfeile für Short. Beides zeigt das Gleiche – nur die Darstellung ist anders.
In der Praxis musst du diesen Unterschied kennen: Wenn im Livestream ein grüner Pfeil erscheint, entspricht das dem Moment, in dem der Kurs bei dir die rote Supertrend-Linie berührt oder durchbricht und die Linie anschließend grün wird. Umgekehrt erscheint ein roter Pfeil im Livestream, wenn der Kurs die grüne Supertrend-Linie nach unten durchbricht. Sobald du diese Übersetzung einmal verinnerlicht hast, kannst du die Signale des Livestreams nahtlos auf deine eigene Handelsplattform übertragen.
4.3.7 Einrichtung bei IG Markets / TradingView
Bei TradingView suchst du nach „Supertrend" und stellst ein: Periode 7, Multiplikator 3. Bei IG Markets heißt der Indikator „Supertrend" und die Einstellungen sind identisch. Achte darauf, dass du die richtigen Parameter verwendest – andere Einstellungen erzeugen andere Signale.
4.4 Heikin-Ashi-Kerzen
4.4.1 Was sind Heikin-Ashi-Kerzen?
Heikin-Ashi (japanisch: „Durchschnittliche Kerze") ist eine modifizierte Kerzenform, die den Trend klarer darstellt als normale Candlesticks. Statt die tatsächlichen Open/High/Low/Close-Werte zu zeigen, verwendet Heikin-Ashi Durchschnittswerte. Das glättet das Rauschen und macht Trends besser sichtbar.
Wichtig zu verstehen: Heikin-Ashi zeigt dir nicht den exakten Kurs, sondern einen geglätteten Durchschnitt. Der angezeigte Kurs weicht leicht vom tatsächlichen Marktpreis ab. Für die Orderaufgabe nutzt du daher immer den echten Kurs bei deinem Broker – nicht den Heikin-Ashi-Wert. Heikin-Ashi dient ausschließlich der visuellen Analyse: Wohin zeigt der Trend, und wie stark ist die aktuelle Bewegung?
4.4.2 Berechnung
| Wert | Berechnung |
|---|---|
| Close | (Open + High + Low + Close) ÷ 4 |
| Open | (Vorheriger HA-Open + Vorheriger HA-Close) ÷ 2 |
| High | Maximum aus (High, HA-Open, HA-Close) |
| Low | Minimum aus (Low, HA-Open, HA-Close) |
4.4.3 Grüne Kerze = Aufwärtsbewegung
Eine grüne Heikin-Ashi-Kerze zeigt Aufwärtsbewegung. Je größer der Körper und je kleiner die untere Lunte (Docht), desto stärker die Aufwärtskraft. Eine grüne Kerze ohne untere Lunte zeigt maximale Stärke.
4.4.4 Rote Kerze = Abwärtsbewegung
Eine rote Heikin-Ashi-Kerze zeigt Abwärtsbewegung. Je größer der Körper und je kleiner die obere Lunte, desto stärker die Abwärtskraft.
4.4.5 Kerze durch die Wolke = Signal 4
Signal 4 unseres Systems: Die Heikin-Ashi-Kerze bricht durch die Ichimoku-Wolke. Eine grüne Kerze durchbricht die Wolke nach oben → Long-Signal. Eine rote Kerze durchbricht die Wolke nach unten → Short-Signal. Dieses vierte Signal ist der letzte Baustein der Konfluenz und bestätigt, dass der Kurs tatsächlich genug Kraft hat, um den dynamischen Widerstand (bzw. Support) der Wolke zu überwinden.
Die Stärke der Kerze zählt:
- Starker Körper, keine/kleine Lunte: Viel Kraft → Gutes Signal
- Schwacher Körper, lange Lunte: Wenig Kraft → Vorsicht!
4.4.6 Warum Heikin-Ashi statt normaler Kerzen?
Normale Candlesticks zeigen jede kleine Schwankung – jede Zuckung, jedes Hoch und Tief. Das erzeugt Rauschen und macht es schwer, den zugrundeliegenden Trend zu erkennen. Heikin-Ashi glättet dieses Rauschen, indem es Durchschnittswerte verwendet. Du siehst klarer, ob der Markt Kraft hat oder ob die Bewegung an Schwung verliert.
In der Kombination mit der Wolke ergibt das ein besonders klares Bild: Eine volumenstarke grüne Heikin-Ashi-Kerze ohne untere Lunte, die durch die Wolke bricht, signalisiert maximale Aufwärtskraft. Eine schwache Kerze mit langem Docht und kleinem Körper hingegen warnt: Hier fehlt die Überzeugung, und der Trade ist riskanter. Die Stärke der Kerze beim Wolkendurchbruch entscheidet maßgeblich darüber, wie nachhaltig die folgende Bewegung sein wird.
4.4.7 Einrichtung bei IG Markets / TradingView
Bei IG Markets und TradingView kannst du den Kerzentyp von „Candlestick" auf „Heikin-Ashi" umstellen. Das ist eine einfache Einstellung im Chart-Menü. Danach siehst du die geglätteten Kerzen statt der normalen.
Elliott-Wellen-Theorie
Das theoretische Fundament unseres Systems. Von Ralph Nelson Elliott über Fibonacci bis zu den fortgeschrittenen Korrekturmustern – hier lernst du die komplette Elliott-Wellen-Theorie, illustriert mit den Folien aus dem „Inside Elliott Wave"-Kurs.
5.1 Einführung in die Elliott-Wellen-Theorie
5.1.1 Was sind Elliott-Wellen?
Die Elliott-Wellen-Theorie ist eine Methode der technischen Analyse, die davon ausgeht, dass sich Finanzmärkte in wiederkehrenden Mustern bewegen. Diese Muster – sogenannte „Wellen" – spiegeln die kollektive Psychologie der Marktteilnehmer wider. Angst, Gier, Hoffnung und Frustration erzeugen vorhersagbare Zyklen, die sich auf allen Zeitebenen wiederholen.
Für uns als Trader bedeutet das: Wir können anhand der Wellenstruktur erkennen, wo wir uns im Marktzyklus befinden und was als Nächstes wahrscheinlich passieren wird. Das ist der erste Baustein unseres 4-Signale-Systems – das „ACHTUNG!" im „Achtung – Fertig – Los!"-Prinzip.
5.1.2 Die Geschichte: Ralph Nelson Elliott
Ralph Nelson Elliott war ein amerikanischer Buchhalter und Autor, der in den 1930er Jahren eine bahnbrechende Entdeckung machte. Inspiriert von der Dow-Theorie und Naturbeobachtungen entdeckte er die fraktale Natur des Marktgeschehens: Märkte bewegen sich nicht zufällig, sondern in wiederkehrenden Mustern, die sich auf jeder Zeitebene wiederholen.
1938 veröffentlichte Elliott sein Werk „The Wave Principle", in dem er seine Theorie darlegte. Seitdem wurde sie von Generationen von Analysten weiterentwickelt und verfeinert. Heute ist die Elliott-Wellen-Analyse eines der mächtigsten Werkzeuge der technischen Analyse – wenn man sie richtig anwendet.
5.1.3 Die Grundidee: Märkte bewegen sich in Zyklen
Die Grundidee ist elegant einfach: Märkte bewegen sich in einem 8-Wellen-Zyklus. Fünf Wellen in Trendrichtung (der Impuls: Wellen 1, 2, 3, 4, 5) gefolgt von drei Wellen gegen den Trend (die Korrektur: Wellen A, B, C). Dieser Zyklus wiederholt sich immer wieder – auf jeder Zeitebene.
Das Faszinierende: Jede einzelne Welle besteht wiederum aus Unterwellen, die dem gleichen Muster folgen. Wie ein Brokkoli, bei dem jedes kleine Röschen die Form des ganzen Brokkolis hat. Das nennt man fraktale Struktur – und es ist der Grund, warum die Elliott-Wellen-Theorie auf dem 5-Minuten-Chart genauso funktioniert wie auf dem Wochenchart.
5.1.4 Warum funktioniert das?
Weil Märkte von Menschen gemacht werden. Und Menschen verhalten sich in Gruppen vorhersagbar. Die gleichen Emotionen – Gier in der Welle 3, Angst in der Welle C, Hoffnung in der Welle B – wiederholen sich immer wieder. Die Elliott-Wellen-Theorie ist im Kern eine Theorie der Massenpsychologie, ausgedrückt in Kursmustern.
Stell dir einen Stadionbesuch vor: Wenn jemand aufsteht, stehen die Nachbarn auch auf. Dann die ganze Reihe. Dann der Block. Das ist eine Welle – ausgelöst durch Nachahmung und Gruppendynamik. Genau so funktionieren Finanzmärkte: Ein paar informierte Händler beginnen zu kaufen (Welle 1), die Masse folgt mit zunehmender Überzeugung (Welle 3), und die Letzten steigen am Höchstpunkt ein (Ende Welle 5). Dieses Muster wiederholt sich seit Jahrhunderten, weil sich die menschliche Psychologie nicht ändert – egal ob auf dem Tulpenmarkt im 17. Jahrhundert oder beim Bitcoin-Handel heute.
Selbst der zunehmende algorithmische Handel ändert daran nichts Grundsätzliches. Algorithmen werden von Menschen programmiert, reagieren auf menschliche Entscheidungen und verstärken oft die psychologischen Muster sogar noch. Die Wellenstruktur bleibt – auch wenn sich die konkreten Muster leicht verschoben haben (siehe Abschnitt über algorithmischen Handel).
5.1.5 Die zwei Grundtypen: Impuls und Korrektur
Es gibt nur zwei Grundtypen von Wellen:
| Typ | Struktur | Richtung | Unterteilung |
|---|---|---|---|
| Impulswelle | 5 Wellen (1-2-3-4-5) | In Trendrichtung | Welle 1,3,5 = Impulse; Welle 2,4 = Korrekturen |
| Korrekturwelle | 3 Wellen (A-B-C) | Gegen den Trend | Verschiedene Muster (Zigzag, Flat, Dreieck) |
Impulswellen treiben den Markt voran. Korrekturwellen sind die Pausen dazwischen. Und genau diese Korrekturen sind für uns als Trader der Schlüssel – denn sie zeigen uns, wo der nächste Impuls beginnt.
5.1.6 Warum Korrekturen unser bester Freund sind
Die meisten Trader hassen Korrekturen. Sie wollen Action, Bewegung, Gewinne – und wenn der Markt plötzlich gegen sie läuft, werden sie nervös, frustriert oder gar panisch. Aber für uns sind Korrekturen Gold wert. Denn eine Korrektur, die zu Ende geht, bedeutet: Ein neuer Impuls steht bevor. Und wenn wir diesen Impuls am Anfang erwischen – besonders Welle 3, das Filetstück – dann haben wir einen Trade mit einem hervorragenden Chance-Risiko-Verhältnis.
Stell dir das so vor: Während andere Trader panisch verkaufen, weil der Kurs fällt, erkennst du anhand der Wellenstruktur, dass es sich nur um eine Korrektur innerhalb eines laufenden Trends handelt. Du weißt, dass nach einer Welle 2 die explosive Welle 3 kommt. Du legst dich auf die Lauer, wartest auf die Bestätigungssignale – und steigst genau dann ein, wenn die Masse noch in Angst erstarrt ist. Das ist der entscheidende Vorteil, den dir die Elliott-Wellen-Theorie verschafft.
In unserem System lautet daher die Faustregel: Suche immer nach dem Ende einer Korrektur. Nicht den Impuls jagen, nicht in laufende Bewegungen reinspringen – sondern geduldig warten, bis die Korrektur vorüber ist. In der Analyse siehst du, wo sich der Markt befindet. Im Livestream siehst du, wann die Signale zünden. Und dann schlägst du zu – mit einem engen Stop und einem großen Ziel. Das ist das Zusammenspiel, das dieses System so besonders macht.
5.1.7 Auswirkungen des algorithmischen Handels
Ein wichtiger Punkt, den viele Elliott-Wellen-Puristen ignorieren: Die Märkte haben sich verändert. Der algorithmische Handel hat die Marktstruktur fundamental beeinflusst. In den modernen Märkten (Aktien, Devisen, Rohstoffe, Anleihen) treten 3-Wellen-Strukturen häufiger auf als klassische 5-Wellen-Impulse.
Double Three, Triple Three und Diagonale sind heute wesentlich häufiger als in den 1930er Jahren. Ein Trendmarkt kann sich durchaus in einer Korrekturstruktur bewegen. Das bedeutet für uns: Nicht alles in 5 Wellen zwängen! Flexibilität in der Zählung ist entscheidend.
5.2 Impulswellen (1-2-3-4-5)
5.2.1 Die 5-Wellen-Struktur
Eine Impulswelle besteht aus fünf Unterwellen: Welle 1, 2, 3, 4 und 5. Die Wellen 1, 3 und 5 sind Motivwellen (sie treiben den Trend voran), während die Wellen 2 und 4 Korrekturwellen sind (sie korrigieren einen Teil der vorherigen Bewegung).
Die Motivwellen (1, 3, 5) unterteilen sich wiederum in 5 Unterwellen: ((i)), ((ii)), ((iii)), ((iv)), ((v)). Die Korrekturwellen (2, 4) unterteilen sich in 3 Unterwellen: ((a)), ((b)), ((c)).
5.2.2 Welle 1: Der Anfang
Welle 1 ist selten offensichtlich. Die Nachrichten sind noch negativ, der vorherige Trend scheint noch intakt, die Stimmung ist rückläufig. Verkaufsoptionen sind in Mode, die Volatilität ist hoch. Das Volumen kann leicht zunehmen – aber die meisten Marktteilnehmer erkennen Welle 1 nicht als Beginn eines neuen Trends.
Für uns als Trader ist Welle 1 schwer zu handeln. Wir erkennen sie oft erst im Nachhinein. Aber das ist okay – denn unser Ziel ist Welle 3.
5.2.3 Welle 2: Die erste Korrektur
Welle 2 korrigiert Welle 1 – aber nie über den Ausgangspunkt von Welle 1 hinaus (das ist eine unverbrüchliche Regel!). Die Nachrichten sind noch schlecht, die Stimmung erinnert an den Bärenmarkt. Das Volumen ist geringer als in Welle 1. Die Preise gehen typischerweise bis 50–61,8 % von Welle 1 zurück.
Welle 2 ist der Moment, in dem viele aufgeben. „Siehst du, der Markt fällt doch weiter!" Aber genau hier liegt unsere Chance: Wenn Welle 2 endet, beginnt Welle 3 – das Filetstück.
5.2.4 Welle 3: Das Filetstück
Welle 3 ist die größte und stärkste Welle im gesamten Zyklus. Die Nachrichten werden positiv, Fundamentalanalysten erhöhen ihre Gewinnschätzungen, die Preise steigen schnell. Korrekturen innerhalb von Welle 3 sind kurzlebig und gering.
Welle 3 verlängert Welle 1 oft um den Faktor 1,618:1 (der Goldene Schnitt!). Die Stopps über dem Hoch von Welle 1 werden „rausgenommen" – das erzeugt Gaps (Kurslücken), die ein gutes Anzeichen für eine laufende Welle 3 sind.
„Welle 3 ist das Filetstück. Hier wollen wir dabei sein. Hier ist das große Geld."— Frank Schuh
Wichtige Regel
Welle 3 kann niemals die kürzeste der drei Impulswellen (1, 3, 5) sein. Wenn deine Zählung eine Welle 3 zeigt, die kürzer ist als Welle 1 oder Welle 5 – dann ist die Zählung falsch!
5.2.5 Welle 4: Die zweite Korrektur
Welle 4 ist eindeutig korrigierend und bewegt sich oft seitwärts. Sie korrigiert typischerweise weniger als 38,2 % von Welle 3. Das Volumen ist deutlich geringer. Welle 4 ist oft frustrierend – der Markt macht keine Fortschritte, es passiert scheinbar nichts.
Aber Welle 4 ist ein guter Ort für einen Pullback-Kauf. Denn nach Welle 4 kommt Welle 5 – die letzte Etappe des Impulses.
Wichtige Regel
Welle 4 darf nicht in das Preisgebiet von Welle 1 eindringen. Wenn Welle 4 unter das Hoch von Welle 1 fällt – dann ist die Zählung falsch!
5.2.6 Welle 5: Der finale Impuls
Welle 5 ist die letzte Etappe. Die Nachrichten sind positiv, alle sind optimistisch. Durchschnittliche Anleger steigen ein – oft kurz vor dem Höchststand! Das Volumen ist geringer als in Welle 3, Momentum-Divergenzen treten auf. Der Enthusiasmus von Welle 3 fehlt – die Kraft und Stärke sind geringer.
Welle 5 muss mit einer Impulsdivergenz enden. Das bedeutet: Der Kurs macht ein neues Hoch, aber die Indikatoren bestätigen das nicht. Das ist das Warnsignal, dass der Impuls zu Ende geht.
5.2.7 Ausdehnungen (Extensions) in Impulswellen
Impulse haben normalerweise eine Erweiterung (Extension) in Welle 1, Welle 3 oder Welle 5. Extensions sind verlängerte Impulse mit übertriebenen Unterteilungen – die Welle wird deutlich länger als die anderen.
Erweiterungen treten häufig in Welle 3 auf (bei Aktien und Devisen) und in Welle 5 (bei Rohstoffen). Wenn eine Welle sich extendiert, kann sie 161,8 %, 200 % oder sogar 261,8 % der vorherigen Welle erreichen.
5.2.8 Fibonacci-Verhältnisse der Impulswellen
| Welle | Fibonacci-Retracement / Extension |
|---|---|
| Welle 2 | 50 %, 61,8 %, 78,6 % oder 88,7 % von Welle 1 |
| Welle 3 | 161,8 %, 200 %, 261,8 % oder 323,6 % von Welle 1–2 |
| Welle 4 | 14,6 %, 23,6 % oder 38,2 % von Welle 3 (aber nicht mehr als 50 %) |
| Welle 5 | Inverses 123,6–161,8 % von W4, oder gleich W1, oder 61,8 % von W1–3 |
5.3 Korrekturwellen (A-B-C)
5.3.1 Die 3-Wellen-Struktur
Korrekturwellen bewegen sich gegen den übergeordneten Trend und bestehen aus drei Unterwellen: A, B und C. Sie sind vielfältiger als Impulswellen und oft schwieriger zu erkennen. Es gibt fünf grundlegende Korrekturmuster: Zigzag, Flat, Dreieck, Double Three und Triple Three.
Warum sind Korrekturen so vielgestaltig? Weil der Markt in einer Korrekturphase keinen klaren Konsens hat. In einem Impuls ziehen alle an einem Strang – der Trend hat eine klare Richtung. In der Korrektur hingegen kämpfen Bullen und Bären um die Vorherrschaft, und je nachdem wer gerade die Oberhand gewinnt, entstehen unterschiedliche Muster. Das macht Korrekturen anspruchsvoller in der Analyse, aber umso wertvoller, wenn man sie korrekt identifiziert – denn das Ende einer Korrektur signalisiert den Beginn des nächsten Impulses.
Merke dir die Grundregel: Impulswellen bestehen aus 5 Unterwellen, Korrekturwellen aus 3 (bzw. aus komplexeren Kombinationen von 3er-Strukturen). Wenn du in einem Chart eine 3-wellige Gegenbewegung siehst, ist das ein starkes Indiz dafür, dass der übergeordnete Trend intakt bleibt und bald fortgesetzt wird.
5.3.2 Welle A: Die erste Gegenbewegung
Welle A ist schwieriger zu erkennen als man denkt. Die Nachrichten sind noch positiv, das Volumen ist erhöht, die Volatilität steigt. Viele Marktteilnehmer sehen Welle A nur als „normalen Rücksetzer" und kaufen nach – schließlich war der Trend ja bullisch, und „der Markt kommt bestimmt zurück". Das macht Welle A trügerisch.
Welle A besteht in einem Zigzag aus 5 Unterwellen (also einer impulsiven Struktur), in einem Flat jedoch nur aus 3. Genau hier liegt die Schwierigkeit: Wenn Welle A in 5 Wellen verläuft, deutet das auf ein Zigzag hin und die Korrektur wird tendenziell schärfer ausfallen. Verläuft sie in 3 Wellen, deutet das auf ein Flat hin, bei dem die Korrektur eher seitwärts als abwärts verläuft. In beiden Fällen gilt: Die Erkennung von Welle A erfolgt meist erst im Nachhinein – wenn Welle B bereits läuft.
5.3.3 Welle B: Die Täuschung
Welle B ist die gefährlichste Welle für unerfahrene Trader. Die Preise kehren zurück, die Nachrichten werden wieder besser, und viele sehen eine Wiederaufnahme des Bullenmarktes. Das Volumen ist aber geringer als in Welle A – ein wichtiges Warnsignal, das die meisten ignorieren. Welle B ist eine Falle – sie lockt Käufer an, bevor Welle C sie bestraft.
Besonders tückisch sind sogenannte überschießende B-Wellen (Expanded Flat), bei denen Welle B sogar über das Ende von Welle 5 des vorherigen Impulses hinausgeht. In diesem Fall entsteht der Eindruck, der Aufwärtstrend sei intakt und habe sogar ein neues Hoch gemacht – nur um dann in einer brutalen Welle C abzustürzen. Welle B besteht immer aus 3 Unterwellen (A-B-C einer niedrigeren Ordnung), was bedeutet: Sie ist strukturell kein Impuls, auch wenn sie sich manchmal wie einer anfühlt.
„Hoffnung ist die Wiese, auf der die Narren grasen." – In Welle B grasen besonders viele.— Frank Schuh
5.3.4 Welle C: Der finale Abverkauf
Welle C ist impulsiv – sie besteht aus 5 Wellen. Das Volumen nimmt zu, die Volatilität steigt, und der Bärenmarkt wird allen klar. Jetzt drehen auch die letzten Optimisten bei: Die Nachrichten sind eindeutig negativ, Analysten senken ihre Kursziele, und Panik greift um sich. Welle C ist mindestens so groß wie Welle A, oft bis zum 1,618-fachen von Welle A. Hier werden die Hoffnungen der Welle-B-Käufer zerstört.
Für uns als Elliott-Wellen-Trader ist Welle C aber kein Grund zur Panik – ganz im Gegenteil. Wenn wir die Struktur korrekt identifiziert haben, wissen wir: Am Ende von Welle C wartet die nächste große Chance. Denn dort endet die gesamte Korrektur, und der übergeordnete Impuls setzt sich fort. Fibonacci-Verhältnisse helfen uns, das potenzielle Ende von Welle C einzugrenzen: Typischerweise endet sie bei 100 % oder 161,8 % der Länge von Welle A, gemessen vom Ende der Welle B.
5.3.5 Warum Welle B so gefährlich ist
Welle B ist der Moment, in dem die Hoffnung regiert. Der Markt steigt wieder, die Nachrichten werden besser, alle denken: „Es geht wieder aufwärts!" Aber Welle B ist nur eine Korrektur innerhalb der Korrektur – eine Falle. Wer in Welle B kauft, wird in Welle C bestraft. Deshalb: Niemals in einer Welle B einsteigen!
Das Problem: Welle B fühlt sich an wie ein neuer Impuls. Das Sentiment dreht, die Stimmung wird optimistisch, und selbst technische Indikatoren können kurzfristig bullische Signale geben. Genau hier zeigt sich der Wert der Elliott-Wellen-Analyse: Während andere Trader auf das Bauchgefühl oder einzelne Indikatoren vertrauen, erkennst du anhand der Wellenstruktur, dass es sich lediglich um eine 3-wellige Gegenbewegung handelt – und nicht um den Beginn eines neuen Impulses.
Ein praktischer Tipp: Achte auf das Volumen. In einer echten Welle 3 eines neuen Impulses steigt das Volumen deutlich an. In einer Welle B hingegen ist das Volumen typischerweise geringer als in Welle A. Das ist eines der zuverlässigsten Erkennungsmerkmale, um eine Bullenfalle zu entlarven.
5.3.6 Korrektur vs. Trendwende erkennen
Wie unterscheidest du eine Korrektur (die endet und den Trend fortsetzt) von einer Trendwende (die einen neuen Trend einleitet)? Die Antwort liegt in der Wellenstruktur: Eine Korrektur besteht aus 3 Wellen (A-B-C), eine Trendwende beginnt mit 5 Wellen (1-2-3-4-5). Wenn nach einer Gegenbewegung ein 5-Wellen-Impuls in der alten Trendrichtung startet, war es eine Korrektur. Startet stattdessen ein 5-Wellen-Impuls in der neuen Richtung, handelt es sich um eine Trendwende.
In der Praxis ist diese Unterscheidung nicht immer sofort möglich – erst wenn die ersten Unterwellen des neuen Impulses sichtbar werden, wird die Lage klar. Hier hilft die Kombination mit unseren anderen Signalen: Wenn nach dem Ende einer vermeintlichen Korrektur der TK-Cross zündet, der Supertrend-Pfeil in Trendrichtung wechselt und die Heikin-Ashi-Kerzen durch die Wolke stoßen, dann spricht die Konfluenz dafür, dass der übergeordnete Trend tatsächlich fortgesetzt wird.
Und selbst wenn du einmal falsch liegst: Mit einem sauberen Risikomanagement und einem engen Stop unter der Wolke verlierst du nur einen kleinen Betrag. Das sekundäre Szenario in der Analyse dient genau diesem Zweck – es bereitet dich darauf vor, dass die Korrektur sich doch als etwas anderes herausstellen könnte.
5.4 Wellenverschachtelung
5.4.1 Jede Welle besteht aus Unterwellen
Das Prinzip der Verschachtelung ist das Herzstück der Elliott-Wellen-Theorie: Jede Welle besteht aus Unterwellen, die dem gleichen Muster folgen. Eine Welle 3 im Tageschart besteht aus 5 Unterwellen im 4-Stunden-Chart. Jede dieser Unterwellen besteht wiederum aus Unterwellen im Stundenchart. Und so weiter.
5.4.2 Die fraktale Natur der Märkte
Wie ein Brokkoli, bei dem jedes kleine Röschen die Form des ganzen Brokkolis hat. Oder wie eine Küstenlinie, die aus der Ferne glatt aussieht, aber beim Reinzoomen immer mehr Details offenbart. Die Märkte sind ein fraktales System – auf jeder Ebene wiederholt sich die gleiche Struktur.
Dieses Prinzip ist nicht nur theoretisch faszinierend, sondern hat einen sehr praktischen Nutzen: Es bedeutet, dass die gleichen Regeln auf jeder Zeitebene gelten. Egal ob du den Monatschart oder den 5-Minuten-Chart betrachtest – die Elliott-Wellen-Regeln bleiben identisch. Welle 2 darf nie unter den Anfang von Welle 1 fallen. Welle 3 ist nie die kürzeste. Welle 4 dringt nicht in Welle 1 ein. Diese Universalität macht die Theorie so mächtig.
Frank drückt es in seinen Livestreams oft so aus: Die Wellenzählung im 4-Stunden-Chart zeigt dir die Richtung, und dann gehst du in die kleineren Zeitebenen, um dort den exakten Einstiegspunkt zu finden. Die fraktale Natur garantiert dir, dass du auf jeder Ebene die gleiche Sprache sprichst – nur mit unterschiedlicher Detailtiefe.
5.4.3 Vom Wochenchart bis zum 5-Minuten-Chart
Im Wochenchart siehst du den Grand Supercycle. Im Tageschart den Cycle. Im 4-Stunden-Chart den Primary. Im Stundenchart den Intermediate. Im 15-Minuten-Chart den Minor. Im 5-Minuten-Chart den Minute. Alle folgen dem gleichen Muster: 5 Wellen Impuls, 3 Wellen Korrektur.
In unserem System nutzen wir vor allem vier Zeitebenen: den 4-Stunden-Chart für das große Bild (wo befinden wir uns im Zyklus?), den Stundenchart für die mittelfristige Orientierung, den 15-Minuten-Chart für den konkreten Einstieg und den 5-Minuten-Chart für das Feintuning und die Stop-Setzung. Die Analyse von Frank beginnt dabei immer oben – im Wochen- oder Tageschart – und arbeitet sich Schritt für Schritt nach unten vor. Diese Top-Down-Methode stellt sicher, dass du nie den Überblick verlierst, auch wenn du auf der kleinsten Zeitebene handelst.
5.4.4 Visualisierung: Eine Welle 3 zerlegen
Nehmen wir eine Welle 3 im Tageschart. Sie besteht aus 5 Unterwellen: (1), (2), (3), (4), (5). Die Unterwelle (3) – also die Welle 3 innerhalb der Welle 3 – ist die stärkste Bewegung. Sie besteht wiederum aus 5 Unterwellen: 1, 2, 3, 4, 5. Die Welle 3 innerhalb der Welle 3 innerhalb der Welle 3 – das ist der absolute Sweet Spot.
In der Praxis sieht das so aus: Im Tageschart identifizierst du anhand der Analyse, dass wir uns in einer übergeordneten Welle 3 befinden. Du wechselst in den 4-Stunden-Chart und siehst, dass die Unterwelle (2) gerade endet. Jetzt weißt du: Gleich beginnt die Unterwelle (3) – das Filetstück innerhalb des Filetstücks. Im 15-Minuten-Chart wartest du auf die Bestätigungssignale, und sobald sie zünden, steigst du ein – mit einem engen Stop und dem Wissen, dass du dich in der stärksten Phase des gesamten Zyklus befindest. Dieses „Reinzoomen" in die Verschachtelung ist der Schlüssel zu Trades mit außergewöhnlichen Chance-Risiko-Verhältnissen.
5.4.5 Praktische Bedeutung für dein Trading
Die Verschachtelung ermöglicht es dir, auf verschiedenen Zeitebenen zu handeln. Im 4-Stunden-Chart siehst du das große Bild und erkennst, wo der Markt im übergeordneten Zyklus steht. Im Stundenchart siehst du die Details der aktuellen Welle und findest die Zone für den Einstieg. Im 15-Minuten-Chart wartest du auf die Bestätigungssignale (TK-Cross, Supertrend-Pfeil, Heikin-Ashi durch die Wolke). Im 5-Minuten-Chart optimierst du das Timing und setzt deinen Stop.
Der entscheidende Vorteil: Durch die Verschachtelung reduzierst du dein Risiko erheblich. Statt im 4-Stunden-Chart mit einem 400-Punkte-Stop einzusteigen, gehst du in den 15-Minuten-Chart und brauchst dort vielleicht nur 70 Punkte Risiko – für das gleiche Ziel. Du tradest also die kleine Zeitebene, profitierst aber von der Bewegung der großen. Das ist der Kerngedanke unseres Systems und der Grund, warum die Wellenverschachtelung so wichtig ist.
5.4.6 Warum das schön ist
„Die Märkte sind ein fraktales System. Auf jeder Ebene wiederholt sich die gleiche Struktur. Es gibt eine gewisse Eleganz und Ordnung im scheinbaren Chaos. Und das gibt dem Trader Orientierung auf jeder Zeitebene."— Frank Schuh
5.5 Wellengrade
5.5.1 Was sind Wellengrade?
Wellengrade sind die Hierarchie-Ebenen der Elliott-Wellen. Jeder Wellengrad hat eine eigene Bezeichnung und ein eigenes Symbol, damit du auf dem Chart sofort erkennst, auf welcher Ebene du dich befindest. Das Konzept ist einfach: Eine Welle 3 im Tageschart ist etwas völlig anderes als eine Welle 3 im 5-Minuten-Chart – obwohl beide dieselbe Zahl tragen. Der Wellengrad verrät dir, in welcher Dimension du dich bewegst.
Im Livestream siehst du unterschiedliche Wellenbezeichnungen: Zahlen in Klammern, im Kreis, römische Ziffern. Das sorgt bei Einsteigern oft für Verwirrung – ist aber logisch aufgebaut. Eine arabische Zahl im Kreis (z.B. ① ② ③) gehört zum Primary-Grad. Die Unterwellen davon – eine Stufe kleiner – sind Intermediate und werden z.B. in Klammern dargestellt. Wenn du das einmal verstanden hast, kannst du im Livestream sofort erkennen, welche Welle welchem Grad angehört und wie sie ineinandergreifen.
5.5.2 Die Hierarchie der Grade
| Wellengrad | Impuls-Symbol | Korrektur-Symbol | Typische Zeitebene |
|---|---|---|---|
| Grand Supercycle | ((I)) ((II)) ((III)) ((IV)) ((V)) | ((a)) ((b)) ((c)) | Jahrzehnte |
| Supercycle | (I) (II) (III) (IV) (V) | (a) (b) (c) | Jahre |
| Cycle | I II III IV V | a b c | Monate–Jahre |
| Primary | (1) (2) (3) (4) (5) | (A) (B) (C) | Wochen–Monate |
| Intermediate | (1) (2) (3) (4) (5) | (A) (B) (C) | Tage–Wochen |
| Minor | 1 2 3 4 5 | A B C | Stunden–Tage |
| Minute | ((i)) ((ii)) ((iii)) ((iv)) ((v)) | ((a)) ((b)) ((c)) | Stunden |
| Minuette | (i) (ii) (iii) (iv) (v) | (a) (b) (c) | Minuten |
| Sub-Minuette | i ii iii iv v | a b c | Minuten |
5.5.3 Relevante Grade für unser Trading
Für unser tägliches Trading sind vor allem die Grade Primary bis Minute relevant. Im Livestream siehst du die Wellenzählung in verschiedenen Graden – erkennbar an den unterschiedlichen Symbolen (Kreise, Klammern, einfache Zahlen). Die höheren Grade (Supercycle, Grand Supercycle) sind für langfristige Investoren interessant, spielen aber im täglichen Trading keine direkte Rolle.
Ein wichtiger Punkt aus der Praxis: Im Livestream hat jede der vier Zeitebenen (5 Min, 15 Min, 1h, 4h) eine eigenständige automatische Wellenzählung. Das bedeutet, dass die Zählung im 4-Stunden-Chart auf einer anderen Kurshistorie basiert als die im Stundenchart. Dadurch können sich zwischen den Zeitebenen scheinbare Widersprüche ergeben. Franks manuelle Analyse löst dieses Problem, indem sie von oben nach unten arbeitet und alle Zeitebenen konsistent verknüpft. Der Livestream zeigt dir das „Echtzeit-Radar", die Analyse liefert dir den übergeordneten Fahrplan – beides zusammen ergibt das vollständige Bild.
5.6 Regeln & Richtlinien
5.6.1 Der Unterschied: Regeln vs. Richtlinien
Regeln sind unverbrüchlich. Wenn eine Regel gebrochen wird, ist die Wellenzählung falsch – ohne Ausnahme, ohne Diskussion, ohne Kompromiss. Richtlinien sind Tendenzen, die meistens zutreffen, aber Ausnahmen erlauben. Der Unterschied ist entscheidend: Regeln sind das Fundament, auf dem alles steht. Richtlinien helfen dir, die wahrscheinlichste Zählung zu finden – aber sie sind keine Gesetze.
Es gibt genau drei eiserne Regeln in der Elliott-Wellen-Theorie. Nur drei. Das macht die Sache überraschend einfach – und gleichzeitig unerbittlich. Denn wenn du eine dieser drei Regeln verletzt, weißt du sofort: Deine Zählung ist falsch, und du musst von vorne anfangen. Das klingt hart, ist aber ein enormer Vorteil: Du hast ein objektives Kriterium, das dir klare Grenzen setzt und Fehlzählungen sofort entlarvt.
5.6.2 Regel 1: Welle 2 darf nie unter den Anfang von Welle 1 fallen
Welle 2 korrigiert Welle 1, aber sie darf niemals den Ausgangspunkt von Welle 1 unterschreiten. Wenn das passiert, war es keine Welle 2 – die Zählung ist ungültig. In der Praxis bedeutet das: Wenn du in einem bullischen Szenario long einsteigst, nachdem eine Welle 2 vermeintlich endet, dann setzt du deinen Stop unter den Anfang von Welle 1. Denn wenn dieser Punkt unterschritten wird, war deine Zählung falsch – und du willst sofort raus.
5.6.3 Regel 2: Welle 3 ist nie die kürzeste
Von den drei Impulswellen (1, 3, 5) darf Welle 3 niemals die kürzeste sein. Sie ist typischerweise die längste und stärkste Welle im gesamten Impuls. In den allermeisten Fällen erreicht Welle 3 mindestens das 161,8 %-Extension-Level von Welle 1. Wenn deine Zählung eine kurze Welle 3 zeigt, die kürzer als Welle 1 oder Welle 5 ist, stimmt etwas nicht – du musst die Wellenzählung komplett überarbeiten.
5.6.4 Regel 3: Welle 4 darf nicht in das Preisgebiet von Welle 1 eindringen
Das Tief von Welle 4 darf nicht unter das Hoch von Welle 1 fallen – die Preisgebiete der beiden Wellen dürfen sich nicht überlappen. In der Praxis ist diese Regel besonders nützlich: Wenn du siehst, dass der Markt nach Welle 3 korrigiert, weißt du genau, wo die „rote Linie" liegt. Wird sie unterschritten, ist die Zählung ungültig. Es gibt eine wichtige Ausnahme: Bei Diagonalen Dreiecken (Leading und Ending Diagonals) ist eine Überlappung zwischen Welle 4 und Welle 1 ausdrücklich erlaubt – und sogar typisch.
5.6.5 Wichtige Richtlinien
- Alternation: Welle 2 und Welle 4 sollten sich in Form unterscheiden (z.B. Welle 2 = Zigzag, Welle 4 = Flat)
- Gleichheit: Wenn Welle 3 sich extendiert, tendieren Welle 1 und Welle 5 dazu, gleich lang zu sein
- Channeling: Impulswellen bewegen sich oft innerhalb paralleler Trendlinien
- Fibonacci-Verhältnisse: Die Wellen stehen in Fibonacci-Verhältnissen zueinander
5.6.6 Was passiert bei Regelbruch?
Wenn eine der drei Regeln gebrochen wird, ist die Wellenzählung ungültig. Punkt. Keine Diskussion, keine Ausreden, keine „Aber vielleicht diesmal..."-Gedanken. Du musst die Zählung überarbeiten und eine alternative Zählung finden, die alle Regeln einhält.
In der Praxis ist ein Regelbruch sogar etwas Gutes: Er gibt dir absolute Klarheit. Während andere Trader im Nebel stochern und hoffen, dass der Markt schon irgendwie drehen wird, hast du ein objektives Kriterium, das dir sagt: „Stopp, hier stimmt etwas nicht." Genau deshalb setzen wir unsere Stops an Punkten, an denen ein Regelbruch stattfinden würde – denn dort wird unsere These invalidiert. Und genau das schützt unser Kapital.
5.6.7 Häufige Zählfehler vermeiden
- Welle 3 als die kürzeste Welle zählen
- Welle 4 in das Gebiet von Welle 1 eindringen lassen
- Alles in 5 Wellen zwängen (manchmal sind es 3!)
- Die übergeordnete Zählung ignorieren
5.6.8 Primäres vs. Sekundäres Szenario
Es gibt immer mindestens zwei mögliche Wellenzählungen. Das primäre Szenario ist die wahrscheinlichste Zählung. Das sekundäre Szenario ist der Plan B – was passiert, wenn die Invalidierung eintritt. Beide Szenarien müssen alle Regeln einhalten.
5.7 Fibonacci & Retracements
5.7.1 Was ist Fibonacci?
Leonardo Fibonacci da Pisa war ein Mathematiker aus dem 13. Jahrhundert, der 1242 das Werk „Liber Abacci" veröffentlichte und das Dezimalsystem in Europa einführte. Er studierte die Pyramiden von Gizeh und entdeckte eine Zahlenfolge, die in der Natur überall auftaucht:
5.7.2 Der Goldene Schnitt
Wenn du eine Fibonacci-Zahl durch die vorherige teilst, erhältst du annähernd den Goldenen Schnitt: 1,618. Zum Beispiel: 89 ÷ 55 = 1,618. Und umgekehrt: 55 ÷ 89 = 0,618. Diese Verhältnisse tauchen überall auf – in Muschelspiralen, Blütenblättern, der Architektur, der Musik – und in den Finanzmärkten.
5.7.3 Die Fibonacci-Verhältnis-Tabelle
Aus der Fibonacci-Folge leiten sich die wichtigsten Verhältnisse ab, die wir im Trading verwenden. Die Tabelle zeigt, wie jede Fibonacci-Zahl zu jeder anderen in Beziehung steht – und daraus ergeben sich die Retracement- und Extension-Levels.
5.7.4 Die wichtigsten Levels
| Fibonacci-Level | Bedeutung | Typisch für |
|---|---|---|
| 14,6 % | Absolutes Minimum | Pflicht erfüllt (Welle 4) |
| 23,6 % | Minimales Retracement | Welle 4 ideal |
| 38,2 % | Häufiges Ziel | Welle 4 |
| 50,0 % | Klassische Halbierung | Welle 2 / Welle 4 |
| 61,8 % | Goldenes Retracement | Welle 2 ideal |
| 78,6 % | Tiefes Retracement | Welle 2 |
| 88,7 % | Sehr tiefes Retracement | Welle 2 (Grenzfall) |
| 88,7 % | Letzter Halt | Vor Invalidierung |
5.7.5 Retracements für Welle 2
Welle 2 korrigiert typischerweise 50 %, 61,8 %, 78,6 % oder 88,7 % von Welle 1. Das 61,8%-Level ist das „Goldene Retracement" – hier endet Welle 2 am häufigsten. Je tiefer das Retracement, desto explosiver ist oft die folgende Welle 3.
In der Analyse von Frank siehst du diese Levels als horizontale Linien im Chart eingezeichnet. Wenn der Markt das 50%-Level erreicht hat, ist er bereits in der relevanten Zone. Das 61,8%-Level ist der Idealfall. Die 78,6 % und 88,7 % markieren die „letzten Stationen" – wenn auch das 88,7%-Level unterschritten wird, ist die Zählung in Gefahr. Genau dort setzt Frank üblicherweise den Stop: knapp unter dem 88,7%-Retracement, weil ein tieferes Retracement die gesamte Wellenzählung invalidieren würde.
5.7.6 Retracements für Welle 4
Welle 4 korrigiert typischerweise weniger als Welle 2: 14,6 %, 23,6 % oder 38,2 % von Welle 3. Welle 4 sollte nicht mehr als 50 % von Welle 3 korrigieren. Das 38,2%-Level ist das häufigste Ziel für Welle 4.
Der Grund für die flacheren Korrekturen von Welle 4 im Vergleich zu Welle 2 liegt im Momentum: Nach der kraftvollen Welle 3 sind viele Marktteilnehmer bullisch eingestellt, und die Korrektur fällt entsprechend milder aus. Achte außerdem auf die Alternationsregel: Wenn Welle 2 ein tiefes, scharfes Zigzag war, tendiert Welle 4 zu einer flachen, seitwärts verlaufenden Korrektur (Flat oder Dreieck) – und umgekehrt. Diese Alternation hilft dir, die Art der Korrektur vorab einzuschätzen.
5.7.7 „Die Pflicht" vs. „Das Bonusprogramm"
Frank Schuh unterscheidet zwischen der Pflicht und dem Bonusprogramm: Die Pflicht ist das Minimum-Retracement (14,6 %). Wenn der Markt mindestens 14,6 % korrigiert, hat er seine „Pflicht" erfüllt. Alles darüber hinaus – 23,6 %, 38,2 %, 50 % – ist das „Bonusprogramm". Je mehr Bonusprogramm, desto besser der Einstieg für den nächsten Trade.
5.7.8 Fibonacci-Tool anwenden
In deiner Handelsplattform (IG Markets, TradingView) findest du das Fibonacci-Retracement-Tool. Du ziehst es vom Anfang einer Welle bis zum Ende. Die Software berechnet automatisch alle Fibonacci-Levels. Diese Levels sind deine potenziellen Ziele und Unterstützungen.
Für ein Retracement ziehst du das Tool vom Anfang der Welle (z.B. Beginn von Welle 1) bis zum Ende (Hoch von Welle 1). Die eingezeichneten Levels zeigen dir dann, wo Welle 2 voraussichtlich enden wird. Für eine Extension ziehst du das Tool ebenfalls über die gesamte Welle und liest die Projektionen oberhalb von 100 % ab – dort liegen die Ziele für die nächste Impulswelle. Du findest beide Rechner auch hier im Kompendium unter Rechner & Tools, um die Werte schnell und ohne Chartprogramm berechnen zu können.
📐 Fibonacci-Retracement berechnen 📐 Fibonacci-Extension berechnen
5.8 Fortgeschrittene Muster
5.8.1 Über die einfache A-B-C hinaus
Die einfache A-B-C-Korrektur ist nur der Anfang. In der Praxis treten wesentlich komplexere Muster auf. Korrekturen sind vielfältiger als Impulswellen und oft schwieriger zu erkennen. Es gibt fünf grundlegende Arten: Zigzag, Flat, Dreieck, Double Three und Triple Three.
5.8.2 Zigzag-Korrekturen (5-3-5)
Ein Zigzag ist eine scharfe Korrektur mit der Struktur 5-3-5: Welle A und Welle C bestehen aus 5 Wellen (Impuls oder Diagonale), Welle B ist eine beliebige 3er-Struktur.
Fibonacci-Verhältnisse:
- B = 50–88,7 % von A
- C = 61,8–123,6 % von A
- Wenn C = 161,8 % von A → könnte Welle 3 eines Impulses sein (Achtung!)
5.8.3 Flat-Korrekturen (3-3-5)
Ein Flat hat die Struktur 3-3-5: Welle A in 3 Wellen, Welle B in 3 Wellen, Welle C in 5 Wellen. Es gibt drei Varianten:
| Variante | Merkmal | Fibonacci |
|---|---|---|
| Regular Flat | B endet nahe Beginn von A, C endet etwas nach Ende von A | B = 90 % von A, C = 61,8–123,6 % von AB |
| Expanded Flat | B endet jenseits Ausgangsniveau von A, C endet deutlich jenseits Endniveau von A | B = 123,6 % von A, C = 123,6–161,8 % von AB |
| Running Flat | B endet deutlich jenseits A-Start, C legt nicht gesamte Strecke zurück | B = 123,6 % von A, C = 61,8–100 % von AB |
5.8.4 Dreiecke (3-3-3-3-3)
Dreiecke sind Seitwärtsbewegungen mit abnehmendem Volumen und abnehmender Volatilität. Sie bestehen aus 5 Seiten (A, B, C, D, E), jede in 3 Wellen → Struktur 3-3-3-3-3. Es gibt vier Arten:
| Art | Beschreibung |
|---|---|
| Kontrahierend | Beide Trendlinien laufen zusammen (häufigstes Dreieck) |
| Steigend | Obere Linie horizontal, untere steigend |
| Fallend | Untere Linie horizontal, obere fallend |
| Expandierend | Beide Trendlinien laufen auseinander (selten) |
Dreiecke treten normalerweise in Welle B oder Welle 4 auf. Der RSI muss das Dreieck in jedem Zeitrahmen unterstützen. Die Unterteilung A, B, C, D, E kann jeweils abc, wxy oder flat sein.
5.8.5 Diagonale Dreiecke
Diagonale Dreiecke sind eine Sonderform, die wie ein Keil geformt ist – die Trendlinien laufen zusammen (oder auseinander). Sie unterscheiden sich von normalen Impulsen dadurch, dass eine Überlappung von Welle 1 und Welle 4 erlaubt ist. Genau das macht sie für Anfänger verwirrend, denn bei einem normalen Impuls wäre diese Überlappung ein Regelbruch.
Es gibt zwei Typen von Diagonalen, die an unterschiedlichen Stellen im Wellenmuster auftreten:
Leading Diagonal (Anfangsdiagonale): Diese tritt am Beginn eines neuen Trends auf – entweder als Welle 1 eines Impulses oder als Welle A einer Korrektur. Besonders die Position in Welle A ist wichtig zu kennen: Wenn nach einer abgeschlossenen 5-Wellen-Bewegung eine Korrektur beginnt und Welle A sich als Diagonale zeigt, signalisiert das, dass die Korrektur zwar begonnen hat, aber noch viel Abwärtspotenzial (Welle C) vor sich hat. Die Unterteilung einer Leading Diagonal kann 5-3-5-3-5 oder 3-3-3-3-3 sein. Der Keil öffnet sich typischerweise nach oben – die Wellen werden kleiner.
Ending Diagonal (Abschlussdiagonale): Diese tritt am Ende eines Trends auf – als Welle 5 eines Impulses oder als Welle C einer Korrektur. Die Ending Diagonal ist ein starkes Umkehrsignal: Sie zeigt, dass dem Markt die Kraft ausgeht. Die Unterteilung ist meist 3-3-3-3-3. Nach Abschluss einer Ending Diagonal erfolgt oft eine schnelle, scharfe Gegenbewegung zurück zum Ausgangspunkt der Diagonale.
| Typ | Position | Unterteilung | Merkmal | Bedeutung |
|---|---|---|---|---|
| Leading Diagonal | Welle 1 oder Welle A | 5-3-5-3-5 oder 3-3-3-3-3 | Keilform, W1/W4-Überlappung möglich | Neuer Trend beginnt – früh dabei sein |
| Ending Diagonal | Welle 5 oder Welle C | 3-3-3-3-3 oder 5-3-5-3-5 | Keilform, W1/W4-Überlappung möglich | Trend endet – schnelle Umkehr folgt |
Praxis-Tipp: Leading Diagonal in Welle A
Wenn du nach einem abgeschlossenen 5-Wellen-Impuls eine Diagonale als Welle A siehst, ist das ein wertvolles Signal: Die Korrektur hat gerade erst begonnen, und nach der Welle-B-Erholung kommt Welle C – oft die größte Abwärtsbewegung der Korrektur. Das ist kein Zeitpunkt zum Kaufen, sondern zum Abwarten oder für einen Short-Trade.
5.8.6 Double Three (WXY)
Ein Double Three ist eine seitwärts gerichtete Kombination aus 2 Korrekturmustern. Die Bezeichnung ist WXY. W und Y können Zigzag, Flat oder Double/Triple Three kleineren Grades sein. X ist eine beliebige korrigierende Struktur. Ein Double Three ergibt eine 7-Schwung-Struktur.
Fibonacci: X = 50–88,7 % von W, Y = 61,8–123,6 % von W. Y darf 161,8 % von W nicht überschreiten.
5.8.7 Triple Three (WXYXZ)
Ein Triple Three ist eine seitwärts gerichtete Kombination aus 3 Korrekturmustern. Die Bezeichnung ist WXYXZ. W, Y und Z können Zigzag, Flat oder Double/Triple Three kleineren Grades sein. X ist eine beliebige korrigierende Struktur. Ein Triple Three ergibt eine 11-Schwung-Struktur.
Fibonacci: X = 50–88,7 % von W, Z = 61,8–123,6 % von W. Y darf 161,8 % von W nicht überschreiten (sonst wäre es eine impulsive Welle 3).
5.8.8 Wann Korrekturen komplex werden
Korrekturen werden komplex, wenn der Markt keine klare Richtung findet. Das passiert oft in Seitwärtsphasen, bei Unsicherheit oder wenn sich verschiedene Marktkräfte gegenseitig aufheben. In modernen, algorithmisch geprägten Märkten sind komplexe Korrekturen (Double Three, Triple Three) häufiger als je zuvor.
Erkennung im Livestream
Der Livestream-Algorithmus erkennt diese komplexen Muster automatisch und passt die Wellenzählung entsprechend an. Du musst nicht selbst entscheiden, ob es ein Flat oder ein Zigzag ist – der Algorithmus macht das für dich. Aber es hilft enorm, die Muster zu verstehen, um die Zählung nachvollziehen zu können.
Trading-Praxis
Vom Wissen zur Tat: Zeitebenen, dein erster Trade, Stop-Management, die Testballon-Methode, Order-Management und der tägliche Ablauf eines profitablen Traders.
6.1 Die vier Zeitebenen
6.1.1 Warum mehrere Zeitebenen?
Ein einzelner Zeitrahmen zeigt dir nur einen Ausschnitt – wie ein Blick durch ein Schlüsselloch. Um das vollständige Bild zu sehen, brauchst du mehrere Zeitebenen. Der 4-Stunden-Chart zeigt den übergeordneten Trend und die große Wellenzählung, der Stundenchart die aktuelle Welle und ihre Details, der 15-Minuten-Chart den konkreten Einstiegspunkt und der 5-Minuten-Chart das Feintuning für Stop und Timing.
Die Idee dahinter: Du holst dir die Richtung aus der großen Zeitebene und die Ausführung aus der kleinen. Dadurch tradest du immer in Richtung des übergeordneten Trends, hast aber einen viel engeren Stop als jemand, der nur den 4-Stunden-Chart handelt. Das Ergebnis sind überlegene Chance-Risiko-Verhältnisse – oft 10:1 oder besser.
6.1.2 Die vier Ebenen im Detail
| Zeitebene | Funktion | Was du siehst | Typische Nutzung |
|---|---|---|---|
| 4-Stunden-Chart | Das große Bild | Übergeordnete Wellenzählung, langfristiger Trend | Richtung bestimmen |
| 1-Stunden-Chart | Die Bestätigung | Mittelfristige Wellen, Trendbestätigung | Szenario validieren |
| 15-Minuten-Chart | Der Handels-Timeframe | Kurzfristige Signale, Einstiegspunkte | Trades eröffnen |
| 5-Minuten-Chart | Der Frühindikator | Erste Anzeichen, Feintuning | Stop-Setzung, Scalping |
6.1.3 Top-Down-Analyse in der Praxis
Beginne immer oben: Schaue zuerst den 4-Stunden-Chart an. Welche Welle läuft? In welche Richtung zeigt der Trend? Geht eine Korrektur zu Ende? Dann zoome in den Stundenchart: Stimmt die Zählung überein? Sind die Unterwellen konsistent mit dem großen Bild? Dann in den 15-Minuten-Chart: Wo sind die Bestätigungssignale? Wann kommt der Einstieg? Und schließlich in den 5-Minuten-Chart: Wo setze ich den Stop, und wie sieht das Feintuning aus?
In Franks Analysen siehst du genau diese Top-Down-Methode angewendet: Jede Analyse beginnt mit dem Wochen- oder Tageschart und arbeitet sich systematisch über den 4-Stunden-Chart zum Stundenchart vor. Der Livestream ergänzt das Ganze dann mit den Echtzeit-Signalen im 15- und 5-Minuten-Chart. Du nimmst also die strategische Richtung aus der Analyse und die taktische Ausführung aus dem Livestream.
6.1.4 Widersprüche zwischen Zeitebenen
Zeigt der 4-Stunden-Chart ein bullisches Szenario, der Stundenchart aber ein bärisches, stellt sich die entscheidende Frage: Ist das bärische Bild im Stundenchart lediglich eine Korrektur innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends – oder weicht die Trendrichtung tatsächlich ab? Im ersten Fall ist die Situation sogar ideal: Genau auf das Ende solcher Korrekturen in der kleineren Zeitebene warten wir für unseren Einstieg.
Unterscheiden sich die Trendrichtungen jedoch grundlegend, offenbart das eine Zerrissenheit des Marktes. Der Markt steht auf der Kippe, das Bild ist auf Kante genäht. In dieser Situation wechselst du in den 15-Minuten-Chart, um dort nach Klarheit zu suchen. Bleiben die Zweifel bestehen, ziehst du Franks Analyse hinzu – sie bringt die nötige Orientierung zurück und zeigt die tatsächliche Trendrichtung. Ist selbst dort das Bild noch zwiegespalten, gilt eine klare Regel: Kein Trade. Abseits stehen ist in einer solchen Lage die beste Entscheidung.
Die Ursache für solche Widersprüche liegt in der Natur der automatischen Wellenzählung: Jede Zeitebene greift auf eine unterschiedliche Kurshistorie zurück. Der 4-Stunden-Chart reicht beispielsweise bis 2016 zurück, der Stundenchart dagegen nur bis 2021 – fünf Jahre Unterschied. Da die Software für jede Zeitebene eine eigenständige Wellenzählung berechnet, ergeben unterschiedliche Historien zwangsläufig auch unterschiedliche Wellengrade und Unterwellen. So entstehen die scheinbaren Widersprüche.
Auf den ersten Blick wirkt das wie ein Nachteil. Tatsächlich ist es aber ein wertvolles Frühwarnsystem: Wenn sich selbst die automatische Zählung zwischen den Zeitebenen nicht einig ist, spiegelt das die Unentschlossenheit des Marktes wider – und genau das willst du wissen, bevor du Geld riskierst. Franks manuelle Top-Down-Analyse löst diese Widersprüche auf, weil sie konsequent von oben nach unten arbeitet: Die übergeordnete Zählung steht fest, und jede tiefere Zeitebene verfeinert nur noch das Detail innerhalb dieses Rahmens.
6.2 Der erste Trade
6.2.1 Demokonto zuerst!
Wichtig
Dein erster Trade sollte IMMER auf dem Demokonto stattfinden. Nicht mit echtem Geld. Übe mindestens 4–8 Wochen auf dem Demokonto, bevor du echtes Geld einsetzt. Das Demokonto bei IG Markets ist kostenlos und unbegrenzt nutzbar.
6.2.2 Schritt-für-Schritt: Dein erster Trade
- Analyse lesen: Wähle einen Markt, bei dem die Analyse ein klares Szenario zeigt
- Livestream prüfen: Warte, bis alle 4 Signale in die gleiche Richtung zeigen
- CRV berechnen: Ziel aus der Analyse, Stop unter/über der Wolke. Mindestens 3:1
- Positionsgröße berechnen: 1 % Risiko, geteilt durch Stop-Abstand
- Order eingeben: Markt, Richtung, Größe, Stop-Loss, Take-Profit
- Absenden: Und dann – Hände weg! Nicht ständig hinschauen.
6.2.3 Die häufigsten Anfängerfehler
- Zu große Position: Mehr als 1 % riskieren → Emotionen übernehmen
- Kein Stop-Loss: „Der kommt schon zurück" → Nein, tut er oft nicht
- Zu früh einsteigen: Nicht alle 4 Signale abwarten → Fehlstart
- Ständig hinschauen: Jede Kerze beobachten → Stress, emotionale Entscheidungen
- Stop verschieben: „Ich gebe ihm noch etwas Platz" → Größerer Verlust
📐 CRV & Positionsgröße im Trade-Kalkulator berechnen
6.2.4 Vom Demo zum Live-Konto
Wann bist du bereit für echtes Geld? Wenn du auf dem Demokonto mindestens 4 Wochen konsistent profitabel warst. Wenn du deine Regeln eingehalten hast. Wenn du deine Emotionen unter Kontrolle hast. Und dann: Starte klein. Sehr klein. Die kleinste mögliche Positionsgröße.
6.3 Stop-Management
6.3.1 Warum Stop-Loss nicht optional ist
Ein Trade ohne Stop-Loss ist wie Autofahren ohne Sicherheitsgurt. Es geht meistens gut – bis es das nicht tut. Und dann ist es zu spät. Jeder Trade braucht einen Stop-Loss. Keine Ausnahme. Niemals.
6.3.2 Phase 1: Der initiale Stop
Beim Eröffnen des Trades setzt du den Stop unter die Ichimoku-Wolke (bei Long) oder über die Wolke (bei Short). Die Wolke ist dynamischer Support/Widerstand – wenn der Kurs die Wolke durchbricht, hat sich das Bild geändert.
6.3.3 Phase 2: Der Breakeven-Stop (Free Trade)
Wenn der Trade in deiner Richtung läuft und der Gewinn dem Risiko entspricht (also z.B. 100 Punkte Gewinn bei 100 Punkten Risiko), ziehst du den Stop auf Breakeven (Einstandskurs). Ab jetzt ist es ein „Free Trade" – du kannst nicht mehr verlieren. Das ist ein befreiendes Gefühl.
6.3.4 Phase 3: Der Trailing-Stop
Wenn der Trade weiter in deiner Richtung läuft, ziehst du den Stop nach. Immer unter die aktuelle Wolke (bei Long) oder über die Wolke (bei Short). So sicherst du Gewinne, während du dem Trade Raum gibst, sich zu entwickeln.
6.3.5 Wann den Stop nachziehen?
- Wenn eine neue Unterwelle beginnt (z.B. Welle 3 innerhalb der übergeordneten Welle 3)
- Wenn der Kurs ein neues signifikantes Hoch/Tief erreicht
- Wenn die Wolke sich in deine Richtung verschiebt
6.3.6 Wie viel Luft lassen?
Der Stop sollte nicht zu eng sein – sonst wirst du bei normalen Schwankungen ausgestoppt. Aber auch nicht zu weit – sonst riskierst du zu viel. Die Wolke gibt dir die natürliche Grenze. Wenn der Kurs die Wolke durchbricht, hat sich das Bild geändert – und du willst raus.
6.3.7 Take-Profit-Strategien
- Strategie 1: Festes Ziel – Aus der Analyse: TP bei Kursziel
- Strategie 2: Gestaffelt – Hälfte bei TP1 schließen, Rest laufen lassen bis TP2
- Strategie 3: Trailing – Kein festes Ziel, Stop nachziehen bis ausgestoppt
6.3.8 Signale für das Ende einer Bewegung
- Momentum-Divergenz (Kurs macht neues Hoch, Indikator nicht)
- Supertrend-Pfeil wechselt die Farbe
- Heikin-Ashi-Kerzen werden schwächer (kleinere Körper, längere Lunten)
- Wellenzählung zeigt: Welle 5 ist komplett
6.3.9 Niemals den Stop verschieben, um Platz zu geben!
Die goldene Regel des Stop-Managements
Niemals, niemals, NIEMALS den Stop-Loss verschieben, um dem Trade „mehr Platz" zu geben. Das ist der schnellste Weg, dein Konto zu sprengen. Wenn der Stop erreicht wird, war die Analyse falsch – akzeptiere es und gehe weiter.
6.4 Die Testballon-Methode
6.4.1 Was ist ein Testballon?
Ein Testballon ist eine kleine Anfangsposition, die du eröffnest, wenn die Signale vielversprechend, aber noch nicht vollständig sind. Statt mit voller Positionsgröße einzusteigen, startest du mit einem Bruchteil – typischerweise 25–50 % der geplanten Position.
Die Idee dahinter: Du testest den Markt, ohne dich voll zu exponieren. Wenn der Trade funktioniert, stockst du auf. Wenn er nicht funktioniert, verlierst du nur einen Bruchteil dessen, was ein voller Einstieg gekostet hätte. Es ist wie ein Aufklärungsflugzeug vor der eigentlichen Schlacht – du erkundest das Terrain, bevor du deine Hauptstreitmacht einsetzt. Diese Methode ist besonders nützlich, wenn du dir bei einer Zählung nicht ganz sicher bist oder der Markt an einer entscheidenden Marke steht.
6.4.2 Wann setzt du einen Testballon?
- Wenn 3 von 4 Signalen da sind, aber das vierte noch fehlt
- Wenn die Zeitebenen sich leicht widersprechen
- Wenn du dir bei der Wellenzählung nicht 100 % sicher bist
- Wenn der Markt an einem wichtigen Level steht
6.4.3 Die Positionsgröße beim Testballon
Statt 1 % Risiko nimmst du nur 0,25–0,5 %. Bei einem 10.000-€-Konto also 25–50 € Risiko statt 100 €. Das ist so wenig, dass ein Verlust dich emotional nicht berührt.
6.4.4 Der gestaffelte Positionsaufbau
- Testballon: 25 % der Position bei 3 von 4 Signalen
- Aufstockung 1: Weitere 25 % wenn Signal 4 erscheint
- Aufstockung 2: Weitere 25 % wenn der Trade in deine Richtung läuft
- Aufstockung 3: Letzte 25 % wenn der Breakeven-Stop gesetzt ist
6.4.5 Worst-Case-Szenario
Der Testballon wird ausgestoppt. Verlust: 0,25 % vom Konto = 25 € bei 10.000 €. Das tut nicht weh. Du hast eine Information gewonnen (das Signal war falsch) und hast kaum etwas verloren.
6.4.6 Best-Case-Szenario
Der Testballon läuft sofort in deine Richtung. Du stockst auf. Am Ende hast du die volle Position – und bist von Anfang an dabei. Der Testballon hat dir den optimalen Einstieg gesichert.
6.4.7 Testballon im 5-Minuten-Chart
Besonders nützlich ist der Testballon im 5-Minuten-Chart. Hier erscheinen die Signale zuerst – aber sie sind auch am unzuverlässigsten. Ein Testballon im 5-Minuten-Chart mit Bestätigung im 15-Minuten-Chart ist eine bewährte Strategie.
6.5 Order-Management
6.5.1 Ordertypen
| Ordertyp | Beschreibung | Wann nutzen? |
|---|---|---|
| Market Order | Sofortige Ausführung zum aktuellen Kurs | Wenn das Signal gerade erscheint |
| Limit Order | Ausführung bei einem bestimmten Kurs oder besser | Wenn du einen besseren Einstieg willst |
| Stop Order | Ausführung wenn ein bestimmter Kurs erreicht wird | Für Stop-Loss und Breakout-Trades |
| OCO (One Cancels Other) | Zwei Orders, eine wird ausgeführt, die andere storniert | Stop-Loss + Take-Profit gleichzeitig |
6.5.2 Das Orderticket ausfüllen
Beim Ausfüllen des Ordertickets brauchst du: Markt (z.B. Nasdaq), Richtung (Long/Short), Positionsgröße (Kontrakte), Stop-Loss (Pflichteingabe!) und Take-Profit (optional, aber empfohlen). Prüfe alles doppelt, bevor du absendest – ein falscher Klick kann teuer werden.
Wichtig: Das Orderticket zeigt dir auch direkt an, wie viel Geld du bei diesem Trade gewinnen oder verlieren kannst. Nutze diese Anzeige, um deine Positionsgröße zu kontrollieren. Frage dich immer: „Bei welchem Verlustbetrag würde ich kalte Füße kriegen?" Wenn die angezeigte Verlustsumme dich emotional belasten würde, ist die Position zu groß – reduziere sie, bis du dich wohl fühlst. Das ist Franks Ansatz: Nicht streng nach Prozent rechnen, sondern nach dem persönlichen Schmerzpunkt.
6.5.3 Teilschließungen
Du musst nicht die gesamte Position auf einmal schließen. Bei Erreichen von TP1 kannst du die Hälfte schließen und den Rest mit Trailing-Stop laufen lassen. Das sichert Gewinne und gibt dem Trade gleichzeitig Raum für weitere Gewinne.
6.6 Der tägliche Ablauf
6.6.1 Die Morgenroutine
- Offene Positionen prüfen: Sind Stops noch korrekt? Müssen Stops nachgezogen werden?
- Wirtschaftskalender checken: Gibt es heute wichtige Daten? (NFP, EZB, Fed)
- Morning Show schauen: Täglich um 10:30 Uhr auf YouTube – die kritischsten News für Trader
6.6.2 Die Analyse lesen (13:00–14:30 Uhr)
- Alle 13 Märkte durchgehen (30–40 Minuten)
- „Heiße Kandidaten" notieren: Wo steht eine Korrektur kurz vor dem Ende?
- Kursziele und Make-or-Break-Linien notieren
- CRV vorab berechnen
6.6.3 Alarme setzen
Für die heißen Kandidaten: Alarme bei den Pfeilwechsel-Kursen setzen. So musst du nicht ständig auf den Bildschirm starren. Die Pfeilwechsel-Markierung im Livestream zeigt dir den exakten Kurs, bei dem der Supertrend-Pfeil die Farbe wechseln würde – und genau dort setzt du deinen Alarm. Bei TradingView und IG Markets kannst du Alarme direkt im Chart setzen und wirst per E-Mail oder App-Benachrichtigung informiert.
6.6.4 Trading-Session (15:30–22:00 Uhr)
Die US-Märkte öffnen um 15:30 Uhr MEZ. Das ist die aktivste Phase – hier findet das größte Handelsvolumen statt, und die meisten Signale werden generiert. Livestream im Hintergrund laufen lassen. Wenn ein Alarm auslöst: Prüfen, ob alle 4 Signale da sind. Wenn ja: Handeln. Wenn nein: Weiter warten.
Viele Signale erscheinen in den ersten 30–60 Minuten nach Markteröffnung. Sei zu dieser Zeit besonders aufmerksam. Gleichzeitig gilt: Nicht jede Bewegung direkt nach der Eröffnung ist nachhaltig – manchmal braucht der Markt 15–30 Minuten, um seine Richtung zu finden. Im Zweifelsfall lieber etwas warten und dafür einen sauberen Einstieg bekommen.
6.6.5 Abschluss
Am Ende des Tages: Offene Positionen prüfen, Stops anpassen, Trading-Tagebuch führen. Was lief gut? Was lief schlecht? Was habe ich gelernt? Diese Routine dauert nur 10–15 Minuten, ist aber entscheidend für deine langfristige Entwicklung als Trader.
Falls du Trades gemacht hast: Trage sie im Tradingtagebuch ein – inklusive deiner Emotionen vor und nach dem Trade. Falls du keine Trades gemacht hast: Auch das ist ein Ergebnis – und oft das beste. Ein Tag ohne Trade, an dem du dich an deine Regeln gehalten hast, ist ein guter Tag.
📝 Zum Tradingtagebuch 📐 Trade-Kalkulator öffnen
Franks Tipp
Trading ist kein 8-Stunden-Job. Mit der richtigen Vorbereitung (Analyse lesen, Alarme setzen) brauchst du aktiv vielleicht 1–2 Stunden am Tag. Der Rest ist Warten – und das ist gut so. Geduld ist eine Tugend im Trading.
Die 13 Märkte
Alles über die 13 Märkte, die wir täglich analysieren: Indizes, Rohstoffe, Kryptowährungen und Forex. Was sie bewegt, wann sie handeln und wie sie zusammenhängen.
7.1 Indizes
7.1.1 Was sind Indizes?
Ein Index ist ein Korb von Aktien, der die Entwicklung eines bestimmten Marktes oder Sektors abbildet. Statt einzelne Aktien zu kaufen, handelst du mit einem Index die gesamte Marktbewegung. Das vereinfacht die Analyse erheblich – denn du musst nicht 500 Einzelaktien analysieren, sondern nur einen Chart.
Indizes sind die beliebtesten Handelsinstrumente in unserem System. Sie bieten hohe Liquidität, enge Spreads und klare Elliott-Wellen-Strukturen. Vier der 13 Märkte in unserem System sind Indizes.
7.1.2 DAX (Deutschland 40)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | Deutscher Aktienindex |
| Bei IG Markets | Deutschland 40 |
| Zusammensetzung | 40 größte deutsche Unternehmen (Siemens, SAP, Allianz, etc.) |
| Handelszeiten | 09:00–17:30 Uhr (Xetra), CFD: 00:00–23:00 Uhr |
| Typischer Spread | 1–2 Punkte |
| Besonderheit | Performance-Index (Dividenden eingerechnet) |
| Volatilität | Mittel bis hoch |
Der DAX ist für deutsche Trader der Heimatmarkt. Er reagiert stark auf europäische Wirtschaftsdaten und die EZB-Politik. Morgens (09:00–11:00 Uhr) ist die aktivste Phase. Nachmittags folgt er oft den US-Märkten.
Elliott-Wellen-Verhalten: Der DAX zeigt oft saubere Impulswellen, kann aber in Korrekturphasen komplex werden (häufig Flat-Korrekturen). Die Welle-3-Extensions sind typischerweise 161,8–200 % von Welle 1.
7.1.3 Nasdaq (US Tech 100)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | Nasdaq-100 |
| Bei IG Markets | US Tech 100 |
| Zusammensetzung | 100 größte Technologieunternehmen (Apple, Microsoft, Nvidia, etc.) |
| Handelszeiten | 15:30–22:00 Uhr (US-Börse), CFD: 00:00–23:00 Uhr |
| Typischer Spread | 1–3 Punkte |
| Besonderheit | Technologielastig, hohe Volatilität |
| Volatilität | Hoch bis sehr hoch |
Der Nasdaq ist Franks Lieblingsmarkt. Hohe Volatilität bedeutet große Bewegungen – und damit große Chancen. Die Elliott-Wellen-Strukturen sind oft besonders klar und die Welle-3-Bewegungen können explosiv sein.
Vorsicht: Hohe Volatilität bedeutet auch größere Risiken. Die Stops müssen weiter gesetzt werden, und die Positionsgröße muss entsprechend kleiner sein.
7.1.4 S&P 500 (US 500)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | Standard & Poor's 500 |
| Bei IG Markets | US 500 |
| Zusammensetzung | 500 größte US-Unternehmen |
| Handelszeiten | 15:30–22:00 Uhr (US-Börse), CFD: 00:00–23:00 Uhr |
| Typischer Spread | 0,4–1 Punkt |
| Besonderheit | Breitester US-Index, Benchmark für den Gesamtmarkt |
| Volatilität | Mittel |
Der S&P 500 ist der wichtigste Aktienindex der Welt. Er repräsentiert die gesamte US-Wirtschaft und gilt als Benchmark für institutionelle Anleger. Für unser System ist er ein zuverlässiger Indikator für die Gesamtrichtung des Marktes.
7.1.5 Dow Jones (Wall Street)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | Dow Jones Industrial Average |
| Bei IG Markets | Wall Street |
| Zusammensetzung | 30 größte US-Industrieunternehmen |
| Handelszeiten | 15:30–22:00 Uhr (US-Börse), CFD: 00:00–23:00 Uhr |
| Typischer Spread | 1–3 Punkte |
| Besonderheit | Ältester Index (seit 1896), preisgewichtet |
| Volatilität | Mittel |
Der Dow Jones ist der älteste und bekannteste Index der Welt. Er enthält nur 30 Aktien und ist preisgewichtet (nicht marktkapitalisierungsgewichtet wie der S&P 500). Das bedeutet: Aktien mit hohem Kurs haben mehr Einfluss.
7.1.6 Korrelationen zwischen Indizes
Die vier Indizes korrelieren stark miteinander – wenn der Nasdaq steigt, steigen meistens auch S&P 500, Dow Jones und (mit Verzögerung) der DAX. Aber es gibt Unterschiede: Der Nasdaq reagiert stärker auf Technologie-News, der Dow auf Industriedaten. Der DAX folgt morgens oft seiner eigenen Dynamik und passt sich nachmittags den US-Märkten an.
7.1.7 Besonderheiten für unser System
Indizes zeigen oft die klarsten Elliott-Wellen-Strukturen. Die hohe Liquidität sorgt für saubere Kursbewegungen. Die Fibonacci-Retracements treffen bei Indizes besonders häufig. Für Anfänger empfiehlt Frank, mit dem DAX oder S&P 500 zu beginnen – sie sind weniger volatil als der Nasdaq.
7.1.8 Typische Handelszeiten
| Phase | Zeit (MEZ) | Aktivität |
|---|---|---|
| Asiatische Session | 00:00–08:00 | Gering (für unsere Märkte) |
| Europäische Eröffnung | 09:00–11:00 | Hoch (DAX besonders aktiv) |
| Mittagspause | 12:00–14:30 | Gering (Analyse lesen!) |
| US-Eröffnung | 15:30–17:30 | Sehr hoch (alle Indizes aktiv) |
| US-Nachmittag | 17:30–22:00 | Hoch |
7.2 Rohstoffe & Edelmetalle
7.2.1 Übersicht
In unserem System analysieren wir vier Rohstoff- und Edelmetallmärkte: WTI Crude Oil (Öl), Natural Gas (Erdgas), Gold und Silber. Diese Märkte verhalten sich anders als Aktienindizes – sie reagieren auf andere Faktoren und haben eigene Elliott-Wellen-Charakteristiken.
7.2.2 WTI Crude Oil (Öl)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | West Texas Intermediate |
| Bei IG Markets | Öl – US Rohöl |
| Handelszeiten | 00:00–23:00 Uhr (fast durchgehend) |
| Typischer Spread | 2,8 Punkte |
| Einflussfaktoren | OPEC-Entscheidungen, Lagerbestände, Geopolitik, USD |
| Volatilität | Hoch |
Öl ist einer der volatilsten Märkte in unserem System. Geopolitische Ereignisse (Kriege, Sanktionen, OPEC-Meetings) können den Kurs innerhalb von Minuten um mehrere Prozent bewegen. Für Elliott-Wellen-Analysten ist Öl interessant, weil hier häufig Welle-5-Extensions auftreten – im Gegensatz zu Aktien, wo Welle 3 sich typischerweise extendiert.
7.2.3 Natural Gas (Erdgas)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | Henry Hub Natural Gas |
| Bei IG Markets | Erdgas |
| Handelszeiten | 00:00–23:00 Uhr |
| Typischer Spread | 3 Punkte |
| Einflussfaktoren | Wetter, Lagerbestände, Heizperiode, LNG-Export |
| Volatilität | Sehr hoch (der volatilste Markt im System!) |
Wichtiger Hinweis zu Natural Gas bei IG Markets
Bei IG Markets heißt es „Erdgas". Das ist NICHT das gleiche wie „Natural Gas" im Livestream in jedem Fall! Es gibt US-Gas (Henry Hub) und EU-Gas (TTF) – große Unterschiede! Immer prüfen, welches Produkt gemeint ist. Im Livestream und in der Analyse verwenden wir immer US Natural Gas (Henry Hub).
Natural Gas ist der volatilste Markt in unserem gesamten System. Preisschwankungen von 5–10 % an einem Tag sind keine Seltenheit. Das bedeutet: Riesige Chancen, aber auch riesige Risiken. Die Positionsgröße muss hier besonders klein sein!
7.2.4 Gold
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | Gold Spot (XAU/USD) |
| Bei IG Markets | Gold |
| Handelszeiten | 00:00–23:00 Uhr |
| Typischer Spread | 0,3–0,6 Punkte |
| Einflussfaktoren | USD-Stärke, Inflation, Zinsen, Geopolitik, Zentralbanken |
| Volatilität | Mittel |
Gold ist der „sichere Hafen". In Krisenzeiten steigt Gold oft, wenn Aktien fallen. Gold korreliert negativ mit dem US-Dollar – wenn der Dollar schwächer wird, steigt Gold tendenziell. Für unser System zeigt Gold oft saubere Elliott-Wellen-Strukturen mit gut definierten Fibonacci-Retracements.
7.2.5 Silber
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | Silber Spot (XAG/USD) |
| Bei IG Markets | Silber |
| Handelszeiten | 00:00–23:00 Uhr |
| Typischer Spread | 2–3 Punkte |
| Einflussfaktoren | Ähnlich wie Gold + industrielle Nachfrage |
| Volatilität | Hoch (volatiler als Gold) |
Silber folgt oft dem Gold, ist aber volatiler. Es hat zusätzlich eine industrielle Komponente (Elektronik, Solarpanels). In Aufwärtsphasen steigt Silber oft stärker als Gold, in Abwärtsphasen fällt es stärker. Das Gold-Silber-Ratio (aktuell ca. 85:1) gibt Hinweise auf relative Über-/Unterbewertung.
7.2.6 Besonderheiten bei Rohstoffen
- Welle-5-Extensions: Bei Rohstoffen extendiert häufig Welle 5 (nicht Welle 3 wie bei Aktien)
- Saisonalität: Natural Gas steigt oft im Winter (Heizperiode), Öl vor der Sommerfahrsaison
- Geopolitik: Rohstoffe reagieren stärker auf geopolitische Ereignisse als Aktien
- Dollar-Korrelation: Rohstoffe werden in USD gehandelt – ein starker Dollar drückt die Preise
7.3 Kryptowährungen
7.3.1 Übersicht
Vier Kryptowährungen sind Teil unseres Systems: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), XRP (Ripple) und Polkadot (DOT). Alle werden in USDT (Tether, ein Stablecoin) gehandelt. Kryptomärkte handeln 24/7, 365 Tage im Jahr – es gibt keine Handelsunterbrechungen.
7.3.2 Bitcoin (BTC/USDT)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Handelszeiten | 24/7 |
| Typischer Spread | Variabel (börsenabhängig) |
| Einflussfaktoren | Regulierung, Adoption, Halving-Zyklen, Makroökonomie |
| Volatilität | Hoch |
| Besonderheit | Marktführer, bestimmt die Richtung des gesamten Kryptomarktes |
Bitcoin ist der König der Kryptowährungen. Wenn Bitcoin steigt, steigen meistens auch die Altcoins. Wenn Bitcoin fällt, fallen sie noch stärker. Bitcoin zeigt überraschend gute Elliott-Wellen-Strukturen – die Halving-Zyklen (ca. alle 4 Jahre) korrespondieren oft mit übergeordneten Wellengraden.
7.3.3 Ethereum (ETH/USDT)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Handelszeiten | 24/7 |
| Einflussfaktoren | DeFi-Aktivität, Smart Contracts, Netzwerk-Upgrades, Gas-Gebühren |
| Volatilität | Hoch bis sehr hoch |
| Besonderheit | Zweitgrößte Kryptowährung, Plattform für dezentrale Anwendungen |
Ethereum folgt oft Bitcoin, hat aber eine eigene Dynamik durch das DeFi-Ökosystem und Smart Contracts. In Bullenmärkten kann Ethereum Bitcoin outperformen – in Bärenmärkten fällt es oft stärker.
7.3.4 XRP / Ripple (XRP/USDT)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Handelszeiten | 24/7 |
| Einflussfaktoren | Regulierung (SEC-Klage), Bankpartnerschaften, Adoption |
| Volatilität | Sehr hoch |
| Besonderheit | Fokus auf Bankentransfers, stark regulierungsabhängig |
XRP ist stark von regulatorischen Entwicklungen abhängig. Die SEC-Klage gegen Ripple hat den Kurs jahrelang beeinflusst. Wenn positive Nachrichten kommen, kann XRP explosiv steigen – aber genauso schnell wieder fallen.
7.3.5 Polkadot (DOT/USDT)
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Handelszeiten | 24/7 |
| Einflussfaktoren | Parachain-Auktionen, Interoperabilität, Technologie-Updates |
| Volatilität | Sehr hoch |
| Besonderheit | Multi-Chain-Plattform, verbindet verschiedene Blockchains |
Polkadot ist der kleinste und volatilste Markt in unserem Krypto-Portfolio. Die Kursbewegungen können extrem sein. Für erfahrene Trader bietet Polkadot hervorragende Chancen – für Anfänger ist es eher ein Markt zum Beobachten.
7.3.6 Besonderheiten bei Kryptowährungen
- 24/7-Handel: Keine Handelsunterbrechungen – Signale können jederzeit erscheinen
- Hohe Volatilität: Positionsgrößen müssen kleiner sein als bei Indizes
- Bitcoin-Dominanz: Wenn Bitcoin fällt, fallen alle – Korrelation beachten!
- Wochenend-Bewegungen: Krypto handelt auch am Wochenende – Gaps möglich am Montag bei Indizes
- Regulierungsrisiko: Politische Entscheidungen können den Markt über Nacht verändern
7.4 Forex: EUR/USD
7.4.1 Was ist Forex?
Forex (Foreign Exchange) ist der größte Finanzmarkt der Welt mit einem täglichen Handelsvolumen von über 7 Billionen US-Dollar. Beim Forex-Handel tauschst du eine Währung gegen eine andere. In unserem System analysieren wir das wichtigste Währungspaar: EUR/USD (Euro gegen US-Dollar).
7.4.2 EUR/USD im Detail
| Eigenschaft | Detail |
|---|---|
| Offizieller Name | EUR/USD |
| Bei IG Markets | EUR/USD |
| Handelszeiten | Sonntag 23:00 – Freitag 23:00 Uhr (fast durchgehend) |
| Typischer Spread | 0,6–1 Pip |
| Einflussfaktoren | EZB, Fed, Zinsdifferenz, Wirtschaftsdaten, Geopolitik |
| Volatilität | Mittel |
7.4.3 Was bewegt EUR/USD?
- Zinsentscheidungen: EZB und Fed – höhere Zinsen stärken die jeweilige Währung
- Wirtschaftsdaten: BIP, Arbeitsmarkt, Inflation – bessere Daten stärken die Währung
- Geopolitik: Kriege, Handelskonflikte, politische Unsicherheit
- Risk-On/Risk-Off: In Krisenzeiten fließt Geld in den USD (sicherer Hafen)
7.4.4 Pips und Lots
Bei Forex wird in Pips gemessen (kleinste Preisänderung, typischerweise die 4. Nachkommastelle). Ein Pip bei EUR/USD = 0,0001. Die Positionsgröße wird in Lots gemessen: 1 Standard-Lot = 100.000 Einheiten, 1 Mini-Lot = 10.000, 1 Micro-Lot = 1.000.
7.4.5 Elliott-Wellen bei EUR/USD
EUR/USD zeigt oft langgestreckte Korrekturen (Seitwärtsphasen). Die Impulse können schnell und kraftvoll sein, aber die Korrekturen dauern oft länger als bei Aktienindizes. Geduld ist bei Forex besonders wichtig.
7.5 Korrelationen zwischen den Märkten
7.5.1 Was sind Korrelationen?
Korrelation beschreibt, wie sich zwei Märkte zueinander verhalten. Eine positive Korrelation bedeutet: Wenn Markt A steigt, steigt auch Markt B. Eine negative Korrelation bedeutet: Wenn Markt A steigt, fällt Markt B. Eine Korrelation von 0 bedeutet: Kein Zusammenhang.
7.5.2 Wichtige Korrelationen in unserem System
| Korrelation | Stärke | Bedeutung |
|---|---|---|
| Nasdaq ↔ S&P 500 | Stark positiv (0,9+) | Bewegen sich fast immer zusammen |
| S&P 500 ↔ Dow Jones | Stark positiv (0,9+) | Bewegen sich fast immer zusammen |
| DAX ↔ US-Indizes | Positiv (0,7–0,8) | Folgt oft, aber mit eigener Dynamik |
| Gold ↔ USD | Negativ (-0,6 bis -0,8) | Starker Dollar = schwaches Gold |
| Gold ↔ Silber | Stark positiv (0,8+) | Bewegen sich meistens zusammen |
| Bitcoin ↔ Altcoins | Stark positiv (0,7–0,9) | Bitcoin bestimmt die Richtung |
| Öl ↔ Natural Gas | Schwach positiv (0,3–0,5) | Teilweise unabhängig |
| EUR/USD ↔ Gold | Positiv (0,5–0,7) | Schwacher Dollar = starkes Gold + Euro |
7.5.3 Warum Korrelationen wichtig sind
Wenn du gleichzeitig Long im Nasdaq und Long im S&P 500 bist, hast du im Grunde doppeltes Risiko in die gleiche Richtung. Wenn der US-Markt fällt, verlierst du auf beiden Positionen. Korrelationen helfen dir, dein Portfolio-Risiko zu diversifizieren.
7.5.4 Praktische Anwendung
- Bestätigung: Wenn Nasdaq UND S&P 500 bullische Signale zeigen → Stärkere Überzeugung
- Diversifikation: Statt 2× Long in US-Indizes → 1× Long Nasdaq + 1× Long Gold (negative Korrelation zum USD)
- Warnsignal: Wenn Nasdaq steigt, aber S&P 500 nicht → Divergenz → Vorsicht!
- Krypto-Vorsicht: Nicht gleichzeitig in BTC, ETH, XRP und DOT Long → Zu viel Korrelationsrisiko
7.5.5 Korrelationen ändern sich!
Korrelationen sind nicht statisch. In Krisenzeiten steigen Korrelationen oft – plötzlich fallen alle Märkte gleichzeitig. In ruhigen Zeiten können Märkte unabhängiger voneinander handeln. Deshalb: Korrelationen regelmäßig überprüfen und nicht als gegeben hinnehmen.
Trading-Psychologie
Der Unterschied zwischen Gewinnern und Verlierern sitzt vor dem Bildschirm. Lerne, deine Emotionen zu kontrollieren, Overtrading zu vermeiden und mentale Stärke aufzubauen.
8.1 Die vier Emotionen
8.1.1 Warum Emotionen dein größter Feind sind
Du kannst das beste System der Welt haben. Du kannst die Elliott-Wellen perfekt zählen, alle Indikatoren richtig lesen und das CRV korrekt berechnen. Aber wenn deine Emotionen die Kontrolle übernehmen, ist das alles wertlos. Emotionen sind der Grund, warum 80–90 % der Trader Geld verlieren – nicht mangelndes Wissen.
„Der Unterschied zwischen einem profitablen und einem verlustbringenden Trader ist nicht das System – es ist die Person, die vor dem Bildschirm sitzt."— Frank Schuh
8.1.2 Gier: Sie flüstert
Gier ist die leiseste der vier Emotionen. Sie flüstert dir zu: „Nimm eine größere Position. Das CRV ist so gut – warum nur 1 %? Nimm 5 %!" Oder: „Der Trade läuft so gut – warum den Take-Profit nicht höher setzen?" Oder: „Noch ein Trade – der Markt gibt heute so viel her!"
Gier führt zu:
- Zu großen Positionen (mehr als 1 % Risiko)
- Zu vielen Trades gleichzeitig
- Verschieben des Take-Profits (und dann dreht der Markt)
- Ignorieren der Regeln, weil „diesmal ist es anders"
Gegenmittel: Die 1-%-Regel ist dein Schutzschild gegen Gier. Halte dich daran – immer. Keine Ausnahme.
8.1.3 Angst: Sie schreit
Angst ist die lauteste Emotion. Sie schreit: „Raus! Sofort raus! Der Markt fällt! Du verlierst alles!" Angst lässt dich Trades zu früh schließen – bevor das Ziel erreicht ist. Angst lässt dich Trades nicht eingehen, obwohl alle Signale da sind. Angst lässt dich den Stop-Loss enger setzen, als er sein sollte.
Angst führt zu:
- Vorzeitigem Schließen profitabler Trades
- Nicht-Eingehen von Trades trotz klarer Signale
- Zu enge Stops (die dann sofort ausgelöst werden)
- Paralysierung – du kannst nicht handeln, obwohl du solltest
Gegenmittel: Vertraue deinem System. Wenn alle 4 Signale da sind und das CRV stimmt – handle. Der Stop-Loss begrenzt dein Risiko auf 1 %. Mehr kannst du nicht verlieren.
8.1.4 Hoffnung: Sie lügt
Hoffnung ist die gefährlichste Emotion. Sie lügt dir vor: „Der Markt kommt schon zurück. Halte die Position. Es wird schon gut gehen." Hoffnung lässt dich an Verlustpositionen festhalten, den Stop-Loss verschieben oder ganz entfernen.
„Hoffnung ist die Wiese, auf der die Narren grasen."— Frank Schuh
Hoffnung führt zu:
- Festhalten an Verlustpositionen
- Verschieben oder Entfernen des Stop-Loss
- Nachkaufen in fallende Positionen („Verbilligen")
- Ignorieren der Make-or-Break-Linie
Gegenmittel: Wenn der Stop erreicht wird, ist die Analyse falsch. Akzeptiere es. Schließe die Position. Keine Diskussion. Kein „Vielleicht kommt er zurück". Raus.
8.1.5 Frustration: Sie verführt
Frustration kommt nach Verlusten. Sie verführt dich zu Revenge Trading: „Ich hole mir das Geld zurück! Sofort! Mit einer größeren Position!" Frustration macht dich unvorsichtig, aggressiv und irrational.
Frustration führt zu:
- Revenge Trading (Rache-Trades)
- Größere Positionen nach Verlusten
- Trades ohne Signale (aus Wut)
- Abweichen vom System
Gegenmittel: Nach einem Verlust: Pause machen. Mindestens 30 Minuten, besser 1 Stunde. Aufstehen, spazieren gehen, durchatmen. Erst wenn du wieder ruhig bist, darfst du den nächsten Trade in Betracht ziehen.
8.1.6 „Hoffnung ist die Wiese, auf der die Narren grasen"
Dieser Satz von Frank Schuh fasst die größte Gefahr im Trading zusammen. Hoffnung hat im Trading nichts verloren. Trading basiert auf Wahrscheinlichkeiten, Regeln und Disziplin – nicht auf Hoffnung. Wenn du hoffst, dass ein Trade gut ausgeht, anstatt es zu wissen (basierend auf deinem System), dann bist du auf der falschen Wiese.
8.1.7 Wie du sie erkennst
Lerne, deine Emotionen zu erkennen, bevor sie die Kontrolle übernehmen:
- Gier: Du denkst „Nur noch ein Trade" oder „Größere Position"
- Angst: Dein Herz schlägt schneller, du willst sofort schließen
- Hoffnung: Du sagst „Er kommt schon zurück" oder „Noch ein bisschen warten"
- Frustration: Du bist wütend und willst „es dem Markt zeigen"
8.1.8 Wie du sie kontrollierst
- Erkenne die Emotion: Benenne sie. „Das ist Gier." „Das ist Angst."
- Halte inne: Nicht sofort handeln. 10 Sekunden Pause.
- Prüfe dein System: Sind alle Signale da? Stimmt das CRV? Ist die Positionsgröße korrekt?
- Handle nach Regeln: Nicht nach Gefühl. Dein System hat Regeln – befolge sie.
- Akzeptiere das Ergebnis: Ob Gewinn oder Verlust – es ist das Ergebnis deines Systems, nicht deiner Emotionen.
8.2 Overtrading & Revenge Trading
8.2.1 Was ist Overtrading?
Overtrading bedeutet: Zu viele Trades in zu kurzer Zeit. Statt auf klare Signale zu warten, springst du bei jeder kleinen Bewegung rein. Das Ergebnis: Viele kleine Verluste, die sich zu einem großen Verlust summieren. Plus: Hohe Transaktionskosten (Spreads).
8.2.2 Anzeichen für Overtrading
- Mehr als 3–5 Trades pro Tag
- Trades ohne alle 4 Signale
- Trades aus Langeweile
- Das Gefühl, „etwas verpassen" zu können
- Ständiges Wechseln zwischen Märkten
8.2.3 Was ist Revenge Trading?
Revenge Trading ist der Versuch, einen Verlust sofort wieder „reinzuholen". Du nimmst einen größeren Trade, ohne auf Signale zu warten, getrieben von Frustration und Wut. Das Ergebnis: Meistens ein noch größerer Verlust, der die Frustration weiter steigert und in eine Abwärtsspirale führt.
Das Tückische am Revenge Trading: Es fühlt sich im Moment richtig an. Dein Gehirn sucht nach einer schnellen Lösung für den Schmerz des Verlustes, und ein neuer Trade verspricht sofortige Erlösung. Aber genau das ist der Punkt, an dem du aufhören musst. Ein Trader, der nach einem Verlust sofort weitermacht, handelt nicht mehr rational – er handelt emotional. Und emotionale Trades sind fast immer Verlusttrades.
8.2.4 Wie du Overtrading vermeidest
- Maximale Trades pro Tag festlegen: z.B. maximal 3 Trades
- Maximaler Tagesverlust: z.B. 3 % vom Konto → Dann Schluss für heute
- Checkliste vor jedem Trade: Alle 4 Signale? CRV? Positionsgröße?
- Trading-Tagebuch: Jeden Trade dokumentieren – du siehst schnell, wenn du overtradest
8.2.5 Die „3-Verluste-Regel"
Franks Regel
Nach 3 Verlusten hintereinander: Schluss für heute. Kein weiterer Trade. Egal wie gut die Signale aussehen. Dein Kopf ist nicht mehr klar. Morgen ist ein neuer Tag.
8.3 FOMO überwinden
8.3.1 Was ist FOMO?
FOMO – Fear of Missing Out – die Angst, etwas zu verpassen. Du siehst, wie der Nasdaq 500 Punkte steigt, und du bist nicht dabei. Du siehst, wie Bitcoin ein neues Allzeithoch macht, und du hast keine Position. Das Gefühl ist unerträglich – und es verleitet dich zu irrationalen Entscheidungen.
8.3.2 Warum FOMO so gefährlich ist
FOMO lässt dich am Hoch einsteigen. Wenn alle euphorisch sind und der Markt schon 500 Punkte gestiegen ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine Korrektur bevorsteht. Wer aus FOMO am Hoch kauft, wird in der folgenden Korrektur bestraft. In Elliott-Wellen-Begriffen: FOMO-Käufer steigen typischerweise in Welle 5 ein – der letzten Impulswelle, bevor die gesamte Korrektur beginnt. Das ist der denkbar schlechteste Zeitpunkt.
FOMO wird durch Social Media und Chatgruppen verstärkt, wo andere Trader ihre Gewinne präsentieren. Denke immer daran: Die 13 Märkte in unserem System bieten jeden Tag neue Chancen. Ein verpasster Trade im Nasdaq ist kein Weltuntergang, wenn morgen im Gas oder im Gold eine perfekte Gelegenheit wartet.
8.3.3 Wie du FOMO überwindest
- Es gibt immer einen nächsten Trade. Der Markt bietet jeden Tag neue Chancen.
- Ein verpasster Trade kostet dich nichts. Ein schlechter Trade kostet dich Geld.
- Halte dich an dein System. Wenn die Signale nicht da sind, ist es kein Trade für dich.
- Denke langfristig. Ein einzelner verpasster Trade ist irrelevant über 1.000 Trades.
8.3.4 „Die Brotkrumen aufsammeln"
„Wir sammeln die Brotkrumen auf. Wir müssen nicht bei jeder Bewegung dabei sein. Wir nehmen die Trades, die unser System uns gibt – und lassen den Rest liegen."— Frank Schuh
8.4 Das Trading-Tagebuch
8.4.1 Warum ein Tagebuch?
Ein Trading-Tagebuch ist dein wichtigstes Werkzeug zur Verbesserung. Es zeigt dir Muster in deinem Verhalten, die du sonst nicht erkennen würdest. Welche Märkte funktionieren für dich? Zu welchen Zeiten tradest du am besten? Welche Fehler wiederholst du?
8.4.2 Was gehört ins Tagebuch?
| Feld | Beispiel |
|---|---|
| Datum & Uhrzeit | 13.02.2026, 16:45 Uhr |
| Markt | Nasdaq |
| Richtung | Long |
| Einstieg | 21.250 |
| Stop-Loss | 21.150 |
| Take-Profit | 22.500 |
| CRV | 12,5:1 |
| Positionsgröße | 1 Kontrakt |
| Signale | Alle 4 ✓ |
| Ergebnis | +850 Punkte (TP1 erreicht) |
| Emotionen | Ruhig, diszipliniert |
| Notizen | Geduld hat sich ausgezahlt, Signal kam erst um 16:30 |
8.4.3 Wöchentliche Auswertung
Einmal pro Woche: Alle Trades der Woche durchgehen. Wie viele Gewinner, wie viele Verlierer? Durchschnittliches CRV? Welche Fehler wurden gemacht? Was lief gut? Was kann verbessert werden?
Die wöchentliche Auswertung ist keine lästige Pflicht – sie ist dein persönliches Coaching-Gespräch mit dir selbst. Nimm dir am Wochenende 20–30 Minuten Zeit, geh jeden Trade durch und sei ehrlich. Hast du dich an deine Regeln gehalten? Wo hast du abgewichen und warum? Welche emotionalen Zustände haben deine Entscheidungen beeinflusst? Über die Zeit entsteht ein Bild, das dir zeigt, wo deine Stärken und Schwächen liegen – und genau dort kannst du gezielt ansetzen.
8.4.4 Muster erkennen
Nach einigen Wochen wirst du Muster erkennen: „Ich trade morgens schlechter als nachmittags." „Meine Nasdaq-Trades sind profitabler als meine Gold-Trades." „Nach einem Verlust mache ich oft einen Revenge-Trade." Diese Erkenntnisse sind unbezahlbar – kein Coaching der Welt kann dir diese Selbsterkenntnis ersetzen.
Achte besonders auf die Korrelation zwischen Emotionen und Ergebnis: Tradest du besser, wenn du ruhig und geduldig bist? Verschlechtern sich deine Ergebnisse, wenn du gestresst oder frustriert bist? Wie wirkt sich die Tageszeit auf deine Disziplin aus? Im integrierten Tradingtagebuch hier im Kompendium unter Ressourcen kannst du genau diese emotionalen Faktoren erfassen und auswerten lassen – mit Tilt-Erkennung, Gefühl-vs.-Ergebnis-Analyse und vielem mehr.
8.5 Mentale Stärke
8.5.1 Was unterscheidet Gewinner von Verlierern?
Es ist nicht das System. Es ist nicht das Startkapital. Es ist nicht das Glück. Es ist die Disziplin. Gewinner halten sich an ihre Regeln – auch wenn es schwer ist. Verlierer weichen ab, sobald es emotional wird.
8.5.2 „Der Unterschied sitzt vor dem Bildschirm"
„Ich kann dir das beste System der Welt geben. Ich kann dir die perfekte Wellenzählung liefern, die exakten Fibonacci-Levels, alle vier Signale. Aber wenn du dich nicht an die Regeln hältst – wenn du den Stop verschiebst, die Position zu groß machst, aus Hoffnung hältst – dann hilft dir das alles nichts. Der Unterschied sitzt vor dem Bildschirm."— Frank Schuh
8.5.3 Regeln aufstellen und einhalten
Schreibe deine Trading-Regeln auf. Drucke sie aus. Hänge sie neben deinen Bildschirm. Lies sie jeden Morgen. Deine Regeln könnten sein:
- Nie mehr als 1 % pro Trade riskieren
- Nur handeln, wenn alle 4 Signale da sind
- CRV mindestens 3:1
- Nie den Stop-Loss verschieben
- Nach 3 Verlusten: Schluss für heute
- Trading-Tagebuch nach jedem Trade führen
8.5.4 Disziplin trainieren
Disziplin ist ein Muskel – du kannst ihn trainieren. Beginne mit kleinen Dingen: Stehe jeden Tag zur gleichen Zeit auf. Lies jeden Tag die Analyse. Führe jeden Tag das Tagebuch. Diese kleinen Gewohnheiten bauen die Disziplin auf, die du im Trading brauchst.
8.5.5 Mit Verlusten umgehen
Verluste gehören zum Trading. Jeder Trader hat Verluste. Auch Frank Schuh. Auch die besten Trader der Welt. Der Unterschied: Profis halten ihre Verluste klein (1 % pro Trade) und lassen ihre Gewinne laufen. Amateure machen es umgekehrt – sie halten Verluste zu lange und schließen Gewinne zu früh.
Ein Verlust ist kein Versagen. Ein Verlust ist eine Information. Er sagt dir: „Diese Analyse war falsch." Oder: „Das Timing war nicht optimal." Lerne daraus und mache weiter.
8.5.6 „Wissen ist eine Holschuld"
„Wissen ist eine Holschuld. Niemand wird dir das Wissen auf dem Silbertablett servieren. Du musst es dir holen. Du musst die Videos schauen, die Analysen lesen, das Kompendium studieren, im Coaching Fragen stellen. Je mehr du investierst – an Zeit, an Energie, an Aufmerksamkeit – desto besser wirst du."— Frank Schuh
8.5.7 Franks Geschichte: Sechsstellig verloren
Frank Schuh hat in seiner Karriere einen sechsstelligen Betrag verloren – bevor er das System entwickelt hat, das er heute lehrt. Er hat alle Fehler gemacht, die man machen kann: Zu große Positionen, kein Stop-Loss, Hoffnung statt Disziplin, Revenge Trading nach Verlusten.
Diese Erfahrung hat ihn geformt. Sie hat ihn gelehrt, dass Kapitalerhalt immer vor Gewinn geht. Dass Regeln nicht optional sind. Dass Emotionen der größte Feind sind. Und dass ein System nur funktioniert, wenn man sich daran hält.
8.5.8 „Es hätte sein können" – Das Schlimmste, was man sagen kann
„Es hätte sein können" – das ist der schlimmste Satz im Trading. Er bedeutet: Du hattest die Chance, aber du hast sie nicht genutzt. Du hast das Signal gesehen, aber nicht gehandelt. Du hattest den Plan, aber nicht die Disziplin. Sorge dafür, dass du diesen Satz nie sagen musst."— Frank Schuh
Aber „Es hätte sein können" hat auch eine andere Seite: Wenn du einen Trade verpasst hast, weil die Signale nicht komplett waren – dann hast du richtig gehandelt. Dann war es kein „Es hätte sein können", sondern ein „Ich habe mich an meine Regeln gehalten." Und das ist gut.
Ressourcen
Glossar, Checklisten, Plattform-Einrichtung und häufig gestellte Fragen – alles, was du als Nachschlagewerk brauchst.
9.1 Glossar
Alphabetisch sortiertes Lexikon aller Fachbegriffe, die in diesem Kompendium und im ElliottWaver.live-System verwendet werden.
| Begriff | Definition |
|---|---|
| ATR | Average True Range – Durchschnittliche Handelsspanne eines Marktes über einen bestimmten Zeitraum. Basis für die Berechnung des Supertrend-Indikators. |
| Breakeven | Der Punkt, an dem weder Gewinn noch Verlust entsteht. Beim Stop-Management: Den Stop auf den Einstandskurs ziehen = „Free Trade". |
| Broker | Vermittler zwischen Trader und Markt. Stellt die Handelsplattform bereit und führt Orders aus. Unser empfohlener Broker: IG Markets. |
| CFD | Contract for Difference – Differenzkontrakt. Finanzinstrument, das die Kursdifferenz zwischen Einstieg und Ausstieg abbildet, ohne den Basiswert zu besitzen. |
| CRV | Chance-Risiko-Verhältnis. Berechnung: Gewinnpotenzial ÷ Risiko. Minimum in unserem System: 3:1. |
| Diagonale | Sonderform einer Elliott-Welle in Keilform. Leading Diagonal (Welle 1/A) oder Ending Diagonal (Welle 5/C). |
| Double Three | Komplexes Korrekturmuster (WXY) – Kombination aus 2 einfachen Korrekturmustern. 7-Schwung-Struktur. |
| Drawdown | Rückgang vom Höchststand des Kontos. Maximaler Drawdown = größter Rückgang in der Handelshistorie. |
| Elliott-Wellen | Theorie der technischen Analyse, die davon ausgeht, dass sich Märkte in wiederkehrenden Wellenmustern bewegen (5 Impulswellen + 3 Korrekturwellen). |
| Extension | Verlängerung einer Impulswelle über das normale Maß hinaus. Häufig in Welle 3 (Aktien) oder Welle 5 (Rohstoffe). |
| Fibonacci | Zahlenfolge (0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, ...), deren Verhältnisse (0,618, 1,618) in den Finanzmärkten als Retracement- und Extension-Levels verwendet werden. |
| Flat | Korrekturmuster mit Struktur 3-3-5. Varianten: Regular Flat, Expanded Flat, Running Flat. |
| FOMO | Fear of Missing Out – Angst, eine Marktbewegung zu verpassen. Führt zu irrationalen Einstiegen am Hoch. |
| Free Trade | Ein Trade, bei dem der Stop-Loss auf Breakeven (Einstandskurs) gezogen wurde. Kein Verlustrisiko mehr. |
| Goldener Schnitt | Das Verhältnis 1,618 (bzw. 0,618) – abgeleitet aus der Fibonacci-Folge. Taucht in Natur, Kunst und Finanzmärkten auf. |
| Hedge | Absicherungsgeschäft. Eine Position, die das Risiko einer anderen Position reduziert. |
| Heikin-Ashi | Japanisch: „Durchschnittliche Kerze". Modifizierte Kerzenform, die Trends klarer darstellt als normale Candlesticks. |
| Ichimoku | Ichimoku Kinko Hyo – japanisches Indikator-System mit 5 Linien. Wir nutzen primär die Wolke (Kumo) und den TK-Cross. |
| Impuls | 5-Wellen-Bewegung in Trendrichtung (Wellen 1, 2, 3, 4, 5). Treibt den Markt voran. |
| Invalidierung | Bruch einer Elliott-Wellen-Regel, der die aktuelle Wellenzählung ungültig macht. Erfordert eine neue Zählung. |
| Konfluenz | Zusammentreffen mehrerer unabhängiger Signale. In unserem System: 4-Signale-Konfluenz. |
| Korrektur | 3-Wellen-Bewegung gegen den übergeordneten Trend (Wellen A, B, C). Verschiedene Muster möglich. |
| Kumo | Japanisch für „Wolke". Der Bereich zwischen Senkou Span A und Senkou Span B im Ichimoku-System. |
| Leverage / Hebel | Multiplikator, der die Positionsgröße vergrößert. Hebel 10:1 = 10× die Kaufkraft, aber auch 10× das Risiko. |
| Long | Position auf steigende Kurse. Du kaufst zuerst und verkaufst später (hoffentlich teurer). |
| Make-or-Break | Kritischer Kurs in der Analyse, bei dem das primäre Szenario ungültig wird und das sekundäre aktiviert wird. |
| Margin | Sicherheitsleistung beim gehebelten Handel. Der Betrag, den du als Kaution hinterlegen musst. |
| Market Maker | Broker, der eigene Kurse stellt (im Gegensatz zu ECN/STP-Brokern, die Kurse direkt vom Markt weiterleiten). |
| Pip | Kleinste Preisänderung bei Forex (typischerweise 4. Nachkommastelle). 1 Pip bei EUR/USD = 0,0001. |
| Retracement | Rücksetzer, Korrektur innerhalb einer Bewegung. Gemessen in Fibonacci-Levels (23,6 %, 38,2 %, 50 %, 61,8 %, etc.). |
| Revenge Trading | Rache-Trading nach einem Verlust. Emotionsgetriebenes Handeln mit dem Ziel, den Verlust sofort zurückzuholen. |
| Short | Position auf fallende Kurse. Du verkaufst zuerst und kaufst später (hoffentlich billiger) zurück. |
| Spread | Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Die Haupteinnahmequelle des Brokers und deine Transaktionskosten. |
| Stop-Loss | Automatischer Verkaufsauftrag zur Verlustbegrenzung. Wird bei einem vordefinierten Kurs ausgelöst. |
| Supertrend | Trendfolge-Indikator basierend auf ATR. Zeigt mit farbigen Pfeilen/Linien die Trendrichtung. Parameter: Periode 7, Multiplikator 3. |
| Swap | Übernacht-Finanzierungskosten. Gebühr für das Halten einer CFD-Position über Nacht. |
| Take-Profit | Automatischer Verkaufsauftrag bei Erreichen des Zielkurses. Sichert den Gewinn. |
| Testballon | Kleine Anfangsposition (25–50 % der geplanten Größe), um ein Signal zu testen, bevor die volle Position aufgebaut wird. |
| TK-Cross | Kreuzung von Tenkan-Sen und Kijun-Sen im Ichimoku-System. Signal 2 in unserer 4-Signale-Konfluenz. |
| Trailing-Stop | Nachgezogener Stop-Loss, der dem Kurs in Gewinnrichtung folgt und Gewinne sichert. |
| Triple Three | Komplexes Korrekturmuster (WXYXZ) – Kombination aus 3 einfachen Korrekturmustern. 11-Schwung-Struktur. |
| Truncation | Verkürzung – wenn Welle 5 das Hoch von Welle 3 nicht überschreitet. Selten, aber möglich. |
| Wellengrad | Hierarchie-Ebene einer Elliott-Welle (Grand Supercycle bis Sub-Minuette). Jeder Grad hat eigene Symbole. |
| Zigzag | Scharfes Korrekturmuster mit Struktur 5-3-5. Welle A und C bestehen aus 5 Wellen. |
9.2 Checklisten
9.2.1 Trade-Checkliste
Vor jedem Trade prüfen:
- Wellenzählung: Korrektur zu Ende? (Signal 1)
- TK-Cross: In die richtige Richtung? (Signal 2)
- Supertrend-Pfeil: Richtige Farbe? (Signal 3)
- Heikin-Ashi: Durch die Wolke mit Kraft? (Signal 4)
- CRV: Mindestens 3:1?
- Positionsgröße: 1-%-Regel eingehalten?
- Stop-Loss: Unter/über der Wolke gesetzt?
- Emotionaler Check: Bin ich ruhig und klar?
9.2.2 Tagesablauf-Checkliste
Tägliche Routine:
- Offene Positionen geprüft
- Wirtschaftskalender gecheckt
- Morning Show geschaut (10:30 Uhr)
- Analyse gelesen (13:00–14:30 Uhr)
- Heiße Kandidaten notiert
- Alarme bei Pfeilwechsel-Kursen gesetzt
- Trading-Tagebuch nach jedem Trade geführt
- Tagesabschluss: Stops angepasst, Tagebuch vervollständigt
9.2.3 Risikomanagement-Checkliste
Risiko-Check:
- Maximales Risiko pro Trade: 1 % vom Konto
- Positionsgröße = (Kontostand × 1 %) ÷ Stop-Abstand
- Maximales Portfolio-Risiko: Nicht mehr als 3–5 % gleichzeitig
- Korrelationen beachtet (nicht 2× Long in korrelierten Märkten)
- Maximaler Tagesverlust: 3 % → Dann Schluss
- 3-Verluste-Regel: Nach 3 Verlusten → Pause
9.2.4 Elliott-Wellen-Regelcheck
Wellenzählung validieren:
- Regel 1: Welle 2 nicht unter Anfang von Welle 1?
- Regel 2: Welle 3 nicht die kürzeste?
- Regel 3: Welle 4 nicht im Preisgebiet von Welle 1?
- Fibonacci-Retracements plausibel?
- Alternation beachtet (W2 ≠ W4 in Form)?
- Primäres UND sekundäres Szenario definiert?
- Make-or-Break-Linie festgelegt?
9.3 Plattform-Nachbau: IG Markets
9.3.1 Warum IG Markets?
IG Markets ist unser empfohlener Broker. Er bietet alle 13 Märkte unseres Systems, hat eine professionelle Plattform, ist FCA-reguliert und bietet ein kostenloses Demokonto. Die folgenden Anleitungen zeigen dir, wie du die Plattform so einrichtest, dass sie unserem Livestream-Setup entspricht.
9.3.2 Ichimoku-Wolke einrichten
- Chart öffnen → Indikatoren → „Ichimoku" suchen
- Parameter: Tenkan 9, Kijun 26, Senkou B 52 (Standard)
- Nur die Wolke anzeigen: Tenkan-Linie, Kijun-Linie und Chikou-Span ausblenden
- Wolkenfarben anpassen: Bullische Wolke = Blau/Grün, Bärische Wolke = Rot
9.3.3 Supertrend einrichten
- Indikatoren → „Supertrend" suchen
- Parameter: Periode 7, Multiplikator 3
- Farben: Grün für bullisch, Rot für bärisch
- Wichtig: Bei IG Markets wird der Supertrend als Linie dargestellt (nicht als Pfeil wie im Livestream)
- Grüne Linie unter dem Kurs = Aufwärtstrend (= grüner Pfeil im Livestream)
- Rote Linie über dem Kurs = Abwärtstrend (= roter Pfeil im Livestream)
9.3.4 Heikin-Ashi aktivieren
- Chart-Einstellungen → Kerzentyp
- Von „Candlestick" auf „Heikin-Ashi" umstellen
- Fertig – die Kerzen zeigen jetzt die geglätteten Durchschnittswerte
9.3.5 Pfeile vs. Linien verstehen
| Im Livestream | Bei IG Markets | Bedeutung |
|---|---|---|
| Grüner Pfeil ↑ | Grüne Linie unter dem Kurs | Aufwärtstrend / Long-Signal |
| Roter Pfeil ↓ | Rote Linie über dem Kurs | Abwärtstrend / Short-Signal |
| Grünes Dreieck △ | TK-Cross (manuell erkennen) | Bullischer TK-Cross |
| Rotes Dreieck ▽ | TK-Cross (manuell erkennen) | Bärischer TK-Cross |
9.3.6 4-Chart-Layout einrichten
Für die optimale Übersicht empfehlen wir ein 4-Chart-Layout: Oben links der 4-Stunden-Chart, oben rechts der Stundenchart, unten links der 15-Minuten-Chart, unten rechts der 5-Minuten-Chart. So siehst du alle vier Zeitebenen gleichzeitig.
9.4 Plattform-Nachbau: TradingView
9.4.1 Warum TradingView?
TradingView ist eine kostenlose Chart-Plattform mit hervorragenden Analyse-Tools. Viele Trader nutzen TradingView für die Analyse und IG Markets für die Orderausführung. TradingView bietet mehr Indikatoren, bessere Chart-Tools und eine größere Community.
9.4.2 Ichimoku einrichten
- Indikatoren → „Ichimoku Cloud" suchen und hinzufügen
- Parameter: Standard (9, 26, 52)
- In den Einstellungen: Tenkan, Kijun und Chikou ausblenden → Nur Wolke sichtbar
9.4.3 Supertrend einrichten
- Indikatoren → „Supertrend" suchen und hinzufügen
- Parameter: Periode 7, Multiplikator 3
- TradingView zeigt den Supertrend als farbige Linie – identisch mit IG Markets
9.4.4 Heikin-Ashi aktivieren
- Oben links im Chart auf den Kerzentyp klicken
- „Heikin Ashi" auswählen
9.4.5 Multi-Chart-Layout
TradingView bietet (in der kostenpflichtigen Version) Multi-Chart-Layouts. Für die kostenlose Version: Nutze mehrere Browser-Tabs mit verschiedenen Zeitebenen.
9.5 Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Allgemein
Das hängt von dir ab. Manche schaffen es in 3–6 Monaten, andere brauchen 1–2 Jahre. Entscheidend ist: Wie viel Zeit investierst du ins Lernen? Wie diszipliniert bist du? Wie gut kontrollierst du deine Emotionen? Beginne auf dem Demokonto und wechsle erst zum Live-Konto, wenn du mindestens 4 Wochen konsistent profitabel warst.
Für das Demokonto: 0 €. Für den Live-Handel empfehlen wir mindestens 500–1.000 €. Mit der 1-%-Regel bedeutet das 5–10 € Risiko pro Trade. Das reicht, um das System zu lernen. Für ernsthaftes Trading sind 5.000–10.000 € sinnvoll.
Ja! Das System ist dafür ausgelegt. Die Analyse liest du in der Mittagspause (13:00–14:30 Uhr). Alarme setzen dauert 5 Minuten. Wenn ein Alarm auslöst, prüfst du die Signale (2 Minuten). Der eigentliche Zeitaufwand beträgt 1–2 Stunden pro Tag.
System
Weil sie sich über Jahre bewährt haben. Jedes Signal filtert Fehlsignale der anderen. Mehr Signale würden das System nicht besser machen – nur komplizierter. Einfachheit ist Stärke.
Mehr Indikatoren = mehr Verwirrung. Viele Trader haben 10 Indikatoren auf dem Chart und können sich trotzdem nicht entscheiden. Unser System nutzt genau vier – und die reichen völlig aus.
Grundsätzlich ja. Du brauchst einen Broker, der CFDs auf unsere 13 Märkte anbietet und die Indikatoren Ichimoku, Supertrend und Heikin-Ashi unterstützt. IG Markets ist unsere Empfehlung, weil alles optimal eingerichtet werden kann.
Technisch
Der Livestream verwendet Kurse von TradingView (Börsenkurse). Dein Broker (z.B. IG Markets) stellt eigene CFD-Kurse, die leicht abweichen können. Die Differenz beträgt typischerweise nur wenige Punkte und ist für die Signale irrelevant.
Prüfe deine Internetverbindung. Aktualisiere die YouTube-Seite. Lösche den Browser-Cache. Wenn das Problem bestehen bleibt, schaue in den YouTube-Kommentaren – dort wird über technische Probleme informiert.
Ja, über die YouTube-App. Allerdings ist der Bildschirm klein – für die Detailanalyse empfehlen wir einen Desktop-Monitor oder Tablet.
Kosten
29,99 € pro Monat. Dafür bekommst du Zugang zum 24/7-Livestream mit automatischer Wellenzählung für alle 13 Märkte in 4 Zeitebenen. Kündigung jederzeit möglich.
70 € pro Session. Jeden Mittwoch um 18:00 Uhr, 2 Stunden (1h Thema + 1h Fragen). Keine Mindestlaufzeit – du buchst nur die Sessions, die du willst.
Nein. Die Preise sind transparent. YouTube-Mitgliedschaft, Gruppencoaching und Analyse-Pakete haben feste Preise ohne versteckte Gebühren. Beim Broker (IG Markets) fallen Spreads und ggf. Übernacht-Finanzierungskosten an – das sind Broker-Kosten, nicht unsere.
9.6 Rechner & Tools
Interaktive Rechner für deine tägliche Trading-Praxis: Fibonacci-Extensions und -Retracements mit farblicher Hervorhebung der wahrscheinlichsten Zielbereiche, sowie ein Trade-Kalkulator für CRV-Berechnung und Risiko-Management.
Fibonacci-Extension-Rechner
| Level | Kurs | Hinweis |
|---|
Fibonacci-Retracement-Rechner
| Level | Kurs | Hinweis |
|---|
Trade-Kalkulator (CRV & Risiko)
9.7 Tradingtagebuch
Dein interaktives Trading-Tagebuch – direkt im Kompendium. Erfasse jeden Trade mit allen Details: Kurse, Positionsgröße, CRV, aber auch deine Gefühle und Einschätzungen. Die integrierte Analyse zeigt dir, welche emotionalen Zustände zu den besten Ergebnissen führen und wo du an deiner Disziplin arbeiten solltest. Speichere dein Tagebuch als HTML-Datei lokal ab und lade es später wieder hoch, um weiterzuarbeiten.
Trade-Daten
Kurse & Position
Trading-Psychologie
Notizen & Tags
Noch keine Trades eingetragen. Starte mit deinem ersten Eintrag im Tab „Neuer Eintrag“!
Mindestens 3 abgeschlossene Trades erforderlich für die Analyse.
Gruppencoaching
Das System aus dem Kompendium in der Praxis vertiefen – jeden Mittwoch um 18:00 Uhr live mit Frank Schuh.
Gruppencoaching: Das System in der Praxis
Dieses Kompendium beschreibt das gesamte System ausführlich – von der Analyse über den Livestream bis zur 4-Signale-Konfluenz. Das Gruppencoaching ist der Ort, an dem du dieses System in der Praxis vertiefst. Jeden Mittwoch um 18:00 Uhr treffen wir uns live mit Frank Schuh via Zoom: reine Praxis, echte Charts, Lektionen direkt aus dem Kompendium – alles wird besprochen und angewandt.
Was ist das Gruppencoaching?
Das Gruppencoaching ist eine komplette Trading-Ausbildung in wöchentlichen Calls – dein direkter Draht zu Frank Schuh, live, persönlich und ohne Umwege. In einer kleinen Gruppe via Zoom kannst du dein Mikrofon einschalten, deine Charts teilen und genau die Fragen stellen, die dich gerade beschäftigen.
In der ersten Stunde behandeln wir ein konkretes Thema aus der Praxis – aktuelle Elliott-Wellen-Counts, Chart-Selektionen aus dem Kompendium, Indikator-Setups, Trade-Management oder Psychologie. In der zweiten Stunde bist du dran: Fragen, Chartanalysen, Feedback zu deinen Trades. Viele Teilnehmer sagen, dass sie im Gruppencoaching mehr gelernt haben als in Monaten alleine vor dem Chart.
Was wird behandelt?
- Elliott-Wellen in der Praxis – Echte Marktanalysen, nicht nur Theorie
- Live-Chartanalyse – Wir gehen gemeinsam durch aktuelle Setups und zählen Wellen
- Indikator-Feintuning – Ichimoku, Supertrend, Heikin-Ashi optimal einstellen und kombinieren
- Trade-Besprechung – Zeig deinen Trade, bekomme ehrliches Feedback
- Risiko- und Stop-Management – Konkrete Beispiele mit dem Trade-Kalkulator
- Trading-Psychologie – Tilt erkennen, Disziplin aufbauen, Regeln einhalten
- Deine individuellen Fragen – Alles, was dich gerade beschäftigt
Details & Buchung
| Detail | Information |
|---|---|
| Wann | Jeden Mittwoch, 18:00 Uhr |
| Dauer | ca. 2 Stunden (1h Thema + 1h Q&A) |
| Kosten | 70 € pro Teilnahme |
| Plattform | Zoom – du kannst Kamera & Mikrofon nutzen |
| Teilnehmer | Kleine Gruppe für persönliche Betreuung |
| Bindung | Keine – buche einzelne Sessions nach Bedarf |
| Für wen | Anfänger bis Fortgeschrittene – alle Niveaus willkommen |
Tipp
Das Gruppencoaching ist die perfekte Ergänzung zu diesem Kompendium. Was du hier in der Theorie lernst, setzen wir im Coaching gemeinsam in die Praxis um. Du bekommst direktes Feedback auf deine Wellenanalysen und Trades.
Dieses Kompendium ist komplett kostenlos. Eine kurze Google-Bewertung würde uns sehr helfen!
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